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„How to Look Better“ – Buchrezension zu den 10 Maximen von Volke

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„How to Look Better“ – Buchrezension zu den 10 Maximen von Volke

„How to Look Better“ © Murmann Publishers GmbH,

Rezension von „How to Look Better“ von Volker Steinkraus. Analyse der 10 Maximen für schöne Haut, Gesundheit, Longevity und Lebensqualität.

Schönheit ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis von Wissen, Haltung und einem bewussten, disziplinierten Umgang mit sich selbst, erklärt Prof. Dr. Volker Steinkraus, und außerdem wichtiger als Schönheit ist ein gesunder, sinngebender Lebensstil. Das hört sich interessant an.

Volker Steinkraus – fachliche Kompetenz

Als ehemaliger Leistungssportler, deutscher Mannschaftsmeister im Modernen Fünfkampf 1974 ehemaliger ärztlicher und geschäftsführender Direktor der Hautklinik der Universität Hamburg und Gründer des Dermalogikum, eines der weltweit größten Einrichtungen für die ambulante Dermatologie, besitzt er eine außerordentliche fachliche Kompetenz. 

Volker Steinkraus – Buch

Volker Steinkraus schreibt sehr persönlich in der Ich-Form, bringt Beispiele aus der Praxis und seinem Privatleben, so dass sich „How to Look Better“ sehr abwechslungsreich und interessant liest. Komplizierte Sachverhalte  stellt der Autor allgemein verständlich dar, indem er induktiv durch exemplarische Einzelfälle generelle Regeln für schönes Aussehen ableitet und Fachausdrücke ausführlich in farbig unterlegten Infokästen erklärt. Durch Zitate berühmter Denker bringt er zusätzlich historisches Wissen ein und durch Grafiken kreiert er einfache, nachhaltig einprägsame Vergleiche. Auf lateinische Ausdrücke, früher Ausdruck akademischer Bildungszugehörigkeit, verzichtet er, abgesehen von den medizinischen Begriffen. Dafür folgt er dem Modetrend, Anglizismen zu verwenden. „How to Look Better“ soll anscheinend international wirken und vor allem auch junge Menschen ansprechen. 

Volker Steinkraus – Schönheit durch Gesundheit

Die Basis für „How to Look Better“ ist die Haut, das größte Organ des Körpers mit erstaunlichen Fähigkeiten. Volker Steinkraus vergleicht in einer Skizze die Haut mit einer Tischdecke  (Epidermis, obere Hautschicht, Hülle ) und einem Tisch (Dermis, untere Hautschicht, Kern). Beide umhüllen schützend die inneren Organe, sind aber inzwischen selbst durch die UV-Strahlung schutzbedürftig.

In drei Kapiteln erklärt Volker Steinkraus den Zusammenhang von Haut und Schönheit. Er meint damit nicht die durch die Digitalisierung verbreitete Mainstream-Schönheit, sondern Schönheit, die durch einen gesunden Lebensstil über die Haut ein ausbalanciertes, natürliches Leben spiegelt. Schon in der Antike galt die Losung „Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“. Philosoph Martin Heidegger formuliert prägnant: „Verzicht nimmt nicht, er gibt.“ Wie positiv sich Reduktion in unserer 

konsumorientierten Lebensweise als Heil- und Schönheitsmittel erweist, beweist Volker Steinkraus in „How to Look Better.“

Volker Steinkraus – Schönheit als Ausdruck von Lebensfreude

Jeder Blick in den Spiegel beweist: Fühlt man sich schön, fühlt man sich besser. Schönheit war über die Epochen der Menschheitsgeschichte hinweg ein wesentlicher Bestandteil besseren Lebensstils, verbunden mit sozialer Zugehörigkeit, gesellschaftlichem Ansehen und sozialen Aufstiegsmöglichkeiten. Schönheit und Reichtum waren zu allen Zeiten eine erfolgreiche, sich selbst verstärkende Fusion, die jetzt durch die medizinischen und operativen Möglichkeiten allerdings ins Absurde einer maskenhaften Massentypisierung abdriftet. „Die Frauen entstellen sich selbst.“

Volker Steinkraus fokussiert auf ein anderes, individuelles und natürliches Schönheitsideal, in dem sich die innere Ausgeglichenheit und die eigene Lebensfreude spiegeln.

Jugendlichkeit ist keine Voraussetzung für Schönheit. Ein altes Gesicht darf durchaus Volumensverlust und Falten haben. Es kann trotzdem eine schöne Aura entwickeln. Dazu braucht es Selbstbewusstsein, Authentizität und vor allem Gesundheit.

