„Glänzende Bilder“ in der Galerie Schmalfuss Berlin © Michaela Schabel
Eric Decastro, Jürgen Jansen, Jürgen Paas, Dirk Salz und Willi Siber, präsentieren „Glänzende Bilder“ in der Galerie Schmalfuss Berlin – Ausstellungsbericht
Die Gruppenausstellung „Glänzende Zeiten“ in der Galerie Schmalfuss Berlin versammelt vom 12. September bis 3. Oktober 2026 sechs zeitgenössische Künstler: Eric Decastro, Helge Hommes, Jürgen Jansen, Jürgen Paas, Dirk Salz und Willi Siber. Ihre Malereien, Wandobjekte und Skulpturen verbindet ein gemeinsames Interesse an Licht, Oberfläche, Material und Wahrnehmung.
Eric Decastros Skulpturen
Eric Decastros Skulpturen ziehen sofort die Blicke auf sich. In verschiedenen Größe und Farben zeigt er Werke aus seiner neuen DNA-Serie. Petroblau schimmert „DNA-200“, eine Doppelhelix 200 x 60 x 80 cm. Durch die Kombination von organischer Form, Metall und Interferenzlack verwandelt sich die Skulptur zum Symbol von Wachstum, Entwicklung, was durch zwei kleinere Arbeiten „DNA 50“ in mattem Schwarz und „DNA 40“ in Braun-Rot aus unterschiedlichen Perspektiven und durch unterschiedlichen Lichteinfall noch intensiviert wird. Gleichzeitig verändert sich trotz statischer Form die Wahrnehmung des Betrachters. Reflexionen lassen über Veränderung und Vergänglichkeit, Natürlichkeit und Technik nachdenken. Glanz steht hier über die DNS als Wunder der Natur.
Jürgen Paas „Jukebox“
Bei den Wandreliefs von Jürgen Paas entsteht Glanz aus Bewegung. Er kommt aus der konkreten und konstruktiven Kunst. Geometrische Formen wie Kreis und Quadrat bekommen durch subtile, linear geschichtete, PVC-Bänder eine lebensbejahende Sinnlichkeit. Geht man nur einen Schritt nach rechts oder links, erlebt man über die Arbeiten der „Jukebox“-Serie wie bei einem Vexierbild ganz unterschiedliche Farbstimmungen. Das passt vortrefflich zu Bodo Korsigs Schriftbild-Appell in poliertem Chromstahl „Lach mal wieder“.
Willi Sibler „Tafelbilder“
Willi Sibler interessiert sich für die Oberflächengestaltung von Bildern und hat inzwischen ein vielseitiges Repertoire von sehr haptischen Reliefoberflächen entwickelt, wobei das Spiel von Licht und Reflexionen eine große Rolle spielen und den Glanz seiner Werke ausmachen. Die Serie „Tafelbilder“ mit raffinierten Vertiefungen verführen wie die Arbeiten von Decastro und Paas zum lustvollen Berühren.
Dirk Salz „Resinworks“
Dirk Salz fokussiert auf die Wahrnehmung des Bildmaterials. Mit Pigmenten und Kunstharzen baut er zahlreiche Schichten auf. auf Dadurch wird zum einen Zeit sichtbar, zum anderen verändern sich die Oberflächen, wodurch die Arbeiten auf den Betrachter eine reflektive, meditative Ausstrahlung haben.
Jürgen Jansen – eine Welt aus Farbe
In dieser sehr konzeptionell ausgelegten Ausstellung bringen Jürgen Jansens Bilder, mit Öl, Pigmenten und Harz auf Hol gemalt, die ungebremste leidenschaftliche Kraft der Farben mit ein. Er lässt die Farben fließen, sich ausbreiten, kontrastieren. Die farbenfrohen Abstraktionen spiegeln Lebensfreude mit latenten Verdunklungen. Titel wie „Stop the Flame“ oder „Street Opera“ stößt Narrative an, aber die Deutung obliegt den Betrachter:innen.
Lohnt sich die Ausstellung?
Wie immer überrascht Galerist Michael Schmalfuß durch gekonnte Kombination von Malerei und Skulpturen. In dieser Ausstellung ermöglicht er es, fünf konzeptionelle Richtungen zu vergleichen. Durch die Reduktion auf eine wesentliche Werkgruppe, werden die Unterschiede, aber auch verbindende Elemente deutlich.Die eigentliche Qualität der Ausstellung liegt darin, dass sich Glanz hier nicht als dekorativer Effekt erschöpft, sondern als Einladung zur Wahrnehmung erweist.
Infos zur Ausstellung
Künstler: | Eric Decastro, Jürgen Jansen, Jürgen Paas, Dirk Salz,
| Willi Siber, Eric Decastro
Eröffnung: | Vernissage 12. September 2026, 16–20 Uhr
Dauer: | vom 12.September bis 3. Oktober 2026
Öffnungszeiten: | Mo–Fr von 11–18 Uhr, am Sonntag 13. September wegen der
| Berlin Art of Week ebenfalls von 11–18 Uhr
Ort: | Knesebeckstraße 11, 10623 Berlin













