Berlin – „Belong“ – Fotografien von Russell James in der Galerie CameraWork

Russel James präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Ein Model im Flattergewand auf einer Anhöhe mit unendlicher Weite im Hintergrund ist Plakatmotiv für Russel James´ Ausstellung „Belong“. Die Fotografie verbindet Mode und Landschaft, ohne wirklich zu begeistern. Zu oft hat man ähnliche Motive gesehen. Umso faszinierender sind die Fotografien in der Ausstellung, in der sich Russell James als Meister der Akt- und Landschaftsfotografie erweist…

Berlin – „Adrift gleaming serenest rustling air“ – Gemälde in Öl von John McAllister in der Galerie Wentrup

John McAllister präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

„Diese neuen Bilder ermöglichen es, sich darin zu vertiefen, sie sind ein Ort, an dem  Gedanken wandern können“, sagt John McAllister von seiner neuen Ausstellung, bereits die zweite in der Berliner Galerie Wentrup.
Die Bilder, sind einzigartig. Durch die Beschäftigung mit dem Impressionismus, dem Fauvismus und der japanischen Malerei entwickelte John McAllister einen ganz besonderen Stil. Einmal gesehen, vergisst man diese Bilder nicht. Farbkomposition und der filigrane Malstil sind von bestechender Expression…

Berlin – „Helmut Newton One Hundred“ – Outdoor-Jubiläumsausstellung  zum 100. Geburtstag

"Helmut Newton One Hundred" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Am 31. Oktober 2020 wäre der legendäre Modefotograf Helmut Newton 100 Jahre alt geworden. 2003 wurde eine Stiftung in Berlin-Charlottenburg gegründet, ein Jahr später eröffnet. Über 50 Ausstellungen wurden inzwischen präsentiert. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums zeigt die Stiftung eine frei zugängliche, 85 Meter lange Outdoor-Ausstellung entlang der Kraftwerkmauer in Berlin-Kreuzberg in außergewöhnlich großen Formaten, wie Newtons Bilder noch nie zu sehen gewesen sind… 

Berlin – „Ashkan Sahihi – The New York Years“ in der McLaughlin Galerie

"Ashkan Sahihi The New York Years" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Zu jeder Fotografie Ashkan Sahihis könnte Galerist McLaughlin eine Geschichte erzählen. Genau das fasziniert ihn an den Fotografien Ashkan Sahihis. Jetzt zeigt McLaughlin „Ashkan Sahihi – The New York Years“, seine Arbeiten von 1988 bis 2013. Egal ob Porträts oder im atmosphärischen Kontext, Ashkan Sahihi weiß die charakteristischen Eigenschaften seiner berühmten Klientel herauszuarbeiten  oder Unbekanntes zu entdecken…

Berlin – „Mike Strauch Tempel“ in der Galerie „Artes“

Ausstellung Mike Strauch in der Berliner Galerie Artes präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Eine intensive Auseinandersetzung mit Landschaften, Architektur und Stillleben zeigt Mike Strauch in seinen Bildern von 2019 und 2020. Allesamt in Öl, mit sichtbar breiten Pinselstrichen in gedeckten Farbtönen gemalt entstehen nebulöse, neoimpressionistische Stimmungen. Durch Baumkronen glitzert Licht. Wegen und Wiesen entlang gleitet der Blick frei in dunstige Weite. Der abgetrennte Bildsockel legt die Bodenstruktur darunter frei und intensiviert die dreidimensionale Optik. Ablaufende Farbspuren verdeutlichen den Malprozess, gleichzeitig die Vergänglichkeit dieser Momentaufnahmen…

