La Reunion – die beste Vanille der Welt

La Reunions präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

©Michaela Schabel
La Reunion produziert zwar nicht mehr die meiste, aber die beste Vanille. An der Südostküste wird Vanille Bleue angebaut, derzeit die beste weltweit. Nein, die „Vanille Bleue“ ist nicht blau. Blau ist nur das Qualitätszeichen, das auf einer alten Redewendung beruht.  In La Reunion wurden früher besondere Pflanzen, die Gesundheit versprachen, als „blaue“ Pflanzen bezeichnet. 

München – Christopher Rüpings „Dionysos Stadt“ beim Berliner Theatertreffen

Theaterkritik "Dionysos Stadt" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

©Julian Baumann
Die ganze Orestie an einem Theaterabend, damit sorgt  Regisseur  Christopher Rüping gelungen, was er wollte, für Aufsehen im Theaterbetrieb. „Wenn schon jeder Castorf acht Stunden dauert, dann doch lieber zehn“. Wie zu erwarten wurde sein in den Münchner Kammerspielen bejubeltes  Antikenprojekt „Dionysos Stadt“ von der Einladung zum Berliner Theatertreffen gekrönt und in den Räumlichkeiten der Berliner Festspiele  zwischen kostenloser Bewirtung und Abtanzen in den Pausen zum Mega-Event.

Berlin – „Jack´s Jack“ – Jack Whittens erste Einzelausstellung in Deutschland  im Museum der Gegenwart, Hamburger Bahnhof

Ausstellung Jack Whitten präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

©MIchaela Schabel
Über die Titel und seine Lebensgeschichte erschließen sich die Bilder Jack Whittens. Zum ersten Mal sind die Bilder des Afroamerikaners in Deutschland zu sehen. Er konnte diese Ausstellung nicht mehr erleben,  verstarb 2018 . So wird „Jack´s Jack“ zum großen Memorial, mit Fokus auf seine „Gifts“ (Gaben), so bezeichnete er seine Bilder, die er oft seinen Freunden und Vorbildern aus Kunst, Musik und Politik widmete. „Wenn ich jemandem ein Bild widme, ist das meine Art, zu honorieren, dass bestimmte Menschen als Geist und Energie gelebt haben.“ Mit seinen Bildern will Jack Whitten die Energie dieser Menschen vermitteln. Seine Bilder sind wie Totem, haben Aura, tief durchpulst von seiner afroamerikanischen Seele.

Berlin – Andreas Mühes „Mischepoche“ im Hamburger Bahnhof

Ausstellung Andreas Mühes "Mischepoche" von www.schabel-kultur-blog.de

©Andreas Mühe
In zwei riesigen Fotografien blicken sich die Familienmitglieder Andreas Mühes väterlicher- und mütterlicherseits vis-a-vis im dunkelgrau gehaltenen Ausstellungsraum an. Andere Fotografien  eröffnen den Blick auf den Prozess des Projekts, 92 davon im gleichen Format, wie eine aufgefaltete Seite auf drei Wänden geordnet mit rhythmisierten Motivwiederholungen, allesamt analog fotografiert ohne digitale Bearbeitung. Da nicht mehr alle Familienmitglieder leben, der Vater und zwei seiner drei Frauen, die Schauspielerinnen Jenny Gröhlmann und Susanne Lothar, ließ Andreas Mühe über eine Londoner Firma, die auch für Madame Tussauds arbeitet, täuschend ähnliche Modelle in Originalgröße für die Familienfotos nachbilden.

Landshut – Galerie LAProjects – Enzo Cucchi

20 Jahre war Enzo Cucchi, der Meister der italienischen Avantgarde, in Deutschland nicht zu sehen. Jetzt präsentiert er seine Meistergrafiken aus vier Jahrzehnten in der Galerie LA Projects.Galerist Jörg Ludwig lernte Enzo Cucchi vor vielen Jahren bei einer Ausstellungseröffnung in New York kennen. Jetzt zum 75. Geburtstag erfüllt sich Jörg Ludwig seinen ganz persönlichen Traum, die Arbeiten Enzo Cucchis zu Gast zu haben. 

©Michaela Schabel
20 Jahre war Enzo Cucchi, der Meister der italienischen Avantgarde, in Deutschland nicht zu sehen. Jetzt präsentiert er seine Meistergrafiken aus vier Jahrzehnten in der Galerie LA Projects.Galerist Jörg Ludwig lernte Enzo Cucchi vor vielen Jahren bei einer Ausstellungseröffnung in New York kennen. Jetzt zum 75. Geburtstag erfüllt sich Jörg Ludwig seinen ganz persönlichen Traum, die Arbeiten Enzo Cucchis zu Gast zu haben. 

