Landshut – „Narrative Lines“, Bilder von Anke Wohlfahrt im Kunstwerk

Ausstellung Anke Wohlfahrt im Kunstwerk präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Einmal gesehen prägen sich die großformatigen Bilder von Anke Wohlfahrt, die sie zur Zeit im Landshuter Kunstwerk ausstellt, stark ins Gedächtnis ein. Ihre Bilder entwickeln tatsächlich „Narrative Lines“, entführen durch die Menschen und Landschaften, die sie malt, in die Weite des Bewusstseins des Betrachters. Die Seele beginnt zu schwingen. Das liegt an Anke Wohlfahrts dynamischen Malstil, ihren diffusen Lichtstimmungen, farbigen Finessen und an der Ausstrahlung ihrer narrativer Motive… 

Vorankündigung – „Lieder ohne Gesang mit erfolgreichen VerliererInnen“ präsentiert vom Münchner Hidalgo-Festival

Hildalgo-Festival, Fuck Up Nights präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Scheitern ist heutzutage kein Tabu mehr. Ganz im Gegenteil! In sogenannten „Fuck Up Nights“ erzählen erfolgreiche Menschen, welche Fehler sie machten, welche Niederlagen sie dadurch einstecken mussten, wie sie nicht mehr weiterwussten. Das Format kommt ursprünglich aus Mexiko und ist inzwischen weltweit, vor allem in der Startup-Kultur beliebt. Am 9. Mai ist zum ersten Mal beim diesjährigen Münchner Hidalgo-Festival dieses Format zu erleben, wenn auch nicht mit Uli Hoeneß, Karl-Theodor zu Guttenberg, Dieter Bohlen oder Donald Trump, sondern mit…

„theaternetzwerk.digital“- digitale Bühnenvisionen im Verbund

theaternetz.digital präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Die Digitalisierung der Kultur schreitet voran und ist längst kein Nebenschauplatz unseres täglichen Lebens mehr und beeinflusst seit der Pandemie ganz besonders stark das Wirken auf der Bühne.

15 Theater im deutschsprachigen Raum haben sich deshalb zum theaternetzwerk.digital zusammengeschlossen, um sich dem digitalen Kulturwandel auf der Bühne zu stellen. Initiiert wurde das theaternetzwerk.digital vom der Akademie Dortmunder Akademie für Theater und Digitalität und vom Theater Augsburg.  Ziel ist es, Wissen und Erfahrungen im Bereich Digitaltheater und Theaterdigitalisierung auszutauschen…

Tübingen – „Karin Sander. Office Works“ – Konzeptkunst in der Kunsthalle 

Ausstellung Karin Sander in Tübingen präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Wie verändert sich unsere Gesellschaft? Wie kann man sie visualisieren?  Genau diesen Fragen spürt Karin Sander nach. Sie entdeckt im ganz Alltäglichen die Kippsituationen des Wandels und hat damit in den letzten vier Jahrzehnten die strikte Haltung der Konzeptkunst der 1960er Jahre durch prozesshaft-partizipatorische Ansätze entscheidend erweitert. 
Ein 3D-Farbscan-Selbstbildnis, verzwergt in eine 70 Zentimeter große in Gipsskulptur, dupliziert als spiegelverkehrte- Vis-a-Vis-Zwillinge, stehen für Karin Sanders ironisch heitere Betrachtung der Welt…

Vorankündigung – „Dekalog“ vorerst als Stream-Premiere im Münchner Residenztheater

"Dekalog" im Residenztheater präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Wieder wirbelt der dritte Lockdown die bereits parat liegenden  Spielpläne der deutschen Bühnen durcheinander. Der heiß erwartete Bühnenstart im April wird noch einmal  verschoben. Das Residenztheater zeigt deshalb die neue Premiere „Dekalog“ nach dem 1983 international gefeierten Filmzyklus sozusagen als Sneak Preview am 25. April vor der Bühnenpremiere. Auf die Inszenierung von Calixto Bieito im Residenztheater darf man gespannt sein. „Was, im Innersten, ist richtig und was ist falsch?“…

Landshut – „I cried for you. Storytelling Jazz“ in den Kammerspielen 

"I cry for you.Storytelling Jazz" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Das kleine Format der Landshuter Kammerspiele  „I cried for you. Storytelling Jazz“ entwickelt auch als Live-Stream einen swinging Charme. Die junge Sängerin Alma Naidu ist optisch eine sehr aparte, natürliche Erscheinung mit großer Bühnenpräsenz, und ausbaufähigem Stimmvolumen. Lässig, unaufgeregt interpretiert sie die Evergreens diverser Jazzgrößen zusammen mit Tizian Jost, der am Piano mit viel Raum zum Improvisieren sein Können zeigt. Sehr akzentuiert und schwungvoll moderiert Nicola Trub mit biografischem Hintergrundwissen aus dem Liebesleben der Jazz-Stars und einigen Schlagworten, was der Jazz erzählt. “I cried for you“ ist mehr als die Sehnsucht nach der Liebe. Es ist die Leidenschaft für den Jazz, in dem sich allerdings immer wieder das Auf und Ab der Liebe spiegelt …

München – „Die Sonne um Mitternacht schauen“ – Werke der Gegenwartskunst in der Städtischen Galerie im  Lenbachhaus

