Giovanni Zarrella beim Classic Open Air 2026 in Berlin © Giovanni Zarrella
Giovanni Zarrella & Band begeistern mit Italo-Pop beim Classic Open Air vor dem Konzerthaus am Berliner Gendarmenmarkt vor rund 3.000 Besuchern.
Im Nu erobert Giovanni Zarrella beim Classic Open Air auf dem Berliner Gendarmenmarkt das Publikum. Er singt, tanzt, moderiert, mischt sich immer wieder ins Publikum, umarmt die Menschen und strahlt. Er will, dass die Menschen glücklicher nach Hause gehen, als sie gekommen sind. Die Botschaft kommt nicht nur an, sondern wird unter dem Motto „Eine italienische Sommernacht“ auf dem Berliner Gendarmenmarkt tatsächlich gelebt.
Giovanni Zarrella Classic Open Air 2026 als Sommerparty
Vor einem Jahr war Giovanni Zarrella mit seiner Band zum ersten Mal Gast beim Classic Open Air des Berliner Konzerthauses. Jetzt ist er mit seiner Band und „Part II“ zurückgekehrt. Das Konzert soll eine Party sein, verspricht er, und dank seiner charmanten Moderation wird schon nach dem ersten Song getanzt und mitgesungen. Durch das Schillerdenkmal vor der Bühne, das die Publikumsreihen teilt, ist Giovanni Zarrella ständig in Bewegung, was seine immersive Moderation noch verstärkt: „Genießt den Abend. Er gehört euch.“
Bühne und Atmosphäre beim Classic Open Air 2026
Ganz in Weiß gekleidet ergibt sich auf der großen Treppenbühne vor dem Konzerthaus eine wohltuend schlichte, sehr elegante Optik, die
mit zunehmender Dunkelheit effektvoll ausgeleuchtet in wechselnden Farben illuminiert wird.
Italo-Pop der 1980er Jahre
Das Publikum verzaubert Giovanni Zarrella in erster Linie durch Italo-Pop-Evergreens der 1980er Jahre, mit denen er in Papas Pizzeria aufgewachsen ist und mit denen man auch heute noch ganz automatisch bella Italia assoziiert. Dazu kommen deutsche und internationale Hits und Eigenkompositionen wie „La discoteca italiana“ aus seinem aktuellen Album „Universo“. Was den Abend so einmalig macht, ist allerdings Giovanni Zarrellas Talent als Moderator, wobei er über die Klischees einer italienischen Familie die Sehnsüchte der Menschen nach Harmonie, familiärer Geborgenheit, Dankbarkeit und ausgelassener Fröhlichkeit aktiviert, aber auch Melancholie und Trauer über den Verlust nahestehender Menschen einbindet und geht auch auf die Herausforderungen seines Comebacks nach 15 Jahren ein.
Jeder Song eine Story
Jeden Song der „Italienischen Sommernacht“ moderiert Giovanni Zarrella an, denn jedes Lied hat eine persönliche Bedeutung für ihn. Daraus ergibt sich ein sehr privater Einblick in sein Leben, für das er sehr dankbar ist.
Als Sohn einer italienischen Gastarbeiterfamilie, 1978 im schwäbischen Hechingen geboren, in familiärer Geborgenheit, schulisch und von Freunden gefördert, konnte er sein musikalisches Talent entfalten und wurde damit zum Symbol einer gelungenen Integration, wofür er sich öffentlich bedankt. Er besingt die schönen Seiten und Visionen des Lebens. „Ich bau dir ein Schloss. Die Zeit ist reif für ein bisschen Zärtlichkeit“ nach Nenas „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ (2013).
Liebevoll ironisch blickt er auf seine eigenen Wurzeln. In Italien gilt die Devise: „Die Sachen müssen nicht unbedingt funktionieren, aber gut aussehen“ oder „Wir Italiener wollen ein bisschen leiden“, was bestens zu den Herz-Schmerz-Songs passt. Das Publikum ist begeistert.
