"Kultur macht glücklich"


Kleines Theater Landshut: Spielzeit 2026/2027 „Prinzen On Air“ und mehr

Veröffentlicht am:

von

Kleines Theater Landshut: Spielzeit 2026/2027 „Prinzen On Air“ und mehr

Intendant Sven Grunert mit seinem Team für die Spielzeit 2026/2027 © Michaela Schabel

Das Kleine Theater – KAMMERSPIELE Landshut startet am 2. Oktober 2026 mit „Prinzen on Air“ in die Spielzeit 2026/27 – Premieren, Gastspiele, Repertoire, Ausstellung und Jugendspielclub im Überblick.

Als Ort der Poesie, des Dialoges und der Selbstreflexion hat das kleine Theater Kammerspiele Landshut unter der Intendanz von Sven Grunert mit zeitgenössischen Inszenierungen ein überregionales Profil aufgebaut. Das Publikum soll „kommen, atmen, staunen“, so das Motto der neuen Spielzeit. 

Die neue Spielsaison überrascht durch eine Vielzahl von Premieren, in denen menschliche und gesellschaftlich relevante Probleme thematisiert werden. Es sind Stücke, in denen die Besucher:innen persönlich andocken können, sich über das Theater neue Perspektiven und Einschätzungen ergeben. 

Die wichtigsten Premieren im Kleinen Theater 2026/2027

Dazu passt „Prinzen On Air“, frei nach Saint-Exupérys Erzählung „Der kleine Prinz“. Sven Grunert konzipiert die Bühnenfassung als poetisches Theaterexperiment für Erwachsene „Der Prinz. Die Prinz. Das Prinz – Prinzen on Air“, eine Inszenierung, bei der man sich selbst im anderen entdeckt. Auf die Premiere am 2. Oktober folgt „Der kleine Prinz“ zur Weihnachtszeit als Kinderstück und Gil Mehmerts „Der Messias“ kommt als Wiederaufnahme ins Programm.

Am 23. Oktober präsentiert Sven Grunert mit Katharina von Harsdorf im Foyer Katharina Schlenders Stück „Ich war ein Mensch“. Die szenisch-installative Lesung zeigt einen Menschen, der kurz vor seinem Tod sein Leben noch einmal durchlebt und um die existenzielle Frage kreist, was vom Menschen und seiner Welt übrig bleibt. 

Politische Hinterfragungen

Katja Amber und Sven Hussock thematisieren über Bertolt Brechts „Flüchtlingsgespräche“ die großen Fragen des Menschseins und die Absurditäten einer Welt, in der ein Pass oft mehr zählt als der Mensch selbst. 

Unter der Regie von Matthais Ebert spielt Stefan Lenen Hubert, einen Ex-Nazi in Klaus Chattens Stück „Unser Dorf soll schöner werden“. Ist dieser Hubert, 30 Jahre nach der Entstehung des Stücks noch immer ein Außenseiter oder ist seine Weltsicht inzwischen gesellschaftsfähig?

Sven Grunert hinterfragt über Max Frischs „Biedermann und die Brandstifter“ Verharmlosung und Opportunismus.

„Fräulein Fräulein“

Arthur Schnitzlers „Fräulein Else“, ein Schlüsseltext der Wiener Moderne, spielt in einem eleganten Hotel. August Strindbergs „Fräulein Julie“, ein Hauptwerk des Naturalismus, führt in die Küche eines gräflichen Hauses. Aus beiden Texten macht Sven Grunert einen spannenden Dialog über innere Befindlichkeiten und äußere Machtkämpfe. Nicola Trub spielt beide Frauen, Andreas Sigrist das männliche Gegenüber, Vater, Diener, Verführer, Echo und Widerspruch. 

„Der Aufzug“ von Mariana Leky

Was tun, wenn plötzlich der Aufzug stecken bleibt? Astrid, die zum Arzt muss, und Fritjof, ein HNO-Arzt, müssen plötzlich lernen, auf engstem Platz miteinander auszukommen. Sie erzählen Geschichten, die wie Anekdoten aus dem Wahnsinn des Alltags wirken, als wären sie selbst Figuren in einem Theaterstück. Das Publikum kann sich auf einen humorvollen Abend mit großem Identifikationspotenzial freuen.

Gastspielpremieren

Amüsante Theaterabende versprechen die Gastspielpremieren. Eckhardt Preuß präsentiert sein Soloprogramm „Was Warmes in Moll“. Mit eigenen deutschsprachigen Balladen, zu denen er sich leidenschaftlich am Klavier begleitet, nimmt er das Publikum auf eine Phantasiereise mit, bei der Wahrheit und Fiktion, Sehnsüchte und Idealisierungen ineinander übergehen. 

Steffen Reuber möchte mit „Pluto on Piano“ Lust auf Kafka machen. Musik, Schauspiel und Weltliteratur fusionieren und ermöglichen neue Kafka-Facetten. 

Repertoire

Mit Wiederaufnahmen von „La Vie de Coco Chanel“, „Das Tagebuch der Anne Frank“, „Karl Valentin – Die Zukunft war früher auch besser“, „Kurzschluss“, „Das Abschiedsdinner“, „Prima Facie“, „Der Erhard-Abend – Du siehst aus wie eine Hundehütte“ und „Mensch, Mama, Chill doch mal!“ präsentiert das Kleine Theater großes Programm. 

Ausstellung „H.S.“

Das Monogramm „H.S.“ bezieht sich auf zwei Künstler. In dieser Spielzeit zeigt „Helmut Stix“ seine Arbeiten, 2027/28 sind in memoriam die Bilder von Helmut Stürmer (1942– 2025) zu sehen, der durch seine Bühnenbilder die Ästhetik der Inszenierungen wesentlich mitgestaltete. 

Der K1 Jugendspielclub trifft sich in der kommenden Spielzeit wieder. Interessierte Jugendliche können sich unter info@kleinestheaterlandshut.de anmelden.