Berliner Theatertreffen – Simon Stones „Hotel Strindberg“ als Kooperation des Wiener Burgtheaters und des Theaters Basel 

Theaterkritik "Hotel Strindberg" bei Berliner Theatertreffen präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

©Reinhard Werner/Burgtheater
Groß angekündigt und würdig befunden  das Berliner Theatertreffen 2019 zu eröffnen, enttäuscht „Hotel Strindberg“. Vier Stunden streiten sich unterschiedliche Paarkonstellationen in verschiedenen Hotelzimmern, wobei der Zuschauer voyeuristisch partizipiert. 

München – Oper Incognita – Puccinis „Tosca“

Statt der Ouvertüre öffnet sich der rote Samtvorhang im Dorfener Jakobmayer-Jugendstilsaal und Tosca singt ein beschwingtes Chanson. Es wird in melancholischer Abdunklung zum Leitmotiv zwischen den Akten einer überaus spannenden „Tosca“-Inszenierung, mit der die Opera Incognita in Dorfen bei der Vorpremiere begeisterte. Mit einem Miniorchester  von nur sieben Instrumenten und verringerten Nebenrollen auf der Bühne stemmt die Opera Incognita Puccinis rasante „Tosca“ in einer Bearbeitung von Ernst Bartmann, dem musikalischen Leiter,

©Oper Incognita
Statt der Ouvertüre singt Tosca ein beschwingtes Chanson. Es wird in melancholischer Abdunklung zum Leitmotiv zwischen den Akten einer überaus spannenden „Tosca“-Inszenierung, mit der die Opera Incognita begeistert. Mit einem Miniorchester  von nur sieben Instrumenten und verringerten Nebenrollen auf der Bühne stemmt die Opera Incognita Puccinis „Tosca“ in einer rasanten Bearbeitung von Ernst Bartmann, dem musikalischen Leiter.

Landestheater Niederbayern – Wagners „Rheingold

Opernkritik "Rheingold" präsentiert von schabel-kultur-blog.de

©Peter Litvai/Landestheater Niederbayern
Das Theaterzelt ausverkauft, das Orchester erhöht, die Bühne groß, das Publikum überaus konzentriert, baut sich selten gefühlte Spannung im Landshuter Theaterzelt auf. Wagners „Ring“-Projekt in Landshut ist zweifelsohne ein Mammutprojekt, das das Landestheater Niederbayern in seiner musikalischen Bedeutung überregional aufwertet.  Zwischen riesigen Bibliothekswänden wird das erste Kapitel der Mythengeschichte aufgeschlagen, Wagners Sicht auf die  große nordische Sagenwelt, seine Kombination von „Edda“ und „Nibelungensage“, die er in seiner „Ring“-Tetralogie mit „Rheingold“, „Die Walküre“, „Siegfried“ und „Götterdämmerung“ in einzigartiges Musikwerk verwandelte, dessen roter Faden der Fluch der Macht ist. Die Liebe verliert, wer sich der Macht verschreibt. Der Goldring als Ausdruck der Macht führt ins Verderben. 

Landestheater Niederbayern – Das Abschiedsdinner

Theaterkritik "Das Abschiedsdinner" präsentiert von schabel-kultur-blog.de

Wenn 35 % der freien Abende für Einladungen mit Freunden verplant sind, „braucht man einen Freundschaftsschutzschirm“. So argumentiert zumindest Pierre gegenüber seiner Frau Clotilde.
Foto:/Peter Litvai/Landestheater Niederbayern
Mit einem „Abschiedsdinner“ will er nach 30 Jahren Freundschaft  Antoine loswerden Clotilde ist begeistert. Endlich mehr Zeit füreinander, für neue Freunde, für neue Inspirationen und Überraschungen. 

Berliner Volksbühne – Gastspiel Schauspiel Hannover „Die Edda“

Theaterkritik "Die Edda" präsentiert von schabel-kultur-blog.de

©Katrin Ribbe
Vernebelt, nur ein Feuer flackert in der Ferne, sonore Musik entführt in den Weltenbeginn. Die Seherin Völva erzählt in einem 20-minütigen Monolog den Edda-Mythos von der Entstehung der Welt. Das Feuer wandelt sich in eine winzige Sonne, die den Nebel erhellt, Konturen eines riesigen Baumstammes und von Menschen in verschneiter Landschaft sichtbar macht. „Wisst ihr, was das bedeutet?“ Die Frage wird zum Leitmotiv. Ja, was bedeutet „Die Edda“?