Berlin – „VIVID Grand Show“ im Friedrichstadt-Palast

"Vivid-Grand Show" in Berlin präsentiert von schabel-kultur-blog.de

©Brinkhoff/Moegenburg
Las Vegas in Berlin? Durchaus, mit der internationalen Produktion „Vivid – Grand Show“ nach Text und Regie von Krista Monson aus Las Vegas,  übertrifft der Berliner Friedrichstadt-Palast alle bisher gezeigten Shows. Es ist eine Show optischer Superlative.  Phantastische Kostüme, exorbitante Hutkreationen, fantastische Akrobatik, rasante Revuetänze verdichten sich zu atemberaubenden  Bühnenperformances zwischen heroischen Kampfszenen und  lyrischen Momenten, komödiantischen Slapsticks und parodistischen Erotiksequenzen. Aufgepeppt mit einer gigantischen Lasershow über die riesige Bühne, um Seitenflügel erweitert bis mitten ins Publikum entwickelt sich eine einfache Geschichte, in der jeder Song eine neue Erlebniswelt entfaltet. 

Berliner Staatsballett „Celis/Eyal“

Doch die bewusste Langeweile, die tanzende Menschen unserer wie robotermäßige Schaufensterpuppen vorführt, wandelt sich schnell in magische Bewegungsrhythmik für sieben Tänzer und sechs Tänzerinnen allesamt in unisex Nacktoptik, nebelumhüllt. 

©Jubal Battisti
Eine Mann und eine Frau bewegen sich in immer gleich, reduziert auf ein paar ruckartige Bewegungen zu den monotonen, durchdringenden Elektrobeats wie eine gefühlte Ewigkeit. Scheppernde und schleifende Akustik (Musik Ori Lichtik) vermitteln die Schwere und Monotonie des Lebens wo der alle betroffen sind. Aus der Ferne nähert sich ein Pulk in gleicher Manier. Doch die bewusste Langeweile, die tanzende Menschen unserer wie robotermäßige Schaufensterpuppen vorführt, wandelt sich schnell in magische Bewegungsrhythmik für sieben Tänzer und sechs Tänzerinnen allesamt in unisex Nacktoptik, nebelumhüllt. 

Berliner Tanzfestival – Wayne McGregors „Autobiography“

schabel-kultur-blog.de präsentiert Tanzkritik Wayneik vom Tanzfestival Berlin "Waayne McGregor

©Andrey Uspenski
Mit seiner neuen Choreografie „Autobiography“ weist Wayne McGregor weit über die eigene 25-jährige Lebensgeschichte als Tänzer hinaus. In möglichen autobiografischen Momenten spiegelt sich in erster Linie das Leben ganz allgemein zwischen Individualität und Beziehung, Freiheit und Unterdrückung. 

Für zehn Tänzer entwickelte der renommierte britische Choreograph eine mitreißende, Szenencollage, eine Sequenz dynamischer als die andere. Seine eigene DNS ließ er für dieses Projekt entschlüsseln und spiralförmig verkreuzt in immer neuen Varianten ist auch diese Choreographie, die wie in einem zersplitterten unterschiedlichste Lebenssituationen zeigt. 

Berliner Tanzfestival – Isabelle Schad „Inside out“

schabel-kultur-blog.de berichtet über Tanzfestival Berlin

©Dajana Lothert
Isabelle Schad fusioniert in ihren Choreographien Tanz und skulpturale Kunst. Die drei Ebenen des Berliner Kindl, Zentrum für zeitgenössischen Tanz verwandelt sie in eine Tanzgalerie. Die Besucher können zwischen fünf Tanzperformances herum wandeln. Zu entdecken gibt es viel und man merkt, wie stark Isabelle Schads Choreographien von der Energetik des Aikido-Zen beeinflusst sind. 

Berlin „Tanz im August“  – „Trrr“ Uraufführung von und mit Thiago Granato

schabel-kultur-blog.de berichtet über Tanz im August in Berlin

©Sebastian Gabsch
Es bleibt hell. Thiago Granato, in Brasilien geborener Performer mit Wahlheimat Berlin, umschreitet das Bühnenquadrat im orangefarbenen, wassergefüllten Gummimantel.  Mit großen Schritten, spastischen Armbewegungen  schiebt er wie Darwins Homo Erectus sein Körpergewicht Runde um Runde nach vorn. Schweißperlen tropfen vom Kinn. Das Wasser gluckert. Er beginnt den rechten Arm zu schwenken, als wolle er sich Luft zufächeln, kauert sich in plötzlicher Dunkelheit  auf einem fahrbaren Tisch zusammen und streckt sich ganz langsam im Atemrhythmus in die Vertikale und wieder zurück, rollt rückwärts lauscht dem Schall seiner Codewörter und beginnt zum wuchtigen Sounddesign David Kiers ganz nackt und langsam seinen perfekten Körper in minimalistischen Mustern in einer einstündigen Performance zu bewegen.

Berlin „Tanz im August“  Ballet de l`Opéra de Lyon „Trois Grandes Fugues“ 

schabel-kultur-blog-de. präsentiert Tanzkritik Berlin "Trois Grandes Fugues"

©Stofleth
„Tanz in Berlin“ hat sich in drei Jahrzehnten zum führenden Tanzfestival in Deutschland entwickelt. Zum Auftakt des  30-jährigen Jubiläum präsentierte man ein Novum, drei Choreographien zu  Ludwig van Beethovens „Großer Fuge, op. 133“ getanzt vom Ballet de l´Opéra de Lyon.

