Dorfen – „Manuel Randi und Marco Stagni“ begeistern im Jakobmayer

Manuel Ranfi und Marco Stagni präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Manuel Randi sieht aus wie ein Spanier, ist durch und durch ein charmanter Italiener und spielt brillant Gitarre. Er betritt die Bühne mit Marco Stagni,  schließt die Augen und ab geht die Post, denn was und wie er spielt, ist an Rasanz kaum noch zu überbieten als Crossover durch sämtliche Genre ein spannendes Hörererlebnis, intensiviert, klanglich erweitert und verfeinert  an diesem Abend im Dorfener Jakobmayer durch den Kontrabassisten Marco Stagni, der der Gitarre den warm pulsierenden  Herzschlag seines Instruments entgegensetzt. 

München – HIDALGO-Festival – „Les Illuminations“

Hidalgo-Festival "Les Illuminations" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Im alten Münchner Schlachthof, heute Herberge des abgefahrenen Techno-Clubs „Bahnwärter Thiel“  ein klassisches Orchester auf einen Meter Entfernung zu erleben, ist auf jeden Fall schon einmal ein Erlebnis der ganz anderen Art und unterstreicht bestens die Festival-Konzeption, die klassische Musik in mehrfacher Hinsicht aufzufrischen. Wie die Hühner saßen Jung und Alt leger auf Bänken und Gartenstühlen, gespannt, was da nun kommt. 
Was geboten wurde, war musikalisch atemberaubend. Das neu gegründete Hidalgo-Orchester mit Musikern aus Münchens besten Symphonieorchestern  unter der Leitung der jungen Dirigentin  Johanna Malangré begeisterte vom ersten Ton.

München – HIDALGO-Musikfestival – „Kunstlied als Trance Party“ 

Hidalgo-Festival "Kunstlied in Trance" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Mit extravaganten Ideen, Verschmelzung von klassischer Hochkultur, elektronischem Mainstream, synästhetischer Vermischung der akustischen und optischen Genre will das Münchner HIDALGO-Festival  sich einen Platz in der jungen Klassik erobern, Uraufführungen präsentieren, die später andernorts begeistern sollen.  
Im dritten Aufführungsjahr wirbt man mit „Bock auf Rausch“ und einem Phantasie-Girl mit Riesenohren auf dem Plakat. Es gilt die Devise, alles ist erlaubt, nur nicht konventionell sein. Damit trifft das Festival genau ind Schwarze heutigen Mainstreams. 
„Kunst als Trance Party“ als Eröffnungskonzert gelingt ein vielversprechender Knüller, noch dazu im Münchner Jagd- und Fischereimuseum, einem Prachtbau mitten in der Fußgängerzone.

München – HIDALGO – Musikfestival

Hidalgo-Festival präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

„Musik macht high“ ist die Losung des Münchner HILDALGO-Festivals. Dass Musik wie eine  Droge wirkt, bei der das Gehirn Glückshormone ausschüttet ist längst ein neurologisches Faktum. Dass die euphorisierende Wirkung von Musik erlebbar wird, hängt vom Hörer und dessen Musikgeschmack ab.

Insofern wendet sich das HIDALGO-Musik  an ein aufgeschlossenes klassisches Publikum, das Lust hat, sich in der Synthese von klassischer und moderner Musik dionysisch zu verlieren und zumindest eine Stunde lang durch ungewöhnliche Musik an außergewöhnlichen Orten den Alltag ganz zu vergessen.

Berlin – Das neue „Babylon Orchester Berlin“

Konzertkritik "Babylon Stummfilmorchester Berlin

Kino wie Oper mit Live-Orchester ist schon ein ganz besonderes Erlebnis, nur an einem Ort in Deutschland möglich, und zwar im Berliner Programm-Kino „Babylon“. 

Dieses Jahr wurde zum 90-jährigen Jubiläum des  „Babylon“  das Babylon-Orchester-Berlin gegründet.  Profis spielen Stummfilmmusik auf einem exzellentem Niveau. 16 bis 21 Musiker umfasst das Babylon-Hausorchester. 

Regensburg – Nenas „Nichts versäumt“-Konzert als Mega-Party

Nenas Konzert "Nichts versäumt" in Regensburg präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Unglamourös, aber sehr authentisch  und mitreißend begeistert Nena das Publikum bei den Regensburger Schlossfestspielen.

 Nena zündet wie eine Rakete. Von der ersten bis zur letzten Minute fetzt sie zwei Stunden lang über die Bühne, immer im direkten Kontakt zum Publikum, animiert, moderiert, hüpft, tanzt und singt, spielt zwischendurch selbst Gitarre. Ihre Fans lädt sie gleich zu Beginn ein vor der Bühne mitzutanzen, aufzustehen,  sie zu begrüßen und signalisiert freimütig. „Das ist mir zu wenig!“ Nena versprüht großzügig ihre Energie. Sie ist eine Frau, die macht, was sie will und gibt klare Ansage „Das is´ne Party, kein Theater“. 

