Landshut – Ausstellung des Duisburger Kunstvereins

Duisburger Kunstverein in Landshut präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

14 Künstler mit 66 Arbeiten so zu präsentieren, dass der Betrachter nicht ermüdet, ist an sich schon eine Kunst. Dem Duisburger Kunstverein, der in einer Kooperation mit dem Landshuter Kunstverein in deren Galerie eine Auswahl seiner Künstler zeigt, gelingt das sehr gut. Durch eine  abwechslungsreiche Auswahl der künstlerischen Methoden  und Hängung, klare Informationen über Technik und Anliegen des Künstlers findet der Betrachter trotz der Vielfalt schnell einen Überblick. 

München – Opernfestspiele „Erwin Schrott in Concert – Tango Diablo“

Erwin Schrott "Tango Diablo" in der Münchner Staatsoper präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

„Gracias a la vida“ singt Erwin Schrott als Zugabe, spricht kurz mit seinen Musikern noch das Timing ab, damit das begeisterte Publikum noch mehr euphorisiert wird, wenn es zum Klatschen und Mittanzen animiert wird. Das kommt selten vor in der Münchner Staatsoper und ist erfrischend mitreißend wie ein Popkonzert. 

Erwin Schrott ist nicht nur ein großartiger Bariton. Mit „Erwin Schrott in Concert“ beweist er sein Talent als Tangosänger, Entertainer, Moderator, Bandleader und Mentor talentierter Ausnahmemusiker und als Dramaturg mit dem richtigen Gespür für atmosphärische Verdichtung, plakative Visualisierung und einem publikumswirksamen Programm.

Landshut – Burgenfestspiele „Sinfoniekonzert VIII“ im Landestheater Niederbayern

Auf hohem Niveau „Sinfoniekonzert VIII“ mit Werken von Bach, Schubert bis Händel begeisterte bei den Burgfestspielen Mit einem Sinfoniekonzert, inzwischen das achte, das Generalmusikdirektor Basil H. E. Coleman auf die Bühne brachte, wurde die dritte Premiere der diesjährigen Burgenfestspiele stürmisch bejubelt. Das Programm präsentierte drei berühmte Orchestersuiten aus der barocken Unterhaltungsmusik von Bach und Händel und eine romantische Tondichtung von Franz Schubert. Schon nach kurzer Einspielphase fand die Niederbayerische Philharmonie einen sehr warmen Farbklang, der sich während des Konzerts durch die dynamische Spannkraft noch intensivierte. Nach der feierlich getragenen Eröffnung der Ouvertüre von Bachs dritter Orchestersuite, dem flotten, sich ausgaloppierenden Tempo der Geigen dazwischen, zum majestätischen Finale wieder versammelt zeigte schon das zweite Stück, „Air“, Bachs weltberühmtes Lied, wie einfühlsam die Niederbayerische Philharmonie intoniert, der Bass continuo dezent pulsiert, sich die Melodiebögen weiten und harmonisch ausklingen. Lebensfroh, mit tänzerischer Grandezza erklangen Gavotte, Bourée und Gigne. In der vierten Orchestersuite begeisterten die drei Oboenspieler durch satte Klangfarben und klare Melodieführung. Im Wechselspiel von Bläsern und den Streichern wurde Bachs „Mehrchörigkeit“ sehr gut hörbar. Einmal mehr bewies die Niederbayerische Philharmonie, dass Händels „Feuerwerkmusik“ nichts von ihrer bombastischen Expression verloren hat. Mit Pauken und Trompeten, untermalt vom Streichorchester steigerte sich hier höfischer Glanz zur fanfarischen und jubilierenden Empfangsmusik durchwirkt von getragen tänzerischer Eleganz. Im Wechsel der Instrumentalgruppen und durch feinfühlige Dynamik gelangen der Niederbayerischen Philharmonie raffinierte Effekte von Distanz und Nähe, Ruf und Echo, die Jagd-, Reiter- und Tanzszenarien assoziierbar machten. Franz Schuberts Sinfonie Nr. 9 d brachte nach der Pause die Verinnerlichung in einem Netzwerk filigraner Melodien als romantische Geschichten im großen Puls dynamischer Vielfalt mit auftrumpfenden Bläsern, fulminanten Tutti, langgezogenen Decresendi. Das Scherzo präsentierte sich in fröhlicher Berauschtheit und tänzerischer Drehfreudigkeit miteinander kommunizierender Instrumentalgruppen und das Allegro fand im Spannungsfeld zwischen auftrumpfenden Bläsern und klangharmonischen Tutti ein famoses Finale. Mit einem von Basil H. E. Coleman regelrecht choreographierten Aufstehen der einzelnen Musiker beim lang anhaltenden Schlussapplaus würdigte er charmant und schwungvoll die Leistung der Instrumentalisten. Michaela Schabel

©Peter Litvai/Landestheater Niederbayern Mit dem „Sinfoniekonzert VIII“ wurde die dritte Premiere der diesjährigen Burgenfestspiele stürmisch bejubelt. Das Programm präsentierte drei berühmte Orchestersuiten aus der barocken Unterhaltungsmusik von Bach und Händel  und eine romantische Tondichtung von Franz Schubert. Schon nach kurzer Einspielphase fand die Niederbayerische Philharmonie einen sehr warmen Farbklang, der sich während des Konzerts durch die […]

München – Opernfestspiele – Richard Strauss´“Salome“ in ganz neuen Facetten

Operkritik "Salome" in München präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

„Hättest du mich angesehen,  du hättest mich geliebt… Und das Geheimnis der Liebe ist größer als das des Todes…“, das ist die Quintessenz von Salome. Aus diesem Satz ergibt sich das Drama dieses Mythos, der so schwer abstrus scheint. Salome, die Tochter Herodes, fordert den Kopf des Propheten, weil der ihre Liebe nicht erwidert. 

Nach Oskar Wildes „Salome“ komponiert entdeckt hier Regisseur Krzysztof Warlikowski wie Richard Strauss in der Musik ein Netz von erotischen Komponenten als analytisches Ursachenfeld und transponiert den biblischen Mythos vom  historisch römisch antiken Kontext in den Holocaust. 

Kroatien – Baška, ein Kleinod in Kroatien

Reisen nach Baška präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Zartrosa färbt sich der Morgenhimmel in ein türkises Blau, das Meer ist ganz ruhig, wird immer blauer. Die Kirchenuhr schlägt sieben. Noch ist es ruhig, bevor  Alltagsgeräusche und touristische Lärmkulisse den Hang hochschallen. Das ehemalige Fischerstädtchen Baška hat trotz Massentourismus noch einen besonderen Charme.  

Berlin – Festspiele Korngolds „Die tote Stadt“ an der Komischen Oper Berlin

Opernkritik "Die tote Stadt" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

©Iko Freese Eine Oper, in der sich alles um die Liebe dreht, passt natürlich bestens ins Schlafzimmer. Genau dorthin verortet sie Robert Carsen, und zwar ganz epochentypisch in die 1920er Jahre. Alles spielt sich in einem großen mondänen Schlafzimmer (Michael Levine)  des Fin de Ciecle ab. Das Zimmer kreist wie die Gedanken des Protagonisten um […]