Wie Beethovens „Großer Fuge“, seinerzeit wegen ihrer neuen Kompositionsprinzipien sehr umstritten war, heute ein Klassiker, der sehr modern klingt, so sind sind Choreographien von Anne Teresa De Keersmaeker, 1992 und Maguy Marin, 2001, renommierte Arbeiten im Rahmen der Historie des zeitgenössischen Tanzes.

Berliner Staatsballett „Herrumbe“ -getanzter Terror

Nacho Duato begeistert im Berliner Staatsballett mit seiner Choreographie „Herrumbe“  Unter dem Geknatter der Maschinengewehre zucken im Spotlight der Suchscheinwerfer angeschossene Menschen. Eine graue Monumentalmauer schiebt nach hinten, schafft in den Drehbewegungen immer neue Nischen des Schreckens. Terror davor, dahinter, darunter und am Schluss die Totenlichter darauf.

Nacho Duato begeistert im Berliner Staatsballett mit seiner Choreographie „Herrumbe“ 
©Fernando Marcos
Unter dem Geknatter der Maschinengewehre zucken im Spotlight der Suchscheinwerfer angeschossene Menschen. Eine graue Monumentalmauer schiebt nach hinten, schafft in den Drehbewegungen immer neue Nischen des Schreckens. Terror davor, dahinter, darunter und am Schluss die Totenlichter darauf.

Münchner Staatsballett „Anna Karenina“

schabel-kultur-blog präsentiert Ballettkritik Münchner Staatsoper "Alice im Wunderland"

©Wilfried Hösl
Tonal rattert ein Zug durch die Nacht. Alle trauern um Anna Karenina. Vom Schluss her choreografiert Christian Spuck Tolstois berühmten Roman „Anna Karenina“  mit dem Münchner Staatsballett, drei Jahre nach der Uraufführung in Zürich zum ersten Mal in Deutschland. Im Wechsel von Lutoslawskis Dissonanzen und Rachmaninows Herz-Schmerz-Musik (Sound-Collagen Martin Donner) gelingt eine mitreißendes  Erzählballett mit Fokus auf drei Liebespaare, die nicht nur schön tanzen, sondern mit schauspielerischer Expression die Facetten drei sehr unterschiedlicher Liebesbeziehungen authentisch berührend vermitteln und die glatte Eleganz des klassischen Balletts mit sinnlicher Leidenschaftlichkeit, der  Dramatik moderner Ausdrucksformen, grotesker Gestik  weiten. 

München-Staatsballett „Alice im Wunderland“

schabel-kultur-blog präsentiert Ballettkritik Münchner Staatsoper "Alice im Wunderland"

© Wilfried Hoesl
Münchner  Staatsballett tanzt  Wheeldons Choreografie „Alice im Wunderland“  als deutsche Erstaufführung als bezauberndes Musicalballett

Hier stimmt einfach alles. Choreografie, Musik, Bühne, Projektionen, Kostüme und Licht fusionieren zu einem Meisterwerk vertanzten Erzählballetts. Lewis Carrolls vielschichtigen Kinderroman „Alice im Wunderland“ (1865) verwandelte der neuklassische Erfolgschoreograf Christopher Wheeldon bereits 2011  in ein farbenfrohes Unterhaltungsspektakel für das Royal Ballet London in Kooperation mit dem kanadischen Nationalballett.

Berlin – Staatsballett „Doda/Goecke/Duato

schabel-kultur-blog mit Berliner Staatsballett Dodo Goercke Duato

©Fernando Marcos

Drei exzellente Ballette präsentiert das Berliner Staatsballett unter dem Label der Choreografen „Doda/Goercke/Duato“

Sie lieben das Ungewöhnliche, Überraschende,  sind Meister im tänzerischen Detail und der tänzerischen Atmosphäre. Die neue Premiere „Doda/Goecke/Duato“ im Berliner Staatsballett zeigt herausragende Tanzstücke dieser außergewöhnlicher Choreographen, deren Leistungen international durch Preise gewürdigt wurde. 
„Was bleibt?“ fragt Gentian Doda in seiner neuesten Choreographie, die an diesem Ballett uraufgeführt wurde.

Berlin-Staatsballett „Romeo und Julia“

Michaela Schabel besuchte für schabel-kultur-blog.de "Romeo und Julia" von Nacho Duato getanzt vom Berliner Staatsballett Unter den Linden

©Yan Revazov
Duatos präsentiert zum Abschied seine „Romeo und Julia“-Choreographie in der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Spannend, gefühlvoll, ausdrucksstark präsentiert Nacho Duato zum Schluss  seiner Intendanz am Berliner Staatsballett „Romeo und Julia“, das er bereits 1997 als sein erstes abendfüllendes klassisches Handlungsballett choreographierte. Inspiriert von Prokofieffs subtiler  leitmotivischer Musik setzt er dessen Tonbilder in ästhetisch zauberhafte Tanzsequenzen.

Regensburger Stadttheater „Shakespeare Dreams“

Ballettpremiere Regensburg Stadttheater Yuki Mori Shakespeare Dreams

© Bettina Stöß

Wovon Shakespeare träumt…Begeisterter Applaus für Yuki Moris und Alessio Buranis neue Balletturaufführung „Shakespeare Dreams“ im Regensburg.

Sechs nackte weiße Torsi, sechs Tänzerinnen und Tänzer  ganz in Schwarz mit weißen Halskrausen im Rhythmus von Julia Kents Cellokomposition „Overlook“ und man entrückt sofort in die Welt von „Shakespeare Dreams“. Wovon Shakespeare träumt, zeigt die neue  zweiteilige Uraufführung im Regensburger Velodrom. Michaela Schabel war für schabel-kultur-blog.de mit dabei