München-Opernfestspiele-Standing Ovations für „Anna Netrebko“

Konzertkritik "Anna Netrebko" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Mit einem großen Fliederstrauß passend zum ersten Lied Rachmaninows „Vor meinem Fenster“ betritt Anna Netrebko die Bühne, und verzaubert vom ersten Ton das Publikum. Sie wählt vorwiegend unbekannte Arien, hat es nicht nötig mit großen Bestsellern zu funkeln. Gerade in der Schlichtheit ihrer Präsentation offeriert sich ihre grandiose Stimme und expressive Persönlichkeit. Durch die Überraschung des Unbekannten zwingt sie zum ganz genauen Zuhören und ermöglicht neue Entdeckungen, zum Beispiel die höchst poetischen Lieder Rimski-Korsakows. Zwanzig Arien singt Anna Netrebko, davon fast die Hälfte von russischen Komponisten. Über  Ramachaninows, Korsakows  und Tschaikowskys Melodien bringt sie ihre russische Seele zum Ausdruck, geprägt von der Sehnsucht der Liebe in allen Facetten.

München – Opernfestspiele „Erwin Schrott in Concert – Tango Diablo“

Erwin Schrott "Tango Diablo" in der Münchner Staatsoper präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

„Gracias a la vida“ singt Erwin Schrott als Zugabe, spricht kurz mit seinen Musikern noch das Timing ab, damit das begeisterte Publikum noch mehr euphorisiert wird, wenn es zum Klatschen und Mittanzen animiert wird. Das kommt selten vor in der Münchner Staatsoper und ist erfrischend mitreißend wie ein Popkonzert. 

Erwin Schrott ist nicht nur ein großartiger Bariton. Mit „Erwin Schrott in Concert“ beweist er sein Talent als Tangosänger, Entertainer, Moderator, Bandleader und Mentor talentierter Ausnahmemusiker und als Dramaturg mit dem richtigen Gespür für atmosphärische Verdichtung, plakative Visualisierung und einem publikumswirksamen Programm.

Landshut – Burgenfestspiele „Sinfoniekonzert VIII“ im Landestheater Niederbayern

Auf hohem Niveau „Sinfoniekonzert VIII“ mit Werken von Bach, Schubert bis Händel begeisterte bei den Burgfestspielen Mit einem Sinfoniekonzert, inzwischen das achte, das Generalmusikdirektor Basil H. E. Coleman auf die Bühne brachte, wurde die dritte Premiere der diesjährigen Burgenfestspiele stürmisch bejubelt. Das Programm präsentierte drei berühmte Orchestersuiten aus der barocken Unterhaltungsmusik von Bach und Händel und eine romantische Tondichtung von Franz Schubert. Schon nach kurzer Einspielphase fand die Niederbayerische Philharmonie einen sehr warmen Farbklang, der sich während des Konzerts durch die dynamische Spannkraft noch intensivierte. Nach der feierlich getragenen Eröffnung der Ouvertüre von Bachs dritter Orchestersuite, dem flotten, sich ausgaloppierenden Tempo der Geigen dazwischen, zum majestätischen Finale wieder versammelt zeigte schon das zweite Stück, „Air“, Bachs weltberühmtes Lied, wie einfühlsam die Niederbayerische Philharmonie intoniert, der Bass continuo dezent pulsiert, sich die Melodiebögen weiten und harmonisch ausklingen. Lebensfroh, mit tänzerischer Grandezza erklangen Gavotte, Bourée und Gigne. In der vierten Orchestersuite begeisterten die drei Oboenspieler durch satte Klangfarben und klare Melodieführung. Im Wechselspiel von Bläsern und den Streichern wurde Bachs „Mehrchörigkeit“ sehr gut hörbar. Einmal mehr bewies die Niederbayerische Philharmonie, dass Händels „Feuerwerkmusik“ nichts von ihrer bombastischen Expression verloren hat. Mit Pauken und Trompeten, untermalt vom Streichorchester steigerte sich hier höfischer Glanz zur fanfarischen und jubilierenden Empfangsmusik durchwirkt von getragen tänzerischer Eleganz. Im Wechsel der Instrumentalgruppen und durch feinfühlige Dynamik gelangen der Niederbayerischen Philharmonie raffinierte Effekte von Distanz und Nähe, Ruf und Echo, die Jagd-, Reiter- und Tanzszenarien assoziierbar machten. Franz Schuberts Sinfonie Nr. 9 d brachte nach der Pause die Verinnerlichung in einem Netzwerk filigraner Melodien als romantische Geschichten im großen Puls dynamischer Vielfalt mit auftrumpfenden Bläsern, fulminanten Tutti, langgezogenen Decresendi. Das Scherzo präsentierte sich in fröhlicher Berauschtheit und tänzerischer Drehfreudigkeit miteinander kommunizierender Instrumentalgruppen und das Allegro fand im Spannungsfeld zwischen auftrumpfenden Bläsern und klangharmonischen Tutti ein famoses Finale. Mit einem von Basil H. E. Coleman regelrecht choreographierten Aufstehen der einzelnen Musiker beim lang anhaltenden Schlussapplaus würdigte er charmant und schwungvoll die Leistung der Instrumentalisten. Michaela Schabel

