Sinfonieorchester Pietro e Paolo mit Dirigent Christoph Goldstein © Michaela Schabel
Christoph Goldstein begeistert im Landshuter Rathausprunksaal mit dem Sinfonieorchester Pietro e Paolo und macht neugierig auf seine „Mozartiade“ im Landshuter Salzstadel.
„Musik kann nicht lügen – sie ist ein Medium, um mit den Menschen auf einer ganz tiefen Ebene in Kontakt zu treten“, schreibt Christoph Goldstein auf seiner Webseite. Dieser Leitsatz enthüllt sein musikalisches Anliegen als Musikpädagoge, Violinist und Dirigent.
Christoph Goldstein dirigiert das Sinfonieorchester Pietro e Paollo
Christoph Goldstein begeistert das Publikum, indem er Stücke des klassischen Repertoires auswählt, die durch ihre bekannten, sehr markant interpretierten Melodien emotionales Erleben auslösen, auch wenn die eine oder andere Passage klanglich noch ausbaufähig ist. Wolfgang Amadeus Mozarts Ouvertüre zur Oper „Le nozze di Figaro“ KV 492 (1786) bewies als schwungvoller Auftakt, wie die einzelnen Instrumentalgruppen nahtlos ineinandergreifen, miteinander dialogisieren und mitreißende Crescendi aufbauen.
Mozart und Schubert im Rathausprunksaal Landshut
Klangschön wurden die musikalischen Motive in Franz Schuberts „Unvollendeten“ Sinfonie h-Moll D 759 (1822) hörbar. Unter Christoph Goldsteins Dirigat bekam das Orchester Raum, die Tempi im Allegro moderato durch lyrisches Glühen zuzuspitzen und die tonalen Tiefen klanglich auszuleuchten. Zunächst etwas arg schnittig angelegt, fand das Andante con moto durch die gezupften Kontrabässe eine überzeugende bewegte Ruhe.
Dem lauten „Bravi“ einer Zuhörerin kann man nur zustimmen, wenn man bedenkt, dass es sich beim Sinfonieorchester Pietro e Paolo um kein professionelles Orchester handelt..
Mozarts Konzert für Violine, Klavier und Orchester C-Dur
Nach der Pause präsentierte das Orchester Pietro e Paolo Mozarts „Konzert für Harfe, Klavier und Orchester C-Dur KV 299 (1778) in einer Bearbeitung von Victor Kissine, in der das Klavier den Harfenpart übernimmt und die Violine die Flöte. Zwar wirkte das Allegro etwas gehetzt, wodurch zuweilen Töne verschluckt wurden, aber mit der Temporeduzierung im Andante entwickelte sich ein klangschönes Zusammenspiel zwischen Orchester und Solisten. In langen Violinbögen und sprudelnden Klavierläufen setzten Pianist Johannes Beham und Violinist Christoph Goldstein klangschöne Akzente, die in den Variationen und Wiederholungsstrukturen von Mozarts mitreißendem „Rondeau – Allegro“ immer ausdrucksstärker und facettenreicher wurden. Die Hörner überraschten mit wohl dosierten Echoeffekten. Die Pauken mischten auf, ohne sich in den Vordergrund zu stellen.
Duo Beham-Goldstein
Wie exzellent das Solistenduo spielen kann, zeigte sich noch mehr bei den beiden überaus virtuosen und klangschönen Zugaben von Grigoraș Dinicus „L’Alouette“ („Die Lerche“) in der mitreißenden Rhythmik eines Csárdás’ und von Jules Massenets wunderschöner, empfindsamer „Méditation“ aus der Oper „Thaïs“.
In diesem Sommer präsentierte das Duo Beham-Goldstein seine zweite CD „Musikalische Stimmungsbilder“ mit Werken von Beethoven, Brunetti, Massenet, Dinicu, Dvořák und John Williams. Das interessante Programm und warme Klangfarben machen die CD zum Erlebnis. Die CD wurde live im Konzertsaal der Europäischen Wochen in Passau aufgenommen.
Das Sinfonieorchester Pietro e Paolo
Das Besondere am Sinfonieorchester Pietro e Paolo ist, dass auch musikbegeisterte Laien aus Landshut, der Region und darüber hinaus mitspielen können, soweit sie regelmäßig montags um 18:30 Uhr zur Probe kommen und das musikalische Können und die Ausdauer mitbringen, große Werke der Orchesterliteratur einzustudieren. Und woher kommt der italienische Name? Pietro e Paolo ist eine kleine Referenz an den Probenort der Pfarrei Peter und Paul.
Ein Jahr nimmt sich Christoph Goldstein Zeit, ein Konzertprogramm mit dem Orchester Pietro e Paolo zu erarbeiten. Drei Konzerte sind jeweils pro Jahr geplant. Das Programm des diesjährigen Sinfoniekonzerts kommt als Benefizkonzert für die Malteser Landshut e.V. so gut an, dass es am 4. Oktober noch einmal im Rathausprunksaal gespielt wird.
Ausblick auf „Mozartiade“ 2027 in Landshut
Anlässlich des 270. Geburtstages von Wolfgang Amadeus Mozart plant Christoph Goldstein eine „Mozartiade“ im Landshuter Salzstadel:
- am 16. August 2027 „Violinsonaten und Kegelstatt-Trio“ mit Johannes Beham (Klavier) und Franz Datzer (Klarinette)
- am 22. August 2027 „Mozart in Wien“ mit Christoph Schmid und Adelheid Hold.
Info zum Konzert
Ort: | Rathausprunksaal, Altstadt 315, 84028 Landshut
Mitwirkende: | Sinfonieorchester Pietro e Paolo,
I Johannes Beham (Klavier), Christoph Goldstein (Violine)
Eintritt: | als Benefizkonzert freier Eintritt, Spenden erwünscht
Weitere Termine: | Konzertvorschau
Kontaktanfragen: | musik@christoph-goldstein.de oder 0176 78 56 40 17
















