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Kunstauktion Berlin 2026: „Kunst hilft helfen“ – 52 Werke für Geflüchtete

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Kunstauktion Berlin 2026: „Kunst hilft helfen“ – 52 Werke für Geflüchtete

„Hominid II (Ausschnitt), 63 x 50 cm, 2009, Kohle auf Papier © Karoline Koeppel, Foto: Michaela Schabel 

52 Kunstwerke, prominente Künstler:innen und soziales Engagement: Die 31. EKBO-Kunstauktion „Kunst hilft helfen“ findet am 14. November 2026 in der St.Matthäus-Kirche in Berlin statt.

Die Kunstauktion „Kunst hilft helfen“ ist ein Erfolgsprojekt. Sie verbindet zeitgenössische Kunst mit konkreter gesellschaftlicher Verantwortung In den vergangenen drei Jahrzehnten gelang es der EKBO ein nachhaltiges Format zu entwickeln. In diesem Jahr kommen 52 Kunstwerke, Bilder und kleine Skulpturen von Künstler:innen unterschiedlicher Generationen und Stilrichtungen unter den Hammer.

Kunst hilft helfen

Das Motto „Kunst hilft helfen“ ist eine mehrfache Win-Win-Situation. Künstler:innen treten durch die Auktion verstärkt ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. 

Kunstinteressierte haben die Chance, Bilder zu einem vergleichsweit günstigen Preis zu erstehen. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich schon eine Stammklientel herausgebildet. Inzwischen kommen auch schon Kunstsammler aus anderen Bundesländern.

Doch die Flüchtlingshilfe steht im Vordergrund. „Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen“ (Matthäus 25,35). Mit dem Erlös werden kirchliche Projekte von und mit Migrant:innen und Geflüchteten unterstützt, in diesem Jahr schwerpunktmäßig durch Sprachkurse, um die Integration zu verbessern. „In einer Zeit, in der das Mitgefühl und der politische Rückhalt für die Geflüchtetenarbeit abnimmt, ist die EKBO-Auktion wichtiger denn je!“, so Schirmherr Bischof Dr. Christian Stäblein.

Welche Künstler machen mit? 

52 Künstler:innen stellten jeweils eine Arbeit für die Kunstauktion zur Verfügung, darunter Arbeiten etablierter Künstler:innen, Nachwuchskünstler:innen aus den Berliner Hochschulen und Positionen aus dem Umfeld der Geflüchtetenarbeit. Die künstlerischen Positionen wurden durch eine Jury ausgewählt und angefragt. Die Mindestgebote bewegen sich zwischen 110 und 2900 €. 

Zu den vertretenen Künstler:innen gehören Thomas Scheibitz, Karin Sander, Heinz Mack, Gerhard Marcks und A K Dolven. Mit einem monumentalen Bühnenbild aus der Produktion „Shooting Bourbaki“ beteiligt sich das Künstlerkollektiv Rimini Protokoll erstmals an einer Kunstauktion. Mit 230 x 130 cm kommt die Schweizer Alpenansicht bestens zur Wirkung. Der Clou ist, dass es für 110 € pro Quadratmeter versteigert wird. Bei den figurativen Bildern fällt Karoline Koeppels Gorilla „Hominid II“ auf. Über „Brockhaus“ hinterfragt Sarah Illenberger raffiniert den Wandel der Wissensvermittlung. Harf Zimmermann zeigt mit seiner Fotografie „Der Rufer und der Fuchs“ die ungleiche Balance zwischen Mensch und Natur. Man kann schon fündig werden in dieser Ausstellung. 

EKBO-Auktion am 14. November 2026

Die Präsentation der Kunstwerke wird von Diandra Donecker, Geschäftsführerin und Partnerin des Auktionshauses Grisebach als Schirmherrin begleitet. Auktionator Fares Al-Hassan führt die Versteigerung durch und erklärt dabei jedes Werk. 

Im Vorfeld wurde ein repräsentativer Auktionskatalog mit allen Exponaten erstellt, die in der St. Matthäus-Kirche zu ersteigern sind. Jeder Künstler wird mit seiner Arbeit, einer kurzen Vita und Angaben zu bisherigen Ausstellungen vorgestellt. 

Der Katalog enthält außerdem die genauen Versteigerungsbedingungen und ein Formular für schriftliche Gebote. In der Regel wird für rund ein Drittel der Arbeiten ein Gebot im Vorfeld entrichtet. 

Die Arbeiten sind vom 6. bis 14. November in der St. Matthäus-Kirche am Matthäusplatz jeweils von 11 – 18 Uhr zu sehen. 

Die Auktion findet am Samstag, dem 14. November, um 18 Uhr statt. Die Vergabe der Bieternummern startet bereits um 17 Uhr.

Prominente Unterstützung

Die Nachbarinstitutionen des Kulturforums, darunter die Gemäldegalerie, die Neue Nationalgalerie und die Staatsbibliothek, beteiligen sich mit kulturellen Veranstaltungen am Begleitprogramm. 

Am 5. November wurden die Kunstwerke erstmals öffentlich präsentiert. Zur Eröffnung sprach Ferda Ataman, Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung. Die Gorki-Schauspielerin und Autorin Vernesa Berbo gestaltete eine musikalische Lesung.

Im Rahmen des Begleitprogramms ist eine Veranstaltung mit Claudia Roth vorgesehen. 

Die wichtigsten Termine im Überblick:

Ausstellung:                           | 6. bis 14. November 2026 von 11 bis 18 Uhr

                                               | außer Montag, 9. November 2026,

Vergabe der Bieternummern: | 14. November 2026 ab 17 Uhr

Versteigerung:                        |  14. November 2026 ab 18 Uhr