Landshut – Filmische Theaterretrospektive des „AntigoNoWoolf“-Triptychon in den Kammerspielen

Kleines Theater präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Ein großartiges Experiment war es, die Einzelproduktionen „Antigone“, „Nora“ und „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ zu einem Triptychon zu verbinden, denn die Stücke basieren auf einem gemeinsamen Themenkomplex. Die Entscheidungen des  Individuums führen bestimmt von Macht, Lebenslügen  zum Scheitern. „Antigone“ wird in ihrer Achtung  eines übergeordneten Gesetz des Göttlichen von der Macht des Vaters zerstört. „Nora“ will   unabhängig von gesellschaftlichen Konventionen leben und geht daran zugrunde.  In „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ zerstören sich die Protagonisten durch ihre eigenen Lebenslügen…

Berlin – 11. Berliner Hörspielfestival der freien Szene 

11. Berliner Hörspielfestival präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Das Berliner Hörspielfestival muss sich an keine Konventionen, keine feste Sendeformen, keine technischen Standards, keinen Schauspielton halten. Es kennt keine Tabus und findet in Kooperation mit der Berliner Akademie der Künste trotz  der Corona-Krise online, wie geplant, vom 21. bis zum 24. Mai 2020 statt. Live und in Echtzeit werden sämtliche nominierte Hörspiele und Live-Gespräche mit den MacherInnen über die YouTube-Kanäle des Berliner Hörspielfestivals (BHF) und der Akademie der Künste gestreamt.
Die HörerInnen können online ihr Voting  zu den insgesamt 35 Hörspielen abgeben und anschließend noch eine Woche einzelne Beiträge nachhören…

München – „Hinter dem Vorhang“ am Gärtnerplatztheater“

Gärtnerplatztheater "Hinter den Kulissen" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Das Münchner Gärtnerplatztheater geht am Donnerstag in die zweite Runder seines neuen Talk-Formats „Hinter den Kulissen“. Zu Gast sind dieses Mal die Ensemblemitglieder Jennifer O’Loughlin, Lucian Krasznec und Mathias Hausmann. Intendant Josef E. Köpplinger moderiert unter dem  Motto „Viva la Opera! – Über die Leidenschaft zu einer seltsamen Gattung…

München – Toshiki Okadas Stück „The Vakuum Cleaner“, eine Produktion der Münchner Kammerspiele, eingeladen beim „Virtuellen Berliner Theatertreffen 2020“

Theaterkritik "The Vacuum Cleaner" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Der Staubsauger brummt. Die SchauspielerInnen monologisieren mit  viel Geschrei und Gezappel. Von einer Kommunikation der fünf Figuren kann keine Rede sein. Das wirkt sehr neurotisch, soll es auch sein, um die desolate, um sich kreisende Situation der Hikikomori zu zeigen. Der japanische Begriff für vereinsamte Menschen ist bei uns weitgehend unbekannt, nicht das Phänomen. Junge Menschen wollen das Haus nicht mehr verlassen, ziehen sich vollkommen zurück, verweigern die Kommunikation, vereinsamen immer mehr.…

Frankfurt – „Chinchilla Arschloch, waswas“ beim „Virtuellen Theatertreffen Berlin 2020“ 

"Chinchilla Arschloch, waswas" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

„Chinchilla Arschloch, waswas“, ja was verbirgt sich hinter diesem irritierend provozierenden Theatertitel? Das enthüllt sich sehr schnell. „Ich ticke, also bin ich“, erklärt Altenpfleger und Musiker Benjamin Jürgens, ständig zappelnd und um sich schlagend. „Keine Absicht, nur Tourette“. 
Darsteller mit Tourette-Syndrom auf die Bühne zu bringen, war bislang kaum vorstellbar. „Chinchilla Arschloch, waswas“ beweist das Gegenteil …

Leipzig – Tennessee Williams „Süßer Vogel Jugend“ online beim „Berliner Theatertreffen“ 

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„Ich bin ja eine Künstlerin, nicht irgendso ein Star“, schreit Altdiva Prinzessin Kosmonopolis, alias ausrangierte Hollywoodschauspielerin Alexandra del Lago, um sich und jeder weiß sofort, dass dem nicht so ist. Und spätestens an dieser Stelle wird in der Thematik von Tennessee Williams „Süßer Vogel Jugend“ überdeutlich. Ihr gescheitertes Comeback dröhnt del Lago mit Drogen zu und hält sich Liebhaber auf der Gier nach Triebbefriedigung, hinter der sich die Suche nach Wahrnehmung offenbart…

München – „Kränkungen der Menschheit“ beim  virtuellen „Theatertreffen Berlin 2020“ 

