"Kultur macht glücklich"


  • Berlin – Luigi Nonos Oper „Intolleranza“ an der Komischen Oper – eine ungewöhnliche Inszenierung

    Veröffentlicht am:

    von

    Berlin – Luigi Nonos Oper „Intolleranza“ an der Komischen Oper – eine ungewöhnliche Inszenierung

    Mit einer Schnee-Eis-Landschaft im Parkett überrascht das neue Intendantenpaar Susanne Moser und Philip Bröking bei der ersten gemeinsamen Premiere. Ganz in Weiß gehüllt bis hinauf zu den Rängen wirkt der Zuschauerraum zur Metapher vereister Menschlichkeit. Einige Besucher sitzen am Rand des Parketts in weißen Hemdchen als Erweiterung der Eiswüste, alle anderen auf der Bühne und…



  • München – Philip Glass’ Oper „Akhnaten“ als Inszenierung der Opera Incognita im Museum Ägyptischer Kunst 

    Veröffentlicht am:

    von

    München – Philip Glass’ Oper „Akhnaten“ als Inszenierung der Opera Incognita im Museum Ägyptischer Kunst 

    Und wieder entdeckt die Opera Incognita einen ungewöhnlichen Aufführungsort in München. Perfekt passt Philip Glass’ Oper „Akhnaten“, deutsch „Echnaton“ (1984) nach „Einstein on the Beach“ (1975) und „Satyagraha“ über Mahatma Gandhi(1979) mit dem ägyptischen Sonnenkönig „Echnaton“ die letzte seiner Porträt-Trilogie. Gemeinsamer Nenner sind die Visionen dieser Persönlichkeiten, mit denen sie eine historische Zeitenwende einleiteten. Unter…



  • Salzburger Festspiele 2022 – Mozarts „Die Zauberflöte“ als Coming-Up-Geschichte im Traumformat um militärische Ebene erweitert

    Veröffentlicht am:

    von

    Salzburger Festspiele 2022 – Mozarts „Die Zauberflöte“ als Coming-Up-Geschichte im Traumformat um militärische Ebene erweitert

    Und immer wieder funktioniert die Idee, sperrige Opernhandlungen über ein geschicktes Oszillieren zwischen Realität und Traumwelt in eine selbstverständliche Logik zu bringen. Dass Lydia Steiers Version bei den Sommerfestspielen 2018 jetzt noch einmal als Neueinstudierung mit einigen Aktualisierungen auf dem Programm steht, überrascht. Lust auf kurzweilige Unterhaltung oder Sparmaßnahmen, das sei dahingestellt. Das Premierenpublikum war…



  • München – Richard Strauss’ „Capriccio“ in der Bayerischen Staatsoper funkt nicht wirklich

    Veröffentlicht am:

    von

    München – Richard Strauss’ „Capriccio“ in der Bayerischen Staatsoper funkt nicht wirklich

    Krieg war bei der Uraufführung in München 1942. Krieg herrscht in der Ukraine jetzt bei der deutschen Premiere von Richard Strauss’ letzter Oper „Capriccio“. Was 1942 angesichts sich abzeichnenden Niedergangs in Stalingrad noch als sensationelle Unterhaltungsoper gefeiert wurde, wirkt heute etwas blutleer, obwohl die Inszenierung, eine Produktion der Opéra National de Lyon in Koproduktion mit…



  • Landshut – Verdis „Die Macht des Schicksals“ bei den Burgenfestspielen des Landestheaters Niederbayern 

    Veröffentlicht am:

    von

    Landshut – Verdis „Die Macht des Schicksals“ bei den Burgenfestspielen des Landestheaters Niederbayern 

    Schon die Ouvertüre lässt aufhorchen. Unter dem temperamentvollen Dirigat von Basil H. E. Coleman drängt die Niederbayerische Philharmonie voran und lässt Verdis mitreißendste Komposition zwischen wunderbaren Kantilenen, militärischen Märschen, religiösen Chorälen aufleuchten. Die Klarinette spielt wunderschön die dunkel gefärbte melancholische Grundstimmung an, abgelöst von der ersten Geige in den helleren Motiven und später immer wieder…



  • München – Krzysztof Pendereckis „Die Teufel von Loudun“ in der Staatsoper 

    Veröffentlicht am:

    von

    München – Krzysztof Pendereckis „Die Teufel von Loudun“ in der Staatsoper 

    Exorzismus und Folter zu Beginn der diesjährigen Münchner Opernfestspiele ist schon eine klare Ansage. Man will nicht bespaßen, sondern auf die Unmenschlichkeit von Systemen verweisen. Schon mit Schostakowitschs „Die Nase“ gelang Intendant Serge Dorny ein klares Statement gegen diktatorische Macht und Mitläufer. Jetzt konfrontiert er mutig das Münchner Opernpublikum mit Pendereckis „Die Teufel von Loudun“…



  • Berlin – Schrekers „Der Schatzgräber“ – eine Entdeckung an der Deutschen Oper

    Veröffentlicht am:

    von

    Berlin – Schrekers „Der Schatzgräber“ – eine Entdeckung an der Deutschen Oper

    Schreker selbst ist „Der Schatzgräber“. Man muss die Zeit miteinbeziehen, als er diese Oper 1916 – 1918 mitten im Ersten Weltkrieg komponierte, um dieses höchst symbolische Werk zu verstehen. Der Märchenstoff decouvriert sich als Horrorgeschichte, statt Happyend Tragik. Schreker gräbt nach den musikalischen Schätzen seiner Epoche zwischen Impressionismus und Expressionismus, Symbolismus und Futurismus, führt sie…



