„Der Himmel über dem Camino“ („Camino Skies“) – Der Jakobsweg ist wie das Leben

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Eineinviertelmillionen Menschen pilgern jährlich auf dem Jakobsweg in der Hoffnung auf spirituelle Erneuerung. Sie suchen Antworten auf Schicksalsschläge, mentale Krisen, hoffen auf neue Kraft, prüfen das eigene Durchhaltevermögen. Für eine junge Frau ist es ein Trauerweg, für eine andere ein Loslassen ihrer Ehe, die nach dreißig Jahren scheiterte. Ein Vater geht stellvertretend für seine kranke Tochter den Jakobsweg. Jeder hat ein anderes Problem zu bewältigen.

Der Weg ist „beinhart, aber erfüllend“ erklärt einer, der den Weg schon mehrmals gegangen ist. Man lernt sehr viele Menschen aus unterschiedlichsten Ländern und Lebenssituationen kennen, mit denen man sonst nie ins Gespräch kommen würde, und man erzählt schnell seine persönlichsten Sorgen, schließt Freundschaft.

Die Kamera zeigt die Menschen in ruhigen Nahaufnahmen, konzentriert dahin marschierend, erschöpft am Ende eines Tages, fröhlich in geselliger Runde, mitunter weinend, wenn sie von ihrem Schicksal erzählen. Sie alle sind kontaktfreudig und hilfsbereit, umarmen sich gerne und stützen einander. Mensch trifft auf Mensch.

Film "Der Himmel über dem Camino" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

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Nur die Wanzen in manchen Schlafsälen stören. Zwischendurch übernachten die Pilger lieber in einem Hotel und wollen ab und zu auch einmal ausgehen.

Die Kamera folgt den einzelnen Wanderern, fängt die Landschaften aus deren Perspektive wie Fotomotive ein, Bänke, Windräder, weidende Schafe, kreisende Vögel, ein tropfender Wasserhahn, Steine auf dem Weg, ein Kreuz auf einer Opferstele, das den Blick Richtung Himmel zieht,

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und immer wieder die Gesichter der Wanderer, ihre Beine und der weite Horizont. „Der Jakobsweg ist wie das Leben“, ein Auf und Ab. Jeder Tag ist ein Kampf, der stärker macht, weil man nicht aufgibt, obwohl man nicht mehr kann.

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Gewandert wird auch bei Regen und Matsch. Dazwischen hört man immer wieder leitmotivisch die Stimme der alten Frau. „Ich schaffe es. Ich schaffe es.“ Sie zieht symbolisch ihren Ehering vom Finger. „Man lässt etwas zurück für etwas Neues.“ Physische Disziplin und Ausdauer bringen psychische Klarsicht, ermöglichen loslassen, damit verbunden seelische Heilung.

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Die letzten 100 Kilometer Richtung Santiago de Compostela werden zum Countdown mit filmischen Visionen und Impressionen. Als Gruppe kommen die sechs Pilger ergriffen und staunend im umtriebigen Santiago de Compostela an.

Unerwartet schwenkt die Kamera in der letzten Einstellung auf den wilden Atlantik 86 Kilometer von Santiago de Compostela entfernt. Eine Pilgerin lässt Asche symbolisch in die Gischt rieseln. Jetzt kann auch sie ihren Trauerprozess loslassen und beenden.

Filmteam: Fergus Grady, Noel Smyth (Regie), Noel Smyth (Kamera) Ramon Watkins (Schnitt), Fergus Grady, Phoebe Curran (Ton), Tom McLeod (Musik)

Besetzung: Julie Zarifeh, Sue Morris, Mark Thomson, Terry, Claude Tranchant, Cheryl Stone

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„Der Himmel über dem Camino“, im Original „Camino Skies“ kommt am 27. Mai in die deutschen Kinos