Berlin – Fotoausstellung „Eislandschaften“ von Sebastian Copeland 

Ausstellung von Bernhard Copeland präsentiert schabel-kultur-blog.de

©Michaela Schabel
„Kein Tag ist wie andere“; beschreibt Sebastian Copeland die Eiswüsten Grönlands, der Arktis und Antarktis. Er muss es wissen. Der renommierte, vielfach ausgezeichnete Fotograf und Polarforscher (*1964)  legte über 8000 Kilometer in diesen Regionen zurück. Er kennt das Spiel von Licht und Eis, Wind und Wolken, die Landschaftsstimmungen bei niedrigem Sonnenstand in allen Facetten.

München – Staatsballet – Balanchines „Jewels“

Schön wie ein Edelsteincollier Perfekt getanzt Balanchines Meisterwerk „Jewels“ vom Münchner Staatsballett Die Tänzerinnen und Tänzer glitzern wie Juwelen und bringen die Musik auf höchsten technischen zum Strahlen. Alles funkelt betörend schön in Balanchines Meisterwerk „Jewels“, die Choreographie, Kostüme, Bühne, die Musik aus dem Orchestergraben unter der Leitung von Robert Reimer. Auch 51 Jahre nach der Uraufführung.verzaubert Balanchines neoklassischstes Ballett durch Schönheit und tänzerische Brillanz. Einer Anekdote nach inspirierte die Schaufensterauslage eines Juweliers in New York Balanchine zu diesem dreiteiligen Ballett. „Jewels“ erzählt keine Handlung, aber Ballettegeschichte und ist gleichzeitig eine Hommage an die Städte und deren Kulturen, in denen Balanchine lebte. Die drei Ballettsequenzen sind durch Farbstimmungen klar getrennt und dramaturgisch durch ein immer größeres Corps de ballet auf ein grandioses Finale zugespitzt. In „Emeralds“ formiert sich das Corps de Ballet in Smaragdgrün nach der spätromantischen Musik von Gabriel Faurés „Pelléas et Mélisande“ und „Shylock“ zu erhabenen Colliers und Diademen als Hommage an das elegante, sehr feminine Paris, wo Balanchine nach der russischen Revolution Fuß fasste. Grazil ständig auf Spitze in halblangen Tüllröcken mit fließenden, wogenden Armbewegungen wirken die zehn Tänzerinnen vor grüner Kulisse mit funkelnden Smaragden wie Elfen im Zauberwald voll schwebender Eleganz, intensiviert durch die beiden Solopaare. In immer höheren Hebungen entfalten die beiden Solistinnen (Prisca Zeisel, Jeanette Kakareka), verführerische Eleganz und anmutig zarte Weiblichkeit. „Rubies“ präsentiert das nervös schwungvolle und amüsierfreudige Lebensgefühl New Yorks. Geradlinig wie Werbegrafik leuchtet Rot auf schwarzen Bühnengrund. Kurz und kess signalisieren die rot funkelnden Kostüme Broadwayrevue, noch mehr der freche, sexy Tanzstil. Mit geflexten Händen und Füßen, viel Hüfte und Becken, damals zumindest gewagten Schieflagen zu Igor Strawinsky komplexem „Capriccio für Klavier und Orchester“ wirkt dieser Teil am modernsten und spritzigsten, mit Osiel Gouneo und Nancy Osbaldeston als sympathisch Revuestars und Prisca Zeisel rasante Soli. Solorolle. Mit 20 Tanzpaaren in glitzernden Weiß vor einer blau schimmernden Eishöhle beschwört Balanchine in „Diamonds“ den Prunk zaristischen Balletts seiner Heimatstadt Sankt Peterburg noch einmal herauf, durch den traditionellen Stil mit vielen Ports de bras, komplexer Beinarbeit, pittoresken Posen eine Reverenz an Ballettmeister Marius Pepita. Nach einem Feuerwerk von grandiosen aSoli mit spektakulären Sprüngen und rasanten Drehungen, einem festlichen Pas de deux (Ksenia Ryzhkova, Alexey Popov) nach Tschaikowkys „Sinfonie Nr. 3 D-Dur op. 29“ endet „Diamonds“ in einer majestätischen Polonaise. Das ist alles in allem Schönheit und Wohlklang pur, Balsam für die Seele. Michaela Schabel

