© Human Rights Film Festival Berlin 2026
Unter dem Motto „Where Stories Fight Back“ startet die achte Ausgabe des „Human Rights Film Festivals Berlin“. 24 herausragende internationale Dokumentarfilme stehen auf dem Programm. Organisiert wird das Festival von…
der „Aktion gegen den Hunger“ in Kooperation mit Greenpeace mit dem Ziel, eine klare Position gegen den erstarkenden Populismus zu setzen. Im Mittelpunkt stehen Filme, die sich den drängenden Herausforderungen unserer Zeit stellen. Die Themen reichen von Klimagerechtigkeit bis zu globalen humanitären Krisen. Es geht darum, „Räume für Stimmen und Lebensrealitäten zurückzugewinnen, die viel zu oft ignoriert werden”, so Lydia Spiesberger, die gemeinsam mit Jan Sebastian Friedrich-Rust das Festival leitet. Es hebt sich damit deutlich von anderen Festivals ab (
Eröffnungsfilm „Yanuni – Die Stimme des Amazonas“
Als Eröffnungsfilm wurde deshalb „Yanuni – Die Stimme des Amazonas“ von Regisseur Richard Ladkani gewählt. Über Jahre hinweg begleitet der österreichische Regisseur die indigene Aktivistin Juma Xipaia in ihrem entschlossenen Kampf für das Existenzrecht ihres Volkes und gegen die Zerstörung des Amazonas. Als Anführerin der Xipaia-Gemeinschaft überlebt sie Mordanschläge und Repressionen, und setzt ihren Weg bis in das weltweit erste Ministerium für Indigene Völker fort. Es ist ein Film über indigene Souveränität, Liebe und den dringenden Kampf für den Schutz unseres Planeten, produziert u. a. von Leonardo DiCaprio
Richard Ladkani und Produzentin Anita Ladkani werden bei der Eröffnung anwesend sein. Eine Live-Performance der Künstlerin Gotopo, deren Musik die Selbstbestimmung indigener Gemeinschaften ins Zentrum rückt, eröffnet die Veranstaltung.
Human Rights Film Festival Berlin: das Programm
24 Dokumentarfilme präsentiert das Human Rights Film Festival Berlin. Die thematischen Schwerpunkte reichen von Klimagerechtigkeit über Konflikte, Dekolonisierung und wirtschaftlicher Gerechtigkeit bis zur Meinungsfreiheit, Geschlechtergerechtigkeit und Flüchtlingsrechten. Sie machen sichtbar, wie eng soziale, politische und ökologische Fragen miteinander verflochten sind.
HRFFB: die Highlights
„Black Water“ begleitet eine Familie aus Bangladesch, die vor Überschwemmungen nach Dhaka flieht, während The Wolves Always Come at Night Hirt*innen in der mongolischen Wüste im Kampf um ihren Lebensraum zeigt.
„2000 Meters to Andriivka“ hingegen führt an die Frontlinie des russischen Angriffskriegs.
Nach seinem oscarprämierten Film „20 Days in Mariupol“ richtet Regisseur Mstyslav Chernov seinen Blick nun auf Soldaten an der ukrainischen Front, ihre Hintergründe, Ängste und Sehnsüchte.
Der Film „Mothers of Chibok“ begleitet nigerianische Mütter, die über ein Jahrzehnt nach den Boko‑Haram‑Entführungen um Gerechtigkeit kämpfen.
„In Shot – the Voice of Freedom“ kämpft eine Gruppe von Frauen in Afghanistan gegen die Unterdrückung durch die Taliban und für das Recht auf Freiheit, Bildung und Selbstbestimmung.
Der für den diesjährigen Oscar nominierte Film „Cutting Through Rocks“ erzählt die Geschichte einer Hebamme aus dem Iran. Als erste Frau im Gemeinderat ihres Dorfs kämpft sie für die Rechte von Mädchen und Frauen und bringt ihnen das Motorradfahren bei.
Zahlreiche Filmemacher:innen, Protagonist:innen und Aktivist:innen kommen nach Berlin, um mit dem Publikum nach den Filmscreenings zu diskutieren.
Für das vollständige Programm und weitere Informationen zum Festival: www.hrffb.de
Preisverleihung: Willy Brandt Dokumentarfilmpreis
Auch in diesem Jahr haben sieben Filme die Chance, den renommierten Willy Brandt Dokumentarfilmpreis zu gewinnen. Der Preis, gestiftet von der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung, mit 5.000 Euro dotiert, wird am Freitag, 17. April verliehen.
Die internationale Jury vergibt diese Auszeichnung jährlich an einen Wettbewerbsfilm für herausragende künstlerische und inhaltliche Leistungen.
Um den Perspektiven junger Menschen Gehör zu verschaffen, wird darüber hinaus auch in diesem Jahr in Kooperation mit Schulen gegen den Hunger ein Preis der Jugendjury verliehen. Und auch die Zuschauer*innen können mitmachen und für ihren favorisierten Film abstimmen. Der Film mit den meisten Stimmen erhält den Audience Award.
Wer Dokumentarfilmfestivals schätzt, für den ist auch das Dokumentarfestival in München interessant (schabel-kultur-blog.de/?s=Filmfestival).
Infos
| Eröffnung | Freitag, 10. April 18 Uhr Einlass 10 Uhr Beginn |
| Preisverleihung | Freitag, 17. April 18 Uhr Einlass 19 Uhr Beginn |
| Ort | Berlin im Kino der Kulturbrauerei Schönhauser Allee 36 |
| Tickets | An der Abendkasse online unter www.hrffb.de |











