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Der Elfenkinderchor singt, Puck schwebt und purzelt durch die Lüfte. Von der ersten Sekunde an entrückt Ted Huffmans Inszenierung von „A Midsummer NIght´s Dream“ in eine wunderbare Märchenwelt. Benjamin Britten hat die Oper in nur neun Monaten nach Shakespeares berühmtem „Sommernachtstraum“ 1960 komponiert, den Text um fast die Hälfte gekürzt, den ganzen ersten Akt weggelassen.…
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Ein einmaliges Erlebnis Das Münchner Rundfunkorchester entdeckt die französische Romantik mit „Liedern“ und Reynaldo Hahns Oper „L´île du rêve“ Ein Konzert nur ein einziges Mal hören zu können hat natürlich einen besonderen Charme, zumal wenn alle dargebotenen Stücke völlig unbekannt sind, weil sie bislang nicht editiert wurden. Ein derart einmaliges Erlebnis bot 3. Sonntagskonzert des…
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Foto: Jochen Klenk Die Bühne dreht sich vom Salon zur Bibliothek, pietistisch karger Räumlichkeit, vergitterter Psychozelle bis zur Mini-Kabine und Gruft. Irgendwo steht immer der Flügel, als Symbol der Musik Beethovens und der Musik schlechthin. Beethoven selbst ist nur als Büste präsent. Als alte verzweifelte Frau blickt Minona, die uneheliche Tochter Beethovens, auf ihr…
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Verhalten war der Zwischenapplaus, begeistert der Schlussapplaus. Der charismatischen Wirkung von Robert Wilsons raffinierter Bilderwelten, die mit Chor Solisten und Orchester zu einem sehr subtilen Gesamtkunstwerk fusionierten, konnten sich nur wenige entziehen, wenn auch Mozarts „Messiah“ im Festspielhaus durchaus gewöhnungsbedürftig war. Ohne Handlung, reine Betrachtungen des Messias und Jubelgesänge der Hoffnung aus der Sicht des…
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Mozarts „Don Giovanni“ verliert unter der Regie von Ultz sein charmantes Verführungsimage So kurzweilig kann Oper sein, wenn sie sich mit den Opernklischees auseinandersetzt! Der schwarz gelackte Hintergrund, davor ein paar rote Möbel mit Kussmund- und Popo-Motiven auf den Kissen signalisieren die Eckpunkte des Geschehens zwischen Sex und Tod. Es ist der private Rückzugsort für…
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Ganz still beginnt Hans Abrahamsens erste Oper „The Snow Queen“. Eine junge verzweifelte Frau wartet vor den Türen eines Krankenzimmers, Sie schläft auf einer Bank ein und träumt ihr Leben noch einmal, das Märchen von Andersen „Schneekönigin“. Raffiniert ist Andreas Kriegenburgs Regiekonzeption. Er kristallisiert aus der Retrospektive surrealer Traumbilder die psychologischen Tiefenstrukturen des Märchens vom…
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Aus dem einstigen Musicalhit „Ludwig II“ wird im Regensburger Theater eine humorvolle Operette „Ob die Welt das tatsächlich braucht?“, fragte sich Neundorff von Enzberg, Intendant des Regensburger Stadttheater, als er nach 20 Jahren Hummels „Ludwig II“ als Hommage an den 80. Geburtstag des Komponisten neu inszenieren lassen wollte. Ja, ist die klare Antwort. Das Regensburger…
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Cavallis Barockoper „La Calisto“ begeistert in Nürnberg durch originelle Regie und erstklassige Sänger. Aus dem Orchestergraben erklingen ungewohnte Instrumente. Der Steg einer Barockgitarre verweist auf das Bühnenbild, wo die Sterne funkeln und ein großer Bär zugleich Tanzbär und Sternbild suggerieren lässt. Genau darum dreht sich alles in Francesco Cavallis venezianischer Barockoper „La Calisto“, eine Liebesgeschichte…
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Nicht den Glamour der 20er Jahre wie in Berlin unter Robert Carsen, Bauhaus-Sachlichkeit wählt Regisseur Simon Stones für seine Inszenierung von Korngolds „Toter Stadt“. Nach drei Jahren ist sie jetzt nach Basel in München zu sehen, wiedereingerichtet von Stones´ Assistentin Maria-Magdalena Kwaschik, weil Stones wegen eines Filmprojekts keine Zeit hatte. Seine Inszenierung setzt auf Realismus…
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Passt alles zusammen gelingt ein Kunstwerk der besonderen Art. Man kann nur staunen und sich freuen, wie wunderbar Kobie van Rensburg, das Sängerteam und das Orchester unter der Leitung von Basil H.E. Coleman Donizettis „Maria Stuarda“ zum Leben erwecken. Kobie van Rensburg brachte mit der Verdi Monteverdi-Trilogie „Poppea“, „Ulisse, ‚ „L’Orfeo“ und Händels „Alcina“ originelle…
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Am Ende tötet und zerstückelt die Mutter ihren Sohn und die antike Rache-Tragik hat wieder ein Fortsetzungskapitel. „Das unbeschreibliche Mysterium ist nicht für Sterbliche gestimmt“, konstatiert das Libretto, dennoch vermittelt die hochdramatische Oper nach zweieinviertel Stunden doch sehr viel über die Grundsätzlichkeit der menschlichen Existenz, nämlich den Kampf der ewig menschlichen Polaritäten zwischen Vernunft und…
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„Immer nur lächeln“ mit diesem Lied untermauerte Franz Lehár in In der Exotikeuphorie der 1920er Jahre die Vorstellungen von China als einem Land mit einem rigiden System hinter freundlicher Fassade.
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Der Jubel um Barrie Koskys Inszenierung der „Meistersinger von Nürnberg“ ist ungebrochen. Die gelungene Fusion dieser erstklassigen, sehr humorvollen, doch tiefgründigen Version mit musikalischen Spitzenniveau wurde auch dieses Jahr Beifallsstürmen gewürdigt. Barrie Koskys Konzept wirkt im traditionsverhafteten Festspielhaus Bayreuth äußerst erfrischend. Es gelingt ihm aus dem langatmigen Sängerwettbewerb ein bewegungsintensives Spiel zu entwickeln, Richard Wagners…
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„Hättest du mich angesehen, du hättest mich geliebt… Und das Geheimnis der Liebe ist größer als das des Todes…“, das ist die Quintessenz von Salome. Aus diesem Satz ergibt sich das Drama dieses Mythos, der so schwer abstrus scheint. Salome, die Tochter Herodes, fordert den Kopf des Propheten, weil der ihre Liebe nicht erwidert. Nach…
© 2024 Michaela Schabel