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Jemand singt und plötzlich beginnen alle im Rhythmus mitzuschwingen. Die Arbeitsgeräusche, das Wäscheglätten, Bodenschrubben, Gemüseschneiden und Fleischklopfen werden zur Perkussion und nehmen den Zuschauer sehr beschwingt mit auf eine unterhaltsame Reise in die Vergangenheit. Margherita Vicarios, Schauspielerin und Musikerin gelingt mit ihrem Debütfilm „Gloria“ ein mitreißender Historienfilm voller Ästhetik trotz der ärmlichen Verhältnisse, getragen von…
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Früher hatten die Kinder vorm schwarzen Mann Angst, heute vom Klimawandel. Die von Greta Thunberg initiierte „Friday for Future“-Bewegung führte zu einer Klimahysterie ohnegleichen. Apokalypse prognostizieren die einen, die anderen bagatellisieren. Der Klimawandel ist nichts anderes als ein Trojanisches Pferd. Die Ergebnisse der Wissenschaft wurden von Klimafanatikern und Politikern missbraucht. In 53 kurzen, sich teilweise…
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„Genau das ist das Problem. Ich kann nicht sagen, wer ich bin.“ Eine junge, hübsche Frau wird bewusstlos in Unterwäsche mit einem wertvollen Ring am Finger, zwei Tattoos auf der Haut und einer blutenden Wunde am Kopf an einem Novembermorgen in der Landshuter Altstadt bei St. Martin gefunden. Nach der Entlassung aus der Klinik sucht…
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Geboren im Land der Hoffnung ist die Prämisse von Barack Obamas neuem Buch. Es beruht auf der „unwahrscheinlichen Freundschaft“ mit dem 12 Jahre älteren Rocksänger Bruce Springteen. Die groß aufgemachte Foto-Text-Publikation entstand in Folge eines Podcasts der beiden US-Idole. Der inhaltliche Bogen spannt sich von der „Story Amerikas“, „Amacing Grace“ und „American Skin“ zum „allmächtigen Dollar“.…
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Man kommt in Erwartung Lehárs berühmteste Operette „Giuditta“ zu hören. Regisseur Christoph Marthaler und Dramaturg Malte Ubenauf genügt das nicht. Sie collagieren von Lehárs Zeitgenossen Texte aus Horváths „Sladek oder Die schwarze Armee“, Lieder und Kompositionen von Bartók, Berg, Eisler, Klein, Korngold, Krenek, Schönberg, Schostakowitsch und machen daraus eine Parodie. Das hört sich interessant an,…
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„Sie schwelgen in Reichtum, und verstehen nicht ihre Gier nach Zuviel im Zaum zu halten…“ Mit einer Textpassage aus Solons (640 – 560 v.Chr.) „Eunomia“ stellt Bettina Hoppe im sprachmagischen Versmaß das Obdachlosenproblem unserer Tage in einen epochal staatsphilosophischen Zusammenhang. Solon war einer der sieben Weisen Griechenlands und Mitbegründer der attischen Demokratie. „Es ist die…
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„Paul Abraham ist der Soundtrack für Berlin, wie Johann Strauss für Wien“ bilanzierte Intendant Barrie Kosky nach der Premiere der „Blume von Hawaii“ freudestrahlend. Es war die fünfte und letzte konzertant aufgeführte Paul-Abraham-Operette, die unter Koskys Intendanz in der Komischen Oper Berlin auf die Bühne kam. Er gilt als Entdecker Paul Abrahams und das Publikum…
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Der Blick auf die großformatigen Fotografien von Ruth Walz entführt auf eine Reise quer durch hochkarätige Theater- und Operninszenierungen. Ein Leben lang begleitete Ruth Walz verschiedene Theaterensembles von den Anfängen der Produktion über die Proben bis zur Premiere und teilweise darüber hinaus bis zu internationalen Gastspielen. Ihre Fotografien dokumentieren die großen Augenblicke der Inszenierungen und…
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Zanele Muholis Fotografien machen betroffen. Sie zeigt die Verwundungen der schwarzafrikanischen Frau. Zum ersten Mal wird in Deutschland Muholis fotografisches Schaffen mit einer umfassenden Einzelausstellung im Gropius Bau gewürdigt. Zwar wird die Ausstellung unter dem trendigen Motto LSBTQIA+ Personen vermarktet, sie geht aber in die Tiefe kolonialer und kultureller Vergangenheit früherer Arbeiten zurück und präsentiert…
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Früher hochspannend haben die Krimis von Edgar Wallace (1875-1932), Begründer des modernen Thrillers, inzwischen einen nostalgischen Charme, nicht zuletzt wegen ihrer nachvollziehbaren konsequenten Logik. Genau die arbeitet die neue Hörspielfassung produziert vom Landshuter Theater Nikola sehr exakt heraus. Man ist ganz Ohr, nicht zuletzt, weil über ein Dutzend Stimmen, allesamt vom Theater Nikola auf ihre…
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Wer Liebesgeschichten erwartet, ist mit Florian Illies „Liebe in Zeiten des Hasses“ im falschen Roman. Extrem nüchtern blitzt Liebe auf und erlöscht. Als kaleidoskopischen Querschnitt konzipiert Florian Illies seine Bücher. In seinem neuem Buch „Liebe in Zeiten des Hasses“ lässt er die literarische, künstlerische, schauspielerische, mitunter politische Haute Voleé wie auf einem Laufsteg auf und…
© 2024 Michaela Schabel