Landshut – „Hauptsache der Himmel ist sichtbar“ – Fotografien von Sabine Jaehnke

Sabine Jaehnke präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Sabine Jaehnke, geboren in Dresden, jetzt in München beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dokumentarischer Fotografie. Eine Reise nach Athen inspirierte sie zu der Ausstellung „Hauptsache der Himmel ist sichtbar“ mit Motiven auf dem Weg von der Innenstadt nach Piräus unter genauen Zielvorgaben. Alle 100 Schritte machte Sabine Jaehnke eine Fotografie im Hochformat, immer die Kamera in Laufrichtung, durchaus die Straßenseiten wechselnd, aber ohne sich umzudrehen.  Als sich die Straße gabelte ging sie nicht zum Hafen, sondern in die Stadt Piräus, um auch die Menschen im Alltag zu zeigen, vor dem Zeitungskiosk, bei der Arbeit, in fröhlicher Fotopose zwei Teenies. Über 16000 Schritte marschierte Sabine Jaehnke, ungefähr 14 Kilometer, 160 Bilder entstanden…

Landshut – „Reflex“ – Holzschnitte, Lithografien und Bilder von Bernd Zimmer in der Galerie Jahn

Bernd Zimmer präsentiert von www.schabel-kultur-blog-de

Bernd Zimmer zählt neben Rainer Fetting zu den bekanntesten Vertretern der „Neuen Wilden“, die  Ende der 70er Jahre in Berlin durch ihr Malerkollektiv und ihre figurative, farbintensive Malerei Furore machten. Jetzt zeigt die Galerie Jahn Bernd Zimmers Holzschnitte, Lithografien und Bilder, die vorwiegend in den letzten vier Jahren entstanden…

Passau – „Die Antwort des Bildes“ – Fotografien von Verena von Gagern-Steidle im Museum Moderner Kunst

Ausstellung "Die Antwort des Bildes" von Verena von Gagern-Steidle präsentier von www.schabel-kultur-blog.de

„Antwort des Bildes“ auf die Wirklichkeit ist das große Thema Verena von Gagern-Steidles (*1946). Ihre Arbeiten sind vielseitig. Doch einige Stilmittel blieben über Jahrzehnte hinweg, die Vorliebe für Schwarz -Weiß-Fotografien, das Licht, die sich daraus ergebenden atmosphärischen Wirkungen, ungewöhnliche Perspektiven und Details, wodurch in scheinbaren Idyllen hitchcockmäßige  Abgründe spürbar werden.
„Die Antwort des Bildes“ ist bereits 2016 als Buch erschienen. Jetzt sind die zuweilen sehr beeindruckenden  Bilder im Museum Moderner Kunst in Passau zu sehen. Nach Werkgruppen chronologisch in den einzelnen Räumen gehängt, wirkt die Ausstellung sehr übersichtlich und nachhaltig…

Landshut – Ausstellung „Gewachsen“ im Kunstverein

Filigrane Objekte schweben in der Luft, kleine Bildformate erfordern den nahen Blick. Beides zusammen entwickelt trotz der luftigen Hängung eine intensive poetische Atmosphäre.  Ende 2018 hatten sich Renate Höning und Barbara Sophie Höcherl für eine Ausstellung im Landshuter Kunstverein beworben, Ende 2019 bekamen sie für Oktober 2020 eine Zusage, so dass über ein Jahr ihre kreative Arbeit für die Ausstellung „Gewachsen“ ist. Der Titel ist damit Konzept, gleichzeitig ein Wortspiel bezüglich der verwendeten, sehr unterschiedlichen Materialien, gewachsene Seerosen und Wachs. Die starke Materialorientierung verbindet beide Künstlerinnen. Wie die Ausstellung zeigt, entstehen gerade durch deren Diversität spannende Synergieeffekte...

