Landshut – Jubiläumskonzert „20 Jahre MCO“ des Mahler Chamber Orchestra

Konzertkritik des Mahler Chamber Orchestra präsentiert schabel-kultur-blog.de

© Geoffrey Schied
Das erste Flirren und schon zieht der fantastische Klang des Mahler Chamber Orchestra in seinen Bann. Mit 45 Instrumentalisten aus 20 verschiedenen Ländern bot das Mahler Chamber Orchestra für das Jubiläumskonzert „20 Jahre MCO – Gründungsresidenz“ ein exquisites Konzert im ausverkauften Landshuter Rathausprunksaal…

Berlin – Ausstellung „Hans Mueller und sein Netzwerk in Wroclaw“ 

Ausstellung im Hamburger Bahnhof präsentiert schabel-kultur-blog.de

©Dietmar Katz
Als „Maler, Mentor, Magier“ entwickelte Hans Mueller in Breslau, dem ehemaligen Wroclaw, eine Aura, die conträr zur bürgerlichen Enge durch Offenheit, Toleranz und künstlerische Expression geprägt war. 

In zehn Kapiteln zeigt die Ausstellung „Hans Müller und sein Netzwerk in Wroclaw“ im Berliner Museum Hamburger Bahnhof nicht nur sein künstlerisches Schaffen, sondern auch das damit entstehende Netzwerk zwischen Berlin und Wroclaw. Mit rund 100 Exponaten präsentiert sich die Ausstellung gleichzeitig als wichtige deutsch-polnische Forschungsarbeit. Sie gibt dem Besucher einen Einblick in eine wichtige Phase der polnischen Kulturgeschichte.

Berlin „Der Kudamm vom Reiterweg zum Weltboulevard“

Über Berlin, Kudamm berichtet schabel-kultur-blog.de

©Michaela Schabel
Der Berliner Kudamm gehört zu den berühmtesten Boulevards der Welt. Vor der Wende Kult, nach der Wende im Schatten von Berlin Mitte, holt sich  der Berliner Kudamm in den letzten Jahren sein Image als einer der berühmtesten Boulevards der Welt zurück. Ein Traum im Frühling, wenn die Linden blühen, ein Lichtertraum im Dezember. 

Film – „Cold War – Breitengrad der Liebe“ 

Filmkritik von "Cold War" präsentiert schabel-kultur-blog.de

©Neue Visionen Filmverleih
Eine Liebesbeziehung als Spiegelbild der unvereinbaren Spannungen im Kalten Krieg und umgekehrt der Kalte Krieg in der Unvereinbarkeit zweier eigenwilliger Persönlichkeiten? In faszinierenden Sequenzen erzählt der polnische Regisseur und Drehbuchautor Paweł Pawlikowski „Cold War – Breitengrad der Liebe“, die Geschichte von Wiktor und Zula als Hommage an seine Eltern, deren Schicksal durchschimmert.

Berlin – Gastspiel „Der größte Schwanensee der Welt“  getanzt vom Ballett Shanghai 

Über den "Schwanensee" des Balletts Shanghai berichtet schabel-kultur-blog.de

©Stardust Theatre BV
Als „Größter Schwanensee der Welt“  mit 100 Tänzern, allein 48 Schwäne statt der üblichen 16, assoziiert man sofort chinesische Gigantonomie, zum wirtschaftlichen Imperialismus auch noch den kulturellen, ganz nach dem Motto Chinas Nummer 1 in allen Bereichen globaler Macht- und Imagepositionen zu werden.
Doch Tschaikowskys  „Größter Schwanensee der Welt “  vom Ballett Shanghai ist tatsächlich berückend schön, voller Ausdruck getanzt  in großartigen, ganz klassisch gehaltenen Kostümen vor atmosphärisch spätromantischen, teilweise güldenen Bühnenbildern, die durch diagonale Tiefenperspektiven geheimnisvolle Wälder, ein prachtvolles Schloss, einen großen Festsaal und einen magischen See erleben lassen.

München – Oper – „Otello“

Mit einem wahrlichen Donnerschlag beginnt Verdis „Otello“ in der Münchner Staatsoper. Dem Unwetter folgt der Donner der „Vittoria“-Tutti.  Kirill Petrenko lässt Orchester, Chor und Sänger so im Fortissimo erbeben  und findet nicht nur im letzten Akt die berührenden Momente im Pianissimo. Das sind die Eckpfeiler dieser großartigen „Otello“-Interpretation an der Münchner Staatsoper, die allerdings besser „Desdemona“ heißen sollte. Sie ist das Opfer, nicht Otello.

©Winfried Hoesl
Mit einem wahrlichen Donnerschlag beginnt Verdis „Otello“ in der Münchner Staatsoper. Dem Unwetter folgt der Donner der „Vittoria“-Tutti.  Kirill Petrenko lässt Orchester, Chor und Sänger so im Fortissimo erbeben  und findet nicht nur im letzten Akt die berührenden Momente im Pianissimo. Das sind die Eckpfeiler dieser großartigen „Otello“-Interpretation an der Münchner Staatsoper, die allerdings besser „Desdemona“ heißen sollte. Sie ist das Opfer, nicht Otello.