  • München – „Bo Skovhus“ als bayerischer Kammersänger ausgezeichnet

    Veröffentlicht am:

    von

    München – „Bo Skovhus“ als bayerischer Kammersänger ausgezeichnet

    Bayerischer Kammersänger oder bayerische Kammersängerin wird man nur auf Vorschlag der Bayerischen Staatsoper durch Ernennung seitens des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. Voraussetzung sind vorragende künstlerische Leistungen und eine Präsenz von mindestens fünf Jahren. Jetzt wurde dem dänischen Bariton Bo Skovhus (*1962) diese Ehre zuteil…



  • Bayreuth – Glucks „Alceste“ in einer mitreißenden Version bei den Gluckfestspielen im Markgräflichen Opernhaus

    Veröffentlicht am:

    von

    Bayreuth – Glucks „Alceste“ in einer mitreißenden Version bei den Gluckfestspielen im Markgräflichen Opernhaus

    Mit mitreißend tänzerischer Dynamik, überaus subtil und transparent dirigiert, gespielt und gesungen entdeckt Michael Hofstetter in einer Koproduktion mit dem Theater Pilsen als Höhepunkt der diesjährigen Gluckfestspiele den Reiz der schlichten italienischen Urfassung von „Alceste“ (1767), mit der Gluck den Weg zur Reformoper beschritt…



  • München – Berlioz’ „Les Troyens“ in der Bayerischen Staatsoper langweilt

    Veröffentlicht am:

    von

    München – Berlioz’ „Les Troyens“ in der Bayerischen Staatsoper  langweilt

    Mit Spannung erwartet, enttäuschte die Premiere von Berlioz. Die letzte Inszenierung von „Les Troyens“ in der Bayerischen Staatsoper München liegt 20 Jahre zurück. Einen derartigen Buhsturm für die Regie gab in der Staatsoper schon lange nicht mehr zu hören. Mit homophilen Softpornos im Großformat konfrontiert zu werden war nicht nur in Anbetracht des hohen Durchschnittsalters…



  • Gluckfestspiele – „Orpheus und Eurydike“ in der Tanzversion von Pina Bausch

    Veröffentlicht am:

    von

    Gluckfestspiele – „Orpheus und Eurydike“ in der Tanzversion von Pina Bausch

    Eigens für die Festspiele wurde Pina Bauschs Tanzoper „Orpheus und Eurydike“ mit größtmöglicher Authentizität neu einstudiert. Josephine Ann Endicott, einst Tänzerin, jetzt die künstlerische Leiterin, bekannte: „Die Bewegungen sind noch in mir gespeichert. Mein Körpergefühl kann sie noch gut zeigen, darum brauche ich kein Regiebuch.“



  • Berlin – Richard Strauss’ „Elektra“ in der Deutschen Oper

    Veröffentlicht am:

    von

    Berlin – Richard Strauss’ „Elektra“ in der Deutschen Oper

    „Elektra“ hat es zwar nie in Freuds Psychologie zu einem Fachbegriff wie der „Ödipus“-Komplex gebracht, aber der Mythos um „Elektra“ ist nicht minder dramatisch und wird in der Deutschen Oper Berlin in der inzwischen 15 Jahre alten Inszenierung von Kirsten Harms und unter der musikalischen Leitung von Ulf Schirmer nach wie vor bejubelt. Großartig ist…



  • Landshut – „Die Walküre“ im Landestheater Niederbayern – Begeisterter Applaus für die beeindruckende Inszenierung

    Veröffentlicht am:

    von

    Landshut – „Die Walküre“ im Landestheater Niederbayern – Begeisterter Applaus für die beeindruckende Inszenierung

    Ein gigantisches Bücherregal verweist auf die üppige Rezeptionsgeschichte von Wagners 4-teiligem Ring-Mythos’, dessen dritter Teil „Die Walküre“ im Landestheater Landshut bei der Premiere begeistert bejubelt wurde. Raffinierte Lichtregie und Projektionen spannen den Bogen von sagenumwobenen Vorzeiten in die digitale Gegenwart. Es hat sich nicht viel verändert bezüglich der menschlichen Abhängigkeiten, nur die Systeme sind andere.…



  • München – „Das Liebesverbot“ – Richard Wagners zweite Oper im Sugar Mountain in einer Inszenierung der Opera Incognita 

    Veröffentlicht am:

    von

    München – „Das Liebesverbot“ – Richard Wagners zweite Oper im Sugar Mountain in einer Inszenierung der Opera Incognita 

    Der deutsche Statthalter von Sizilien verbietet seinen Bürgern bei Todesstrafe Karneval zu feiern, um die Sitten zu schützen. Claudio ist das erste Opfer. Er wird zum Tode verurteilt, weil er seine Geliebte geschwängert hat. Seine Schwester Isabella rettet ihn mit einer raffinierten Intrige, wobei der Statthalter und sein Handlanger, der Polizeichef, selbst gegen das Liebesverbot…



  • Landshut – Vivaldis „Herkules am Thermodon“ im Landestheater Niederbayern

    Veröffentlicht am:

    von

    Landshut – Vivaldis „Herkules am Thermodon“ im Landestheater Niederbayern

    Ein Fuchsschwanz, Symbol der Männlichkeit, wird abgefackelt. Was sich als emanzipatorische Barockoper anfangs entfaltet, bleibt singuläres Ereignis und kehrt auch in der flott satirischen Inszenierung von Vivaldis Oper „Herkules am Thermodon“ am Landestheater Niederbayern in traditionelle Raster zurück, wenn Antiope mit dem Herkules´ Fuchsschwanz fröhlich wedelt. Die Männer haben eben doch Oberwasser …