Ausstellung "Die Sonne um Mitternacht schauen" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Die Fotografin Katharina Sieverding interessierte immer das große Ganze in Politik und Gesellschaft und die Wirkung des Bildes in digitalen Zeiten. Groß waren ihre Formate, rätselhaft wissend ihre Werkserien nach dem Motto „die Sonne um Mitternacht schauen“, das jetzt als Titel für eine umfangreichen Ausstellung der Gegenwartskunst im Münchner Lenbachhaus entliehen wurde. 
Zu sehen sind ausschließliche Arbeiten von Künstlerinnen mit Fokus auf verschiedene Positionen und Schwerpunkte feministischer Kunst, darunter Werke aus der hauseigenen Sammlung, aber auch erstmals zu sehen die Neuerwerbungen und Schenkungen der letzten Jahre.
Manches kennt man wie die feministischen Happenings von Valie EXPORT in den 1960er Jahren, die tristen DDR-Fotografien von Helga Paris oder die Körperbewusstseinsmalerei von Maria Lassnig, aber vieles gibt es zu entdecken und wird durch die ausgehängten Begleittexte bei Bedarf prägnant erklärt…

Vorankündigung – „Webern, Gulda und Mozart“ – 5. Sinfoniekonzert in der Komischen Oper Berlin

5. Sinfoniekonzert an der Komischen Oper präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Nach den künstlerisch und pandemie-hygienisch gelungenen Berliner Pilotprojekten im Berliner Ensemble und in der Berliner Philharmonie sind analoge Aufführungen auf der Bühne schon wieder gestoppt. Einen musikalischen Tapetenwechsel bringt ab heute, 9. April, das Orchester der Komischen Oper Berlin mit seinem 5. Sinfoniekonzert. 
Am Dirigentenpult steht erstmals James Gaffigan, „rising star“ aus den USA… 

Berlin – „Buffers“  im Contemporary Fine Arts 

Ausstellung "Buffers" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Zuweilen nutzen auch die Berliner Galerien Synergieeffekte. So zeigt die Galerie „Schiefe Zähne“, verortet am Prenzlauer Berg, zur Zeit einige ihrer Künstler unter dem Label „Buffers“ in der Galerie  Contemporary Fine Arts in Charlottenburg. Die meisten der ausgestellten Arbeiten zeigen Kunst im öffentlichen Raum. Unterführungen, Autobahnschilder, Straßenbeleuchtung, Drehtüren, Außenwerbung, geflieste Fassaden werden zu Bild- und Objektträgern, die in der Galerie ein neues Szenarium aufbauen, das das Verhältnis von Wirklichkeit und Fiktion hinterfragt…

„Aufstehen für die Kunst“ – Ein Plädoyer für die Kunst 

"Aufstehen in der Kunst" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Die Künste sind per se sehr individuell, nicht minder die KünstlerInnen. Sie haben ganz unterschiedliche Ausdrucksmittel, aber keine Stimme, die sie vertritt. Groß war der Aufschrei, als im Lockdown Oper, Theater und Museen als Freizeitbeschäftigungen mit Fitnessstudios und Bordellen gleichgesetzt wurden, was einmal mehr die Ignoranz der Politiker gegenüber der Kultur unter Beweis stellte. Aber erst jetzt im dritten Lockdown nach einem Jahr existentieller Perspektivlosigkeit reichen vier Künstler aus dem klassischen Musikgenre eine Verfassungsklage ein. Christian Gerhaher, hervorragender Lied- und Operninterpret, Kevin Conners, seit 1990 Tenor an der Bayerischen Staatsoper, Charaktertenor Wolfgang Ablinger-Sperrhacke und Hansjörg Albrecht, Leiter des Münchner Bach-Chors wollen wissen, welchen Schaden die Kultur seit dem zweiten Lockdown im November genommen hat, obwohl es bereits schützende Hygienekonzepte gab. Das „Salzburger Modell“…

Thüringen – Bundesgartenschau in  Erfurt – mit fragwürdiger Werbekampagne

Buga 2021 präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

„Erfurt erblüht“ – Die diesjährige Bundesgartenschau kehrt nicht nur zu ihren Ursprüngen in die grüne Landeshauptstadt Thüringens zurück, sondern präsentiert sich zwischen Blumenfeldern, Parks und historischen Kulissen auch an 25 Außenstandorten. Bereits 1865 fand in Erfurt die erste internationale Gartenschau statt. In der traditionellen Blumenstadt und Metropole des Gartenbaus erlebt man im Rahmen der Bundesgartenschau (BUGA) Erfurt 2021, vom 23. April bis 10. Oktober 2021, eine einzigartige Ausstellung der Gartenkunst auf 430.000 m² mit einer noch nie dagewesenen Varietät blühender Exponate, zahlreichen gärtnerischen Höhepunkten und einer nachhaltigen Aufwertung der „grünen Infrastruktur vor. Allerdings verwundert die Fotowerbekampagne allzu sehr affin zu derzeitigen Drogeriemarkt-Werbefotos. Zumindest setzt die Buga 2021, sollte Ihre Erföffnung tatsächlich stattfinden ein hoffnungsvolles Zeichen wieder wie in „normalen“ Zeiten die Schönheit der Natur in besonderem Rahmen erleben zu dürfen…