©Peter Litvai/Landestheater Niederbayern Mit dem „Sinfoniekonzert VIII“ wurde die dritte Premiere der diesjährigen Burgenfestspiele stürmisch bejubelt. Das Programm präsentierte drei berühmte Orchestersuiten aus der barocken Unterhaltungsmusik von Bach und Händel  und eine romantische Tondichtung von Franz Schubert. Schon nach kurzer Einspielphase fand die Niederbayerische Philharmonie einen sehr warmen Farbklang, der sich während des Konzerts durch die […]

Dresden – Musikfestspiele „Klavierduo Lucas und Arthur Jussen“

Konzertkritik Lucas und Arthur Jussen präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

„Es ist, als wenn wir eine Person wären“, sagt Lucas über sich und seinen drei Jahre jüngeren Bruder Arthur. Dieser Satz trifft ins Schwarze. Die Körpersprache, die in ihrer ausladenden Expression  anfangs noch etwas pathetisch wirkt, verdichtet sich zum Ausdruck zweier Stürmer und Dränger, die im Nu das Publikum erobern. Sie spielen wie in Trance, im gleichen Puls, durch und durch als Einheit.
Von Klein auf spielen sie Klavier.  Aus den Wunderkindern Lucas (1993) und Arthur (1996) Jussen aus dem niederländischen Hilversum, ist ein Klavierduo der neuen Künstlergeneration geworden.

Dorfen – „Classic meets Flamenco“  mit  Luis Mariano & Florian David 

"Classic meets Flamenco" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Die ersten Gitarrenklänge, die ersten Rasgueados und man hört sofort, hier sind Könner auf der Bühne des Jakobrmayers in Dorfen. Trotz technischer Verstärkung klingt der Ton warm, klar, emotionalisieren die Melodien durch präzise Artikulation und rasante Dynamik. Schon beim ersten Stück, einer Malagueña, ein Palo aus dem Flamenco, offeriert sich Luis Mariano als variantenreicher Komponist, aus dessen Feder auch die Flamencokompositionen des zweiten Teils stammen. Alternierend  und gemeinsam vermitteln Luis Mariano und Florian David mit flirrenden Rasgueados die Welt der spanischen Musik, wobei Luis Mariano, meist mit geschlossenen Augen spielend, die Emotionalität der Musik über seine verinnerlichte Mimik noch verstärkt.

Berlin – „Nacht der Hörner“ im Pierre Boulez Saal

Für Schabel-Kultur-Blog besucht Michaela Schabel regelmäßig die Konzerte im Pierre-Boulez-Saal Berlin.

©Peter Adamik
Ganz im Dunkeln durchdringt ein Charles Koechlins „Monodie“ für Horn solo den Raum. Sofort zieht die Klangschönheit dieses Instruments das Publikum in seinen Bann. Unter der Konzeption und  musikalischen Leitung Radek Baboráks und der witzigen Moderation Klaus Wallendorfs gelang eine  faszinierende „Nacht der Hörner“ im Pierre Boulez Saal. Vom Solo über Duos, Trios, Quartetten, Oktetten waren bis zu 15 Hörner, teilweise mit Orgelbegleitung zu hören 

Dorfen – Jakobmayer – „Pasión de Buena Vista“

"Pasion de Buena Vista" präsentiert von schabel-kultur-blog.de

©MIchaela Schabel
Kuba hautnah! Kaum zu glauben ist, dass im Dorfener Jakobmayer die „Pasión de Buena Vista“ Station macht. Zwischen Koessen und St. Georgen in Österreich präsentieren 13 Kubaner und 3 Kubanerinnen die bekannteste Show Kubas. Es ist ihre 12. Europa-Tour mit inzwischen über 1000 Vorstellungen, wobei die Künstler auf der Webseite und den Plakaten nicht mehr mit der jetzigen Besetzung identisch sind.

Berliner Pierre-Boulez-Saal –  „Workshops für Sänger“ mit Thomas Hampson

Thomas Hampson im Boulez-Saa präsentiert schabel-kultur-blog.de

©Peter Adamik CLEAR
Junge Sänger der Meisterklasse nicht nur im Konzert, sondern auch im Unterricht zu erleben, war ein besonderes Ereignis in der der diesjährigen  „Schubert-Woche“ im Berliner Pierre-Boulez-Saal. 

Starbariton Thomas Hampson freute sich sichtlich, die Türen für interessierte Gäste im „wunderbaren“ Pierre-Boulez-Saal zum Mithören und Mitdenken zu öffnen.

Konzert – „Feliz Navedad – andalusische Nacht“

KOnzertkritik "Feliz Navedad" prästentiert schabel-kultur-blog.de

©Michaela Schabel
Statt besinnlichem Liedgut, amerikanischen Konsumsongs ist die andalusische Weihnacht erfrischend fröhlich. Der Erlöser ist geboren. Es wird gesungen, getanzt und getrunken in der heiligen Nacht. 
Mit seiner weichen, geheimnisvollen Stimme erzählt Ricardo Volkert „exklusive Tatsachen aus dem heiligen Stall“, historische Anekdoten und persönliche Erlebnisse.