©Winfried Hösl
Die Tlnzerinnen und Tänzer glitzern wie Juwelen und bringen die Musik auf höchsten technischen zum Strahlen. Alles funkelt betörend schön in Balanchines Meisterwerk „Jewels“, die Choreographie, Kostüme, Bühne, die Musik aus dem Orchestergraben unter der Leitung von Robert Reimer. Auch 51 Jahre nach der Uraufführung.verzaubert Balanchines neoklassischstes Ballett durch Schönheit und tänzerische Brillanz.

Berliner Staatsoper – Cherubinis „Medea“

Opernkritik "Medea" an der Berliner Staatsoper präsentiert www.schabel-kultur-blog.de

©Bernd Uhlig
Die Bühne dreht sich, gibt Einblicke in die riesigen Hallen eines Zollraumlagers. Kunstschätze werden verpackt, um sie steuerfrei jeglicher Nutzung zu entziehen. Das Goldene Vlies liegt noch herum, wird noch gebraucht. Geschickt verweist so Andrea Breth auf den damit verbundenen Medea-Mythos und dessen Rezeptionsgeschichte  in über 300 Variationen. Unter ihrer Regie präsentiert sie  in Zusammenarbeit mit Bühnenbildner Martin Zehetgruber  in der Staatsoper eine neue Dimension „Medeas“, Medea als Opfer und Amokläuferin. Medea fährt nicht zur Hölle. Sie sinkt tod vor dem Bühnenvorhang nieder. Doch der Mythos lebt auweiter.

Film aus Paraquay – „Las herederas“/“Die Erbinnen“

Filmkritik zu "Die Erbinnen" präsentiert schabel-kultur-blog.de

©Grandfilm
Was weiß man schon von Paraguay? Imgrunde wenig, um zu sagen nichts. Marcelo Martinessis Film Las herederas gibt Einblick in das rigide System einer durch und durch konservativen Gesellschaft, die sich seit dem Militärputsch 2012 etabliert hat. Marcelo Martinessi geht nicht den direkten Weg, wählt stattdessen eine private Geschichte über zwei Frauen, in deren Leben sich das autoritäre Regie spiegelt. „Der Film soll Salz in die Wunde streuen.“ Das ist Regisseur Marcelo Martinessi bestens gelungen. Antworten gibt der Film nicht. 

Sol Gabetta mit dem Kammerorchester Basel in Passau

©MIchaela Schabel
Sol Gabetta spielt nicht nur eine Partitur, sie lebt die Musik, in dem Moment, wo sie sie spielt. Mit größter Virtuosität und absoluter Hingabe präsentierte sie bei den 66. Europäischen Wochen in Passau in der barocken Studienkirche St. Michael  Peteris Vasks „Presence“ (2012) in unvergesslicher Klangschönheit.
Eigens für sie komponiert, könnte der Titel dieses Werks nicht treffender sein.

Berliner Staatsoper – Uraufführung von Sciarrinos „Ti vedo, ti sento, mi perdo“

schabel-kultur-blog präsentiert Opernkritik zu Sciarrino

©Clärchen und Matthias Baus
Die Stille ist ihm wichtig, die Stille zwischen langgezogenen Tönen, kleinen Melodienlinien. Töne tauchen auf dem
Nichts aus und verschwinden, bauen geheimnisvoll abgründige Klangräume auf, in denen Klangmuster aus anderen Musikepochen auftauchen und fusionieren. Selten ist die Stille tatsächlich still. Beim Lauschen werden plötzlich Hintergrundgeräusche hörbar.