Theaterkritik "Kränkungen der Menschheit" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Tänzer springen als Affen naturalistisch brüllend über die Bühne und schon ist man mitten drin in den „Kränkungen der Menschheit“, wie Freud die Ergebnisse der großen innovativen Denker titulierte. Dass die Sonne um die Erde kreist, der Mensch vom Affen abstammt und das Unbewusste das Handeln des Menschen sehr bestimmt, veränderte die Wahrnehmung der Menschen entscheidend. 
Genau darum geht es in Anta Helena Reckes gleichnamigen Theaterstück. Bekannt und ausgezeichnet für ihre konzeptuellen Arbeiten decouvriert ihre Inszenierung „Kränkungen der Menschheit“ noch eine weitere Illusion. Es gibt nicht die eine Menschheit. 
Diese Uraufführung, die in Zusammenarbeit mit Anna Froelicher und Maxi Menja Lehmann für  die Münchner Kammerspiele in Kooperation mit HAU Hebbel am Ufer Berlin, Kampnagel Hamburg und Mousonturm Frankfurt entstand, zielt auf den Narzissmus der weißen, westlichen Menschengruppe, die infolge der Kolonialisierung Jahrhunderte lang die Welt und auch das Kunstgeschehen aus ihrer Interessenlage dominierte …

Bochum – Johan Simons „Hamlet“-Inszenierung beim „Virtuellen Berliner Theatertreffen 2020″

Theaterkritik "Hamlet" in Bochum präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Fulminant, von Anfang bis Schluss ausgesprochen, spannend wirkt Johan Simons Inszenierung von Shakespeares „Hamlet“ selbst virtuell. 3sat stellte als Sponsor und medialer Kooperationspartner für die „Berliner Festspiele 2020“, die dieses Jahr nur digital stattfinden können, eine TV-Produktion zur Verfügung. 
Hochgelobt und allerorten besprochen geht Johan Simons „Hamlet“ sicher in die Annalen der Rezeptionsgeschichte ein und beweist, dass sie auch auf der Mattscheibe funktioniert. Das ist zum einen der reduzierten, auf das Wort und  die schauspielerische Präzision fokussierten Konzeption zu verdanken, zum anderen der großartigen Besetzung…

Bochum – Johan Simons „Hamlet“-Inszenierung beim „Virtuellen Berliner Theatertreffen 2020″

Fulminant, von Anfang bis Schluss ausgesprochen, spannend wirkt Johan Simons Inszenierung von Shakespeares „Hamlet“ selbst virtuell. 3sat stellte als Sponsor und medialer Kooperationspartner für die „Berliner Festspiele 2020“, die dieses Jahr nur digital stattfinden können, eine TV-Produktion zur Verfügung. 
Hochgelobt und allerorten besprochen geht Johan Simons „Hamlet“ sicher in die Annalen der Rezeptionsgeschichte ein und beweist, dass sie auch auf der Mattscheibe funktioniert. Das ist zum einen der reduzierten, auf das Wort und  die schauspielerische Präzision fokussierten Konzeption zu verdanken, zum anderen der großartigen Besetzung…

Hamburg – „Anatomie eines Suizids“  im Schauspielhaus in der 10er Auswahl des diesjährigen virtuellen „Berliner Theatertreffens“

Theaterkritik "Anatomie eines Suizids" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Selbst als einfacher Probenmitschnitt zieht Alice Birchs Stück „Anatomie eines Suizids“ in die Untiefen menschlicher Depressionen. Unter der Regie von Katie  Mitchell wird das raffiniert über drei Generationen konstruierte Schauspiel als punktgenaue Parallelmontage zu einer bestechend realen Analyse tödlicher Depression ohne emotionale Verbrämung, knallhart, anstrengend durch die dreifache Parallelität und genau deshalb so berührend…

Nürnberg – „Erste Staffel. 20 Jahre Großer Bruder“ – Webserie des Schauspielhauses

Schauspiel Nürnberg "Erste Staffel. 20 Jahre Großer Bruder" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

2000 zogen sechs Unbekannte in einen Container, um sich rund um die Uhr beobachten zu lassen. Die Reality Show „Big Brother“ wurde schnell zum Quotenrenner. Jetzt, 20 Jahre später beleuchtet Autor und Regisseur Boris Nikitin mit seinem Jubiläumsstück „Erste Staffel. 20 Jahre Großer Bruder“ dieses Medienphänomen neu als intensive Auseinandersetzung zwischen Fiktion und Realität, Nikitins Hauptthema…

Berlin – 3sat-Preis für Alexander Giesche 

3sat-Theaterpreis für beste Regie für Alexander Giesche präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Die Inszenierung „Der Mensch erscheint im Holozän“ beeindruckte die Jury des Berliner Theatertreffens 2020 derart, dass sie Alexander Giesche als besten Theaterregisseur auszeichnete und ihm den begehrten, mit 10000 € dotierten 3-Sat-Preis zusprach. Allerdings kann dieses Jahr das Berliner Theatertreffen nicht stattfinden. Die Preisverleihung wird verlegt…