Florian – Zarrella-Fan
Allen voran Florian ganz vorne in der VIP-Lounge. Er springt und tanzt, imitiert die Gesten seines Idols und Giovanni Zarrella reagiert darauf, indem er ihm immer wieder zuwinkt. Schon Tage davor konnte man Florian mit Fan-Shirt in Berlin-Charlottenburg mit Mikrofon und Soundbox tanzen sehen. Eine geschickte Werbekampagne? Mitnichten. Voriges Jahr wollte Florian zum Konzert, hatte aber kein Geld für das Ticket. Als Giovanni Zarrella das hörte, schenkte er ihm ein Freiticket, gültig für künftige Konzerte. Mit derartigen Geschichten berührt Giovanni Zarrella die Herzen der Menschen und natürlich mit seiner Musik, die letztendlich darum kreist, dass jeder Mensch sein persönliches Universum der Liebe, sprich sein familiäres Umfeld und Freunde, braucht.
Konzert mit viel Hall
Das Konzert selbst hat wie viele Open-Air-Aufführungen das Problem, dass die Musik sehr hallt und die einzelnen Instrumentalstimmen verwischen, was sehr schade ist, weil die Band orchestral besetzt ist: mit acht Streicher:innen, jeweils einer Trompeterin, Posaunistin und Tenorsaxophonistin, einem Pianisten und einem Schlagzeuger, komplettiert durch zwei Sängerinnen für den Backgroundgesang, aber auch zusammen mit Giovanni Zarrella. Akustisch ausbalanciert kommen die Songs sehr gut zur Wirkung. Sehr klug arrangiert Giovanni Zarrella die Abfolge zwischen melancholischen Songs und flotten Evergreens. Im zweiten Teil heizt er die Tanzstimmung über Latino-Songs und internationale Welthits wie Michael Jacksons „Billie Jean“ an. Ein paar Backslide-Bewegungen sorgen für euphorischen Applaus. Über ein Ratequiz auf Zuruf aus dem Publikum werden berühmte Italo-Evergreens angespielt, u.a. „Felicità“, „Azzurro“, „Sempre, Sempre“. Mit „Que será“ leitet er zur Verteilung roter Rosen über – für alle, die noch etwas wieder gutzumachen haben, oder an ein Paar aus den Publikumsreihen, das mit 63 Jahren am längsten auf eine gemeinsame Beziehung zurückblickt. Beim großen Finale überrascht die Tenorsaxophonistin, ansonsten kaum hörbar, durch eine jazzige Improvisation.
Fazit zu Giovanni Zarrella Classic Open Air 2026
Giovanni Zarrellas immer wieder suggerierte Botschaft vom Konzert als Party und Erlebnis geht auf. „Welch ein Glück, glückliche Menschen zu sehen!“, verkündet er final sichtbar überglücklich vom vielen Applaus, den er mit einer Zugabe honoriert. Die Kombination von Songs und Moderation und die darin zum Ausdruck kommende Lebensfreude macht die „Italienische Sommernacht“ zu einem klischeehaften, aber durch die Authentizität Giovanni Zarrellas auch zu einem besonderen Ereignis, weil neben der Musik die menschliche Botschaft auf Augenhöhe vermittelt wird.
Zarrella-Fans dürfen sich auf das Classic Open Air 2027 freuen. Dann präsentiert Giovanni Zarrella mit „Part III“, vor allem Eigenkompositionen seiner neuen CD „Universo“ und davor am 7. April im Berliner Tempodrom.
Infos zum Konzert Giovanni Zarrella – Italienische Sommernacht Part II
Ort: |Konzerthaus Berlin, Gendarmenmarkt Berlin
Reihe: |Classic Open Air 2026
Datum: | 14.07.2026
Besucher: | rund 3.000
Dauer: | ca. 3 Stunden
FAQ
Lohnt sich das Konzert „Italienische Sommernacht – Part II“?
Für die Fans von Giovanni Zarrella und Italo-Pop auf jeden Fall.
Was ist das Besondere an dem Konzert?
Giovanni Zarrella singt nicht nur, sondern moderiert auch sehr charmant. Zu jedem Song weiß er eine persönliche Geschichte, woraus sich sein Lebensweg mit allen Höhen und Tiefen herauskristallisiert. Das Konzert ist als Party konzipiert. Jeder darf mitsingen, tanzen und klatschen.
Wo ist Giovanni Zarrella 2026 live zu erleben?
17. Juli 2026 | Trier
22. August 2026 | Gotha
23. August 2026 | Bochum
28. August 2026 | Ötigheim
30. August 2026 | Mönchengladbach

