Filigrane Objekte schweben in der Luft, kleine Bildformate erfordern den nahen Blick. Beides zusammen entwickelt trotz der luftigen Hängung eine intensive poetische Atmosphäre. 
Ende 2018 hatten sich Renate Höning und Barbara Sophie Höcherl für eine Ausstellung im Landshuter Kunstverein beworben, Ende 2019 bekamen sie für Oktober 2020 eine Zusage, so dass über ein Jahr ihre kreative Arbeit für die Ausstellung „Gewachsen“ ist. Der Titel ist damit Konzept, gleichzeitig ein Wortspiel bezüglich der verwendeten, sehr unterschiedlichen Materialien, gewachsene Seerosen und Wachs. Die starke Materialorientierung verbindet beide Künstlerinnen. Wie die Ausstellung zeigt, entstehen gerade durch deren Diversität spannende Synergieeffekte…

Halle – „Karl Lagerfeld. Fotografie. Die Retrospektive“ in der Moritzburg 

Ausstellung "Karl Lagerfeld" in Halle präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

„Eine solche Ausstellung hat es in Mitteldeutschland noch nicht gegeben!“ Voller Stolz bewerben die Kuratoren Eric Pfrunder und Gerhard Steigl  die Ausstellung „Karl Lagerfeld. Fotografie. Die Retrospektive“ auf den Infotafeln und im Flyer. Sie ist in der Tat die erste umfassende Werkschau nach Lagerfelds Tod 2019. Die Präsentation in der Moritzburg in Halle ist beeindruckend.
Schon im Innenhof der Burg trifft der Besucher auf ein Spalier lebensgroßer Ganzkörperporträts Karl Lagerfelds in den stylischen Designerposen, wie man sie von ihm kennt. Mit hohen Stehkragen, blütenweißen Hemden, Handschuhen wusste er sein Alter (1933-2019) äußerst souverän und ästhetisch zu kaschieren. Doch Karl Lagerfeld war mehr als eine Stilikone. Überaus belesen, sehr interessiert an Architektur, Natur, Kunst und Literatur setzte er diese Bereiche in seinen Fotografien in ästhetischer Perfektion in Szene… 

Berlin – Anthony Caros „The Last Judgement Sculpture“ in der Gemäldegalerie

Anthony Caros "Das jüngste Gericht" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Das jüngste Gericht war für etliche Künstler vom Mittelalter bis in die Gegenwart, von Lucas Cranach bis Picasso eine Inspirationsquelle. Eine moderne Version stammt von Anthony Caro (1924-2013), einem der bedeutendsten britischen Bildhauer. Als Reaktion auf die Balkankriege (1995-1999) schuf er die Figurengruppen für „The Last Judgement Sculpture“, die er auf Wunsch des Sammlers Reinhold Würth für dessen Sammlung vollendete. Zur Zeit steht dieses monumentale Werk als Leihgabe in der Wandelhalle der Berliner Gemäldegalerie…

Berlin – „15 Years – Collected Dreams“ von David Drebin in der Galerie Camera Work 

Ausstellung David Drebin in Camera Work Berlin präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

„Love is in the air“ in den großformatigen Fotografien von David Drebin. Er liebt schöne Frauen und urbane Landschaften als Motive und machte durch deren dramatische Inszenierung als Mode- und Werbefotograph international Karriere. Seine Bilder sind Eyechatcher in leuchtenden Farben, Sehnsuchtsträume, die das Schöne plakativ, Aufsehen erregend verpacken und damit optisch bestens in den digitalen Instagram-Stil und narrativ zum Lifestyle unserer Zeit passen. Blitzt zuweilen hinter den glatten Oberflächen die Melancholie des Abschieds, der Einsamkeit, des Misserfolgs auf, wirken die Bilder etwas tiefgründiger. In der Berliner Galerie Camera Work sind derzeit über 20 Fotografien zu sehen, „15 Years – Collected Dreams“ …

Berlin – „Dekadenz und dunkle Träume  Der belgische Symbolismus“ in der Alten Nationalgalerie 