Berlin – „Vier Träume aus Linchuan“   Gastspiel der chinesischen Shanghai Kunqu Opera Company

Chinesische Oper präsentiert schabel-kultur-blog.de

©Shanghai Kunqu Opera Company
Was sich zunächst wie Katzengemauze anhört, entpuppt sich als ganz große chinesische Oper. Es dauert ein wenig, bis ein europäische Ohren sich an diese ganz ungewöhnlichen Tonalitäten gewöhnen. Doch schnell greift der Zauber der chinesischen Oper über, deren Ziel es immer ist, das Publikum zu emotionalisieren.

München – Neue Pinakothek – „Die Irrfahrten des Meese“

Ausstellung "Die Irrfahrten des Meeses" präsentiert schabel-kultur-blog.de

©Michaela Schabel
Der Mythos des Odysseus dient zu allerlei, jetzt auch zu den „Irrfahrten des Meese“ in der Neuen Pinakothek München. Dort präsentiert  Meese  in einen Raum selbstbewusst seinen Meese-Mythos, erträglich durch selbstironische Metaebene des Titels, zuweilen witzig durch Meese provokative Formulierungen und parodistische Ausstellungstricks. 

Berlin – Fotoausstellung „Eislandschaften“ von Sebastian Copeland 

Ausstellung von Bernhard Copeland präsentiert schabel-kultur-blog.de

©Michaela Schabel
„Kein Tag ist wie andere“; beschreibt Sebastian Copeland die Eiswüsten Grönlands, der Arktis und Antarktis. Er muss es wissen. Der renommierte, vielfach ausgezeichnete Fotograf und Polarforscher (*1964)  legte über 8000 Kilometer in diesen Regionen zurück. Er kennt das Spiel von Licht und Eis, Wind und Wolken, die Landschaftsstimmungen bei niedrigem Sonnenstand in allen Facetten.

Berlin – Staatsoper – Uraufführung von Rameaus lyrischer Oper „Hippolyte et Aricie“

Opernkritik "Hippolyte und Aricie" präsentiert schabel-kultur-blog.de

©Karl und Monika Forster
Laserstrahlen formieren sich zu Käfigbauten eines fiktiven Palastes, fächern sich zu Farbfeldern auf, die der Bühne eine kosmische Tiefe verleihen. Die Sänger verwandeln sich in Licht- und Schattenwesen, glitzern und funkeln in goldenen Kostümen der Macht, agieren mit farbigen Licht-Kugel-Gittern um den Kopf, nicht ohne Ironie, mit göttlicher Aura. Spiegelungen duplizieren, multiplizieren die ohnehin schon sehr imposant gesetzten Effekte. Nebelschwaden ver- und enthüllen, lösen Körperlichkeit in schwerelose Transparenz auf. Wasserprojektionen weiten Raum und Zeit in mythische Vorzeiten.

Budapest – ein trendiges Stadtjuwel 

Reisebericht über Budapest präsentiert schabel-kultur-blog.de

©Michaela Schabel
Budapest ist nicht umsonst die neue Trendstadt Europas. Die Stadt  fasziniert zwischen Belle Epoche und Partymeile   Obwohl Ungarn ein kleines Land ist, trumpft es mit einer mächtigen Kulturhauptstadt auf. Von der kleinen Brückenstadt  verwandelte sich  Budapest im Laufe  seiner 1000-jährigen wechselvollen Geschichte in eine Metropole mit 1, 8 Millionen Einwohnern. Von den Osmanen besiegt, unter der k. und k. Herrschaft erblüht, dem Kommunismus unterdrückt, entwickelt sich Budapest seit der Wende zum Donaujuwel  im Schnittpunkt zwischen Ost und West

Landestheater Niederbayern – Donizettis Belcanto-Oper „Anna Bolena“

Opernkritik von Donizettis "Anna Bolena" präsentiert von schabel-kultur-blog.de

©Peter Litvai
Die Bühne ist klein. Zwei in sich geschachtelte Guckkästen, schaffen den Rahmen für das Spiel im Spiel. In Ultz stimmiger Inszenierung erlebt das Publikum Donizettis „Anna Bolena“ aus der Perspektive der Paparazzi, die das  britische Königshaus auf der Jagd nach den neuesten Sensationen umlagern. So integriert Ultz den Chor als Handlungsträger, verlegt geschickt die Zeitebene ins Heute  und zeigt statt der pompös funkelnden Königinnenoper den grauen Alltag hinter den Kulissen  in einem mininalistischen Kammerspiel.
Und dennoch funkelt diese Oper auf hohem Niveau.

München – Alte Pinakothek – „Florenz und seine Maler“

Ausstellung "Florenz und seine Maler" präsentiert schabel-kultur-blog.de

© Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Alte Pinakothek, Munich

Im 15. Jahrhundert war Florenz das Maß aller Dinge. Die Fürstenhäuser, allen voran die Medici überboten sich in Architektur, Malerei als Ausdruck ihres Machtstatus in der toskanischen Handelsmetropole. Florenz wurde zum Zentrum der italienischen Renaissance und Vorbild für ganz Europa. 

Kuba – Havanna im Baufieber

Aus Havanna berichtet schabel-kultur-blog.de

©Michaela Schabel
Seit Havanna den Massentourismus braucht, um Devisen zu erwirtschaften, steht die Sanierung der Cuidad Vieja im Vordergrund. Eine Gasse nach der anderen wird saniert, und zwar auf höchsten Niveau, streng nach den historischen Vorlagen, mit viel Gespür für die historische Bausubstanz, aber immer auch unter dem Aspekt, wie die sanierten Häuser von den Einheimischen genutzt werden können. Man will keine Walt-Disney-Altstadt für Touristen, sondern eine schöne Altstadt für die Kubaner.