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Szilard Huszank in Landshut: „State of Flux“ – abstrakte Landschaften in der Galerie Kunstwerk | A.P.C.

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Szilard Huszank in Landshut: „State of Flux“ – abstrakte Landschaften in der Galerie Kunstwerk | A.P.C.

Szilard Huszank, OP#15, Ausstellung „State of Flux“, Galerie Kunstwerk A.P.C. © Michaela Schabel

Szilard Huszank zeigt in der Galerie Kunstwerk |A.P.C. Landshut mit „State of Flux“ die Entwicklung von realistischen Landschaftsbildern zu leuchtenden, abstrakten Farblandschaften

Mit leuchtenden Farben in großen Formaten wirkt „State of Flux“ wie ein Statement der Abstraktion, aber dahinter steckt mehr. 

Szilard Huszank kommt von der klassischen Landschaftsmalerei. Romantik, Naturalismus und Impressionismus setzt er nicht einfach fort, sondern entwickelt daraus eine zeitgenössische, abstrakte Bildsprache. Indem er die Farben einer Landschaft zerlegt und malerisch neu zusammenlegt, verwandelt er Waldmotive in immer stärker abstrahierte Farblandschaften. Dieser „State of Flux“, Zustand der Bewegung und Veränderung, lässt sich in der Ausstellung in drei Phasen nachvollziehen. 

Der Weg vom Landschaftsbild zur Abstraktion

Im dritten Galerieraum zieht eine realistisch-impressionistische Waldlandschaft die Blicke auf sich. Dieses Bild ist sozusagen der Ausgangspunkt, von dem aus sich Huszanks Abstrahierungsprozess erklärt. Huszank liebt die Natur, aber nicht die motivliche Enge. Aus dem Wunsch, frei zu malen, verwandelten sich seine Bildzyklen immer stärker ins Abstrakte.

In den LC#-Bildern, den Landschaftscollagen, erkennt man noch deutliche Landschaftselemente wie Berge, Wasser, Bäume, Äste oder Blätter, aber die Motive sind fragmentiert, als Farbflächen übereinander collagiert. Durch helle Farbtönungen wirken sie sehr pastos und bewusst unnatürlich. 

In der IL#-Serie „Imaginary Landscapes“ verstärkt er den Abstraktionsgrad hin zu fiktiven Stimmungsbildern, die nur noch entfernt an Landschaften erinnern und sich in der OP#-Serie, den jüngsten Overpaintings, in leuchtende Farblandschaften verwandeln.

Das Auge folgt den Farbflächen, die sich überlagern, ausdehnen, weiterführen. Man findet keinerlei figurative Elemente und trotzdem fühlt man Landschaft.

Abstrakte Farblandschaften

Die Farben benutzt Huszank nicht als Mittel zur natürlichen Wiedergabe. Wie bei den Expressionisten vermittelt er durch Blau, Violett, Gelb, Orange, Rot und Pink ganz neue Bildwelten zwischen Bewusstsein und Unbewusstem, Reflexion und Improvisation. Besonders mag er Cadmiumgelb, ein Gelb, das ins Orangefarbene übergeht, oder unterschiedliche Türkisfacetten, wodurch diese Bilder eine sommerliche Aura ausstrahlen. 

Bei den OP#-Bildern spachtelt er die Farbe stärker übereinander. Auf räumliche Perspektiven verzichtet er ganz bewusst und lotet allein durch die Pinseltechnik wild bewegte Farblandschaften aus, ohne dass die floralen und ornamentalen Motive, die ihn inspirieren, sichtbar werden. Nur „OP#15“ fällt aus dem Rahmen. Bei entsprechender Distanz lassen sich Wasserspiegelungen erahnen, obwohl sich weder Farben noch Formen spiegeln. 

Szilard Huszank

Szilard Huszank (*1980 in Miskolc, Ungarn) studierte klassische Ölmalerei in an der Ungarischen Universität der Bildenden Künste in Budapest, an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg und an der École Supérieure des Beaux-Arts de Marseille. Er bekam verschiedene Auslandsstipendien und Auszeichnungen. Derzeit lebt und arbeitet in München. „State of Flux“ ist seine erste Soloausstellung in Landshut.

Infos zur Ausstellung: „State of Flux“ in 

Ort:                    | Galerie Kunstwert A.P.C Papiererstraße 3, 

                          | 84028 Landshut

Dauer:               | vom 12. September bis zum 22. November 2026

Öffnungszeiten: | Mi/Fr/Sa von 15-18 Uhr oder 

                          | nach telefonischer Vereinbarung unter 0172 93 98 268.