Ausstellung "Der belgische Symbolismus" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Zwischen Eros und Tod findet der Symbolismus seine Motive. Die Frau als Sphinx oder Femme fatale, als Circe oder Engel, Künstler am Rande des Todes, als Teufel oder Propheten, Landschaften als Abgründe der Seele, traumatische Interieurs, Schönheit bis zum Wahn und Ausschweifungen dunkler Träume ganz gegen die Normen, das sind die Themen des belgischen Symbolismus.
Neben Paris wurde Brüssel infolge der Industrialisierung und der wirtschaftlichen Erfolge durch den Kolonialismus  in den letzten beiden Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts das größte Kunstzentrum im Fin de Siècle. Es bildeten sich zahlreiche Künstlergruppen, die in ihren Ausstellungen Künstler aus anderen Ländern einluden, die wiederum den Symbolismus in ihren Ländern bekannt machten. Inspiriert von dem pessimistischen Gedankengut Arthur Schopenhauers, den Ideen Nietzsches und Forschungen Freuds, nicht zuletzt durch Richard Wagners Vision vom synergetischen Gesamtkunstwerk entstand eine Kunstepoche zwischen Ausschweifung und Memento Mori und  einem übersteigerten Ästhetizismus nahe am Kitsch.
Entgegen der Oberflächenbetrachtung von Naturalismus und Impressionismus entwickelte sich um 1880 der Symbolismus als Epoche sinnlicher Magie und psychischer Rätselhaftigkeit. Während der Impressionismus in allen landesspezifischen Charakteristika betrachtet ist, steht bislang eine tiefgründige Erforschung des Symbolismus noch aus. Umso interessanter und bedeutsamer ist die derzeitige Ausstellung „Dekadenz und dunkle Träume Der belgische Symbolismus“ in der Alten Nationalgalerie in Berlin, die in Deutschland die bislang wenig bekannten belgischen Künstler und Wegbereiter für den europäischen Symbolismus von Gustave Moreau über Arnold Böcklin und Max Klinger bis zu Gustav Klimt und Edvard Munch ins Bewusstsein bringen…

Berlin –  „Status macht Bewegung, Lust und Last körperlicher Bewegung“ im Kulturforum

Ausstellun "Status macht Bewegung" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Man blickt zuerst in ein Sammelsurium von Bildern, Skulpturen, historischen und zeitgenössischen Objekten und wundert sich, wie das alles zusammenpassen soll. Gerade in der bunten Inszenierung querbeet ergeben sich neue Denkansätze, unterstützt durch die Infotafeln, die als roter Faden fungieren, dass der Status ausschlaggebend war und ist, wie Menschen sich bewegen. In vier Kapiteln eröffnen sich synoptisch durch viele Kulturen und Epochen Lust und Last körperlicher Bewegung zwischen „Körper(ver)formung“, „Süßes Nichtstun „Stilvolles Entspannen“ und „Auf der Jagd“. Wer Geld hatte, konnte und musste sich anders bewegen …

Berlin – „Voll das Leben! Retrospektive“ – Fotografien von Harald Hauswald im Berliner Amerikahaus 

Ausstellung "Voll das Leben!" Fotografien von Harald Hauswald im Berliner Amerikahaus präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Vortrefflich sind die Augenblicke, die Harald Hauswald mit seiner Kamera einfängt, pure DDR-Tristesse. 1954 in Radebeul, Dresden, geboren gehört er zu den bedeutendsten Fotografen der DDR und gründete mit Sibylle Bergemann, Ute und Werner Mahler die OSTKREUZ-Agentur der Fotografen.1978 zog Hauswald nach Berlin. Als „systemzersetzend“, „sozialisationsfeindlich und dekadent“ wurde er von 1977 bis kurz vor dem Mauerfall observiert. 41 Mitarbeiter waren der Stasi an der Akte „Radfahrer“ involviert. Sie konnten Harald Hauswalds großartige Zeitdokumente nicht verhindern, die derzeit im Berliner Amerikahaus als Retrospektive „Das volle Leben!“ im Sozialismus durch 250 Fotografien zwischen Mitte der 1970er und 1990er Jahre kritisch hinterfragen. Viele Motive sind dabei zum ersten Mal zu sehen, andere inzwischen Ikonen der sozialistischen Systemkritik…