"Kultur macht glücklich"


  • Regensburg – Imposante Uraufführung von Anton Lubchenkos Oper „Wir“

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    Regensburg – Imposante Uraufführung von Anton Lubchenkos Oper „Wir“

    „Erschüttert vom Krieg, gerade deshalb ist friedliches Miteinander auf der Bühne wichtig“ unterstrich Mathias Schloderer, kaufmännischer Leiter des Theater Regensburg, in Vertretung des Intendanten die politische Bedeutung der Uraufführung von „Wir“. Dreimal wegen der Pandemie verschoben. Jetzt von den Ereignissen in der Ukraine überschattet bekommt Lubchenkos neue Oper nach Jewgeni Samjatins Roman „Wir“ (1920) eine…



  • München – Haydns „L’infedeltà delusa“ im Cuvilliéstheater

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    München – Haydns „L’infedeltà delusa“ im Cuvilliéstheater

    Welche Rolle spielt die Frau in einer patriachalischen Gesellschaft? Generationen von Dichtern und Komponisten setzten sich damit auseinander. Man kennt das Motiv. Der Vater will seine Tochter reich verheiraten. Die liebt einen anderen und trickst den Vater aus. In Haydns Burletta „L’infedeltà delusa“ ist es Sandrina, die mit der Geliebten ihres künftigen Gemahls Vespina die…



  • Vorankündigung – „Gluck-Festspiele 2022“ – ein hochklassiges Programm mit Tanz, neuen Talenten und einem Musikkabarett in der Metropolregion Nürnberg

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    Vorankündigung – „Gluck-Festspiele 2022“ – ein hochklassiges Programm mit Tanz, neuen Talenten und einem Musikkabarett in der Metropolregion Nürnberg

    Ein toller Typ, dieser Gluck! Als 16-jähriger von zu Hause weggelaufen Richtung Wien und Italien, brachte er sich mit der Maultrommel durch, tief verankert in der Volksmusik, und wurde zum Barockstar und von Michael Hofstetter revitalisiert. Als Leiter der Gluck-Festspiele ist er derzeit wohl der profundeste Gluck-Kenner.  „Glucks Musik ist atemberaubend“, sein Stellenwert eine wichtige…



  • München – „Jonny spielt auf“ im Gärtnerplatztheater 

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    München – „Jonny spielt auf“ im Gärtnerplatztheater 

    Mit dem Satz „Wollen wir niemals wieder in die Situation kommen, in der die Situation spielt“ wurde das Publikum von Intendant Josef E. Köpplinger vor der Premiere begrüßt und zielte über das Schicksal des Komponisten Ernst Krenek auf die heutige Krisensituation in Osteuropa. 1927 wurde Krenek mit seiner Oper „Jonny spielt auf“ über Nacht berühmt.…



  • München – Benjamin Brittens Oper „Peter Grimes“ großartig inszeniert an der Bayerischen Staatsoper

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    München – Benjamin Brittens Oper „Peter Grimes“ großartig inszeniert an der Bayerischen Staatsoper

    Wind pfeift. Die Brandung rollt. Möwen gurren. Die Dorfbewohner versammeln sich im Gerichtssaal, ein großer Steinbau, Gemeindesaal, später Bootsraum, Kneipe, Kirche. Sonnenstrahlen hellen die Atmosphäre auf. Aber die Stimmung in Benjamin Brittens erster Oper „Peter Grimes“ 1944 noch während des Zweiten Weltkrieges geschrieben, 1945 uraufgeführt, bleibt düster. Der Fischer Peter Grimes wird zum Sündenbock der…



  • München – Leoš Janáčeks „Das schlaue Füchslein“ großartig in der Staatsoper inszeniert und dirigiert

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    München – Leoš Janáčeks „Das schlaue Füchslein“ großartig in der Staatsoper inszeniert und dirigiert

    Als Traum in jeder Beziehung entwickelt sich Leoš Janáčeks „Das schlaue Füchslein“ in der Münchner Staatsoper. Regisseur Barrie Kosky und Dirigentin Mirga Gražinytė-Tyla gelingt eine bezaubernde Interpretation, die genau ins Schwarze trifft, was sie im Vorfeld und auch Leoš Janáček beabsichtigen, das Menschliche in den Tieren zu sehen und das Tierische im Menschen. Sehr subtil…



  • Berlin – Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“ als schrille Parodie in der Komischen Oper 

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    Berlin – Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“ als schrille Parodie in der Komischen Oper 

    Das Silvesterpublikum scheint sich köstlich zu amüsieren. Selten ist Offenbachs Operette „Orpheus in der Unterwelt“ derart schrill und sexy zu sehen. Barrie Kosky liebt es die amourösen Passagen ins erotisch Witzige auszudehnen und an einstiges abgedrehtes Berliner Varieté-Amüsement anzubinden. Getanzt wird, in der Hölle natürlich noch mehr als im Himmel, dass die Fetzen fliegen, als…



  • München – Franz Lehárs „Giuditta“ kombiniert mit Musik und Texten von Zeitgenossen in der Staatsoper 

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    München – Franz Lehárs „Giuditta“ kombiniert mit Musik und Texten von Zeitgenossen in der Staatsoper 