Volker Steinkraus – 10 Regeln für Longevity

Aus dem Anspruch, sich in seiner Haut wohl und schön zu fühlen, entwickelt Volker Steinkraus 10 Regeln über einen gesunden Lebensstil, in denen auch die Erkenntnisse der fünf blauen Zonen mit den weltweit meisten Hundertjährigen einfließen.

Das unvermeidbare Altern muss man akzeptieren. Es gibt kein Anti-Aging, nur ein Slow- oder Better-Aging. Sich im Alter ohne fremde Hilfe bewegen zu können, gibt Lebensfreude, zeugt von einem selbstbewussten Lebensstil und ist viel mehr wert als Schönheit. Dazu muss man aber schon in jungen Jahren entsprechend handeln, Volker Steinkraus denkt dabei bereits an 20-Jährige.

Die Mehrheit der Thesen ist inzwischen Allgemeingut: die Bedeutung von ausreichendem Schlaf, gesundem Essen, wenig Alkohol und regelmäßigem Training. Man soll nicht, sich vor der Sone schützen, Intimität und Sexualität genießen, Freunde in allen Altersstufen zu haben, andere Meinungen zu respektieren, zu entspannen und zu lächeln. Dabei zeigt sich, dass Volker Steinkraus kein Asket ist. Wichtig ist ihm, dass man reflektiert, was man wann und wie viel man isst und trinkt und welche Pausen man einlegt, damit der Körper wieder „aufräumen“ kann. 

„How to Look Better“ – Hautpflege

In Sachen evidenzbasierter Hautpflege weitet er den Blick auf die Vernetzung der Haut mit den anderen Organen und vor allem auf die richtige „Ernährung der Haut“ mit Vitamin A, C und E, Hyaluronsäure und Niacinamid, damit die Haut wiederum ihre Aufgaben im Körperkreislauf erfüllen kann.

Kurz und bündig beschreibt er final die Bedeutung von taktiler Berührung als Zeichen des Vertrautseins und wie Empathie für den Mitmenschen hilft, den eigenen Stresslevel zu senken, wenn man nicht sofort aggressiv reagiert. Vieles kann man einfach weglächeln. 

Volker Steinkraus – „OneHealth“ Modell

In der Nachbetrachtung differenziert und erweitert er das zu Beginn vorgestellte „OneHealth“ Modell für ein gelungenes Leben. Zu gesunden Körperfunktionen, sozialen Kontakten und einer Lebenssinn gebenden Haltung kommen noch intakte Umweltparameter dazu. Es ist ein umfassendes, aber in der Umsetzung sehr anspruchsvolles Programm, sich in jedem Lebensalter wohlzufühlen. 

Fazit der Buchbesprechung

„How to Look Better“ will einer breiten Leserschaft eine Anleitung geben, wie man sich durch einen gesunden Lebensstil ein besseres Lebensgefühl bis ins hohe Alter erwerben kann. Das Buch ist ein umfassender, klar strukturierter Ratgeber für Menschen, die Wissen über die komplizierten Versorgungs- und Entsorgungsprozesse in unserem Körper und lebensverbessernde soziale Bindungen umsetzen wollen und bei entsprechender Haltung und Disziplin auch können.

Wer sich bislang wenig mit gesundem Lebensstil auseinandergesetzt hat, dem bietet „How to Look Better“ sehr viele Anregungen. Doch auch wer Vorwissen mitbringt, wird fündig. Ausgesprochen gut wird die Rolle der Haut im Wechselspiel mit anderen Körperprozessen und als Spiegel des inneren Lebensgefühls dargestellt. Begriffe wie Schönheit und Longevity werden aus der Perspektive eines besseren Lebensgefühls kritisch hinterfragt.

Es erstaunt allerdings, dass der Zusammenhang zwischen Gehirn und Körper nur als Möglichkeit erwähnt wird. Die Darmforschung ist diesbezüglich bereits viel weiter fortgeschritten, wie Gulia Enders’ „Organisch“ beweist. 

Dass Anmerkungen ohne Bezug zu den jeweiligen Textstellen nur aufgelistet werden, lässt bibliografische Akkuratesse vermissen. 

Vor dem Hintergrund, dass Volker Steinkraus auf seiner persönlichen Webseite für die Hautprodukte wirbt, deren Bedeutsamkeit er im Buch sehr ausführlich darstellt, wirkt „How to Look Better“ allerdings auch als latente Werbestrategie. 

Infos zu „How to Look Better“ 

Autor:                   | Prof. Dr. Volker Steinkraus

Titel:                     | How to Look Better

Verlag:                  | Murmann Publishers GmbH, Hamburg

Erscheinungsjahr | 2026

Seiten:                  | 280

Bewertung:           | ⭐⭐⭐☆ ☆