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Wenn er sie verlässt, wird sie ihn töten. Der Satz irritiert, erklärt sich aber durch den Titel. Christian Petzolds neuer Film „Undine“ kreist nicht um eine überzogene Liebesgeschichte. Was anfangs und zwischendurch wie ein Liebesthriller wirkt, fokussiert in Wirklichkeit um den Mythos „Undine“. Raffiniert verschwimmen im wahrsten Sinne des Wortes die realen Situationen. Petzold beginnt…
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Woher kommt eigentlich das viele Geld her? Diese interessanten Frage beantwortet Carmen Losmann mit ihrem Team in ihrem wirtschaftlich essayistischen Dokumentarfilm „Oeconomia“, den sie in Kooperation mit dem ZDF und 3Sat aufgrund eines Gerd-Ruge-Projektstipendiums konzipieren und realisieren konnte. Mit ganz einfachen, sehr ruhigen Bildsequenzen gelingt es Carmen Losmann das verkomplizierte kapitalistische Wirtschaftssystem in seinen grundlegenden…
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Ein Auge, versteckt in einem schwarzen Umhang ,beobachtet die Vorgänge in einem Zimmer. Der Arzt beobachtet das Auge. Dieser intensive Blickwechsel wird zum roten Faden von Giorgio Dirittis neuen Film „Volevo Nascondermi“. Er erzählt das Leben Antonio Ligabues, einem italienischen Ausnahmekünstler (1899-1965), einem der bedeutendsten Künstler der „Art brut“ als faszinierende Metapher wie Menschen Menschen…
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Kaum Applaus bekam der Eröffnungsfilm der Berlinale „My Salinger Year“. Festivaleuphorie zu Beginn der 70. Berlinale wollte sich nicht einstellen. Aufgeführt unter der Sektion „Berlinale Special“, die den Anspruch hat, mit „Moving Images“ das Publikum zu erobern, blieb die bewegende Kraft von „My Salinger Year“auf wenige Sequenzen reduziert. Der Film ist als Hommage an…
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Ein Leben ganz dem Tanz gewidmet, das ist das Leben Merce Cunningham (1919-2009). Alla Kovgans Film zeichnet Cunninghams tänzerischen Werdegang mit den Choreografien zwischen 1942 und 1947 durch Archivmaterial, zwar chronologisch, aber nicht biografisch. Aus Filmdokumenten, vor allem Tanzsequenzen beim Training, Aufführungen und Interviews entwickelt sich Merce Cunningham künstlerische Entwicklung aus seiner eigenen Perspektive und…
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Seit Jahren realisiert die Berliner Berlinale ökologische Nachhaltigkeit nach den Sustainable Development Goals (SDGs), nachhaltigen Entwicklungszielen, der UN. Kulturelle Bildung ist ein Schlüssel für die Zukunft. Deshalb ist die Berlinale „in der Verantwortung als Festival auch nachhaltiger zu agieren”, sagt Berlinale-Geschäftsführerin Marietta Rissenbeek.
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Mit Jeremy Irons bekommt die 70. Berlinale einen charismatischen Präsidenten. „Die ikonischen Figuren, die Jeremy Irons verkörpert hat, und sein unverwechselbarer Stil haben mich auf meiner cineastischen Reise begleitet und mir die Komplexität der menschlichen Natur vor Augen geführt“, wertschätzt ihn Carlo Chatrian, Künstlerischer Leiter der Berlinale. Umgekehrt freut sich Jeremy Irons, dass er die Rolle…
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In sechs Wochen startet die Berlinale 2020. Vom 19. bis 29. Februar ist sie dieses Jahr relativ spät angesetzt, das Interesse sehr groß. Es ist nicht nur die 70. Berlinale und die erste unter unter der Leitung der Doppelspitze mit Carlo Chatrian als Künstlerischem Direktor und Mariette Rissenbeek als Geschäftsführerin…
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„Ziemlich beste Freunde“, dann „Heute bin ich Samba“ und „Das Leben ist ein Fest“, jetzt „Alles außer gewöhnlich“. Jedes Mal treffen Erich Toledano und Olivier Nakache mit ihren sozialkritischen Themen den Kopf. Ihre Geschichten beruhen auf genauen Recherchen, blicken die Kulissen verdrängter Realitäten, schrauben sich emotional tief ins Bewusstsein. „Alles außer gewöhnlich“ schmerzt die Seele.…
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Der britischen Filmschauspielerin Helen Mirren wird die Ehre zuteil, bei der 70. Internationalen Filmfestspielen in Berlin den Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswert zu bekommen. Im Rahmen der Preisverleihung wird am Donnerstag, den 27. Februar 2020, im Berlinale Palast „The Queen“ (2006, Regie: Stephen Frears) gezeigt.
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Als „Meisterwerk“ wird Céline Sciammas Film „Porträt einer jungen Frau in Flammen“ vermarktet. Meisterlich sind in der Tat Regie und die Kameraführung von Claire Manton, die auf die Augenblicke zwischenmenschlicher Begegnungen und einer beginnenden Liebe bis zur Leidenschaft in Flammen fokussieren. Die Szenen wirken wie leuchtende Ölgemälde, jedes für sich eine vollkommene Komposition. Für 1770…
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Zum vierten Mal honorierte der Filmemacher Werner Herzog durch seinen ausgelobten „Werner-Herzog-Preis“ 2019 ein außerordentliches Talent, zum ersten Mal allerdings nicht einen Filmemacher, sondern den niederländischen Musiker und Komponisten Ernst Reijseger.
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Die Oberschenkel beginnen zu vibrieren, das Gesicht verzieht sich zu einem explosiven Lachen, das nicht mehr aufzuhören scheint. In Großaufnahme herangezoomt, erkennt man die immer größere Traurigkeit dahinter, auch die zunehmende Gewalt, intensiviert durch den leitmotivisch immer lauter hämmernden Soundtrack. Schon im Vorfeld viel diskutiert, die Grausamkeit eines Mörders im Fokus als Gewaltverherrlichung bemängelt, spiegelt …
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Inzwischen ist Rudolf Nurejew eine Legende. In den 60er Jahren war der russische Balletttänzer ein Weltstar. Er wagte es, sich in den Westen abzusetzen und den klassischen Tanz zu modernisieren. Nurejews Geschichte verfilmte der englische Schauspieler und Regisseur Ralph Fiennes. 20 Jahre dauerte es, bis “Nurejew – The White Crow“ „Nurejew – der Außenseiter“ auf…
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©dffb2019 Bei der Berlinale glänzte der Film „Die Einzelteile der Liebe“ von Miriam Bliese in der Rubrik „Perspektive“ durch seinen bürgerlichen Realismus, weit ab von den Partymeilen in Berlin, in einem schlichten Zeilenbau im Charlottenburger Hansaviertel. Sophie (Birte Schöik) ist hochschwanger, schiebt wacker den kaputten Wagen an, aber der will nicht mehr. Eine originelle Metapher…
© 2024 Michaela Schabel