    Man kommt in Erwartung Lehárs berühmteste Operette „Giuditta“ zu hören. Regisseur Christoph Marthaler und Dramaturg Malte Ubenauf genügt das nicht. Sie collagieren von Lehárs Zeitgenossen Texte aus Horváths „Sladek oder Die schwarze Armee“, Lieder und Kompositionen von Bartók, Berg, Eisler, Klein, Korngold, Krenek, Schönberg, Schostakowitsch und machen daraus eine Parodie. Das hört sich interessant an,…



  • Berlin – Paul Abrahams Operette „Die Blume von Hawaii“ in der Komischen Oper

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    Berlin – Paul Abrahams Operette „Die Blume von Hawaii“ in der Komischen Oper

    „Paul Abraham ist der Soundtrack für Berlin, wie Johann Strauss für Wien“ bilanzierte Intendant Barrie Kosky nach der Premiere der „Blume von Hawaii“ freudestrahlend. Es war die fünfte und letzte konzertant aufgeführte Paul-Abraham-Operette, die unter Koskys Intendanz in der Komischen Oper Berlin auf die Bühne kam. Er gilt als Entdecker Paul Abrahams und das Publikum…



  • Augsburg- Schostakowitschs musikalische Satire „Moskau. Tscherjomuschki“ im Staatstheater

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    Augsburg- Schostakowitschs musikalische Satire „Moskau. Tscherjomuschki“ im Staatstheater

    Mit seiner musikalischen Satire „Moskau, Tscherjomuschki“ hielt Schostakowitsch dem sozialistischen System  1959 einen sehr kritischen Spiegel entgegen. Sechs Jahre nach Stalins Tod war Kritik in der Tauwetterphase Chruschtschows möglich. In Deutschland wurde „Moskau Tscherjomuschki“ erst 2012 von Ralf Böhme mit reduzierter Orchesterfassung in der deutschen Übersetzung von Ulrike Patow uraufgeführt. Jetzt ist im Staatstheater Augsburg eine ausgesprochen…



  • Berlin – Leoš Janáčeks „Katja Kabanowa“ in der Komischen Oper 

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    Berlin – Leoš Janáčeks „Katja Kabanowa“ in der Komischen Oper 

    Schon in der Ouvertüre klingen Leoš Janáčeks Motive in extremer Dynamik zwischen Melancholie und wuchtig auftrumpfendem Getrampel, zwischen aufblühender Gelöstheit und heranreitendem Unheil an. Damit sind die Eckpunkte von „Katja Kabanowas“ Leben gesteckt, in dem Leoš Janáček nach dem in seiner Zeit sehr beliebten Schauspiel „Das Gewitter“ des russischen Dramatikers Aleksandr N. Ostrowski den Niedergang…



  • Berlin – Spannende Uraufführung von Peter Eötvös‘ Opernballade „Sleepless“ in der Staatsoper

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    Berlin –  Spannende Uraufführung von Peter Eötvös‘ Opernballade „Sleepless“ in der Staatsoper

    Ein riesiger Lachs wird zum Mittelpunkt der Bühne. Grausilbrig symbolisiert er die Welt am norwegischen Fjord, wo Alida, hochschwanger, und ihr Freund Asle verzweifelt ein Quartier suchen. Dreht sich die Bühne eröffnet der aufgeschnittene Fisch unter der spitzig gefährlichen Gräte lachsfarben leuchtend billige Gemütlichkeit zwischen Wohnstube und Kneipe.  Verloren wie Hänsel und Gretel, abgelehnt wie…



  • München – Rossinis „L’occasione fa il ladro“ als ausgesprochen amüsante Opernposse im Prinzregententheater 

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    München – Rossinis „L’occasione fa il ladro“ als ausgesprochen amüsante Opernposse im Prinzregententheater 

    Jung, voller Esprit, modern mutig, mit pulsierendem Herzschlag amüsiert Rossinis selten gespielte Opera buffa „L’occasione fa il ladro“, zu deutsch „Gelegenheit macht Diebe“ im Prinzregententheater. Giacomo Rossini wurde mit diesen Opera buffe reich, angesehen und vielfach imitiert…



  • Berlin – Wagners „Rheingold“ an der Deutschen Oper 

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    Berlin – Wagners „Rheingold“ an der Deutschen Oper 

    Und wieder ein neuer Ring. Dreimal wird er in dieser Spielsaison an der Deutschen Oper jeweils in einer Wagner-Woche aufgeführt. Insgesamt 15 Stunden dirigiert Sir Donald Runnicles Wagner. Mit „Rheingold“ beginnt ein attraktiv konzipierter Ring, bejubelt vom Publikum, das vom Ensemble der Deutschen Oper mit seinen ständigen Gästen begeistert ist auch wenn es eine gewisse…



  • München – Schostakowitschs Oper „Die Nase“ setzt ein innovatives Zeichen zu Saisonbeginn unter der neuen Intendanz 

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    München – Schostakowitschs Oper „Die Nase“ setzt ein innovatives Zeichen zu Saisonbeginn unter der neuen Intendanz 

    Schräg ist die Bühne, schräg die Oper. Mit 21 Jahren komponierte Schostakowitsch seine erste Oper „Die Nase“, als er noch als Stummfilmbegleiter am Klavier seine musikalischen Experimente inklusive Schlagzeug ausprobierte und in Sekundenschnelle Stimmungen zu erzeugen lernte. Grotesk und vielschichtig wie die literarische Vorlage, Nikolai Wassiljewitsch Gogols gleichnamige Erzählung, ist die Musik. Fast ohne Arien,…