München – „Metamorphosen“ – Heidi Buchers Installationen als große Retrospektive im Haus der Kunst 

„Herrenzimmer“, Heidi Bucher@Michaela Schabel 

Zwischen weißen großen Latexskulpturen blickt der Besucher auf ein Video, in dem sich Heidi Buchers „Bodyshells“ über Menschen gestülpt an einem kalifornischen Strand performen, sich neigen, öffnen und schließen. Die Künstlerin oder ihre Familienmitglieder schauen heraus und verschwinden wieder. Beeinflusst vom amerikanischen Feminismus, begeistert von Kunst und Mode, kreierte Heidi Bucher ganz neue geschlechtsneutrale Skulpturen  als Hülle und Schutz, darunter ganz unterschiedlich das Wesentliche.
Mit den „Bodyshells“ begann Heidi Buchers künstlerische Karriere. Durch ihre Häutungen von Böden und Zimmerwänden als Metaphern für Loslösungen von Sozialisierungsmustern und als gesellschaftliche Erinnerungsmahnmale avancierte sie zur internationalen Künstlerin der Neo-Avantgarde. Durch diese beeindruckende erste Retrospektive, sehr struktuiert und informativ von Jana Baumann kuratiert, soll das Werk Heidi Buchers neu entdeckt werden…