Uraufführung des Karl-May-Musicals „Das Buschgespenst“ bei den Greifensteiner Festspielen © Greifensteiner Festival
Die Uraufführung des Musicals „Das Buschgespenst“ ist der Höhepunkt der Greifensteiner Festspiele 2026. Alle Infos zur Inszenierung und Handlung.
Von einer ganz anderen Seite zeigen die Greifensteiner Festspiele Karl May, den großen Erzähler des Wilden Westens,. Ben Todt und Birgit Simmler verwandeln dessen erzgebirgischen Heimatroman „Das Buschgespenst“ in ein Karl May-Musical.
„Das Buschgespenst“ – Handlung
Die Handlung spielt im rauen Erzgebirge des 19. Jahrhunderts in einem armen Dorf nahe der böhmischen Grenze, als die Weber von wenigen vermögenden Familien ausgebeutet wurden, Wilderei und Schmuggel oft die einzige Lösung waren, um überleben zu können. Die Menschen führten ein entbehrungsreiches Leben, lebten in Abhängigkeit von ihrem Arbeitgeber und hatten keinerlei Perspektiven.
Im „Buschgespenst“ erzählt Karl May von der mächtigen Fabrikantenfamilie Martin und Sophie Seidelmann, gegen die sich im Verborgenen Widerstand bildet.
In den Wäldern des Erzgebirges geht ein geheimnisvolles Wesen um – das Buschgespenst. Beschützer der Armen oder Verbrecher? Retter in dunkler Stunde oder Vorbote des Unheils? Keiner weiß es genau. Doch die Polizei jagt das Buschgespenst, als wäre es ein Verbrecher.
Die Sache wird noch komplizierter durch die unstandesgemäße Liebe zwischen Engelchen und Eduard. Beide geraten mit dem Junior-Chef Fritz Seidelmann in einen Konflikt, den das Buschgespenst durch sein Eingreifen noch rätselhafter und gefährlicher macht. Als der rätselhafte Detektiv Arndt die Spur des Gespensts aufnimmt, erhellen sich Konflikte aus der Vergangenheit und ein dunkles Geheimnis offenbart sich.
Karl Mays Romanvorlage
„Das Buschgespenst“, heute Band 64 von Karl Mays gesammelten Werken, stammt ursprünglich aus seinem großen Fortsetzungsroman „Der verlorene Sohn“ (1884–1886) und wurde später in einen eigenständigen Roman umgearbeitet, wobei er sehr genau die sozialen Verhältnisse seiner Heimat schildert.
Wer ist das Buschgespenst?
Das Buschgespenst erinnert an Robin-Hood, der sich schützend vor die Armen stellte, und an den bayerischen Hiasl, ein geheimnisvoller Wilderer, der den Entrechteten half. Im Gegensatz zu diesen Volkshelden ist Karl Mays Buschgespenst nur eine geheimnisvoll maskierte Figur, in deren ganz persönlicher Geschichte sich die sozialen Probleme jener Zeit offenbaren.
„Das Buschgespenst“ – vom Heimatroman zum Erzgebirgischen Musical
Karl Mays gespenstischen, abenteuerlichen Heimatroman verwandeln Ben Todt und Birgit Simmler für die Greifensteiner Festspiele in ein spannendes, hochdramatisches Musical. Im Mittelpunkt stehen die menschlichen Beziehungen, geprägt von der erzgebirgischen Heimat, die Karl May sprachlich und gedanklich sehr authentisch einbringt. Ein idealer Stoff, bestens geeignet für das Naturtheater Greifenstein, und eine Publikumsüberraschung als Karl-May-Festspiele der ganz anderen Art.
Autorin Birgit Simmler und Komponist Ben Todt
Für die Umsetzung des Romans in ein Musical hat sich das Erzgebirgische Theater die renommierte Autorin Birgit Simmler gewählt. Sie hat sich auf regionale, historische Musicals spezialisiert, wobei es ihr sehr wichtig ist, historische Themen vor heimatlicher Kulisse in Abstimmung mit der Musik möglichst authentisch zur Wirkung zu bringen.
Die Musik für das Karl-May-Musical stammt von Ben Todt. Er macht Liebes- und Heimatgeschichte, Sozialdrama und Krimi durch atmosphärische Klangfarben hörbar und hebt die Hauptfiguren durch Leitmotivik und lyrische Melodien hervor.
Unter der Regie von Jan Holtappels und der musikalischen Leitung von Markus Teichler und Karl Friedrich Winter ist eine spannende Uraufführung dieses Karl-May-Musicals in einmaliger Kulturkulisse zu erwarten, die sich durch die Greifensteiner Festspiele nahtlos in einen Kultur-Natur-Urlaub verwandeln lässt.
| Künstlerisches Team: | Musikalische Leitung: | Markus Teichler Karl Friedrich Winter |
| Inszenierung: | Jan Holtappels | |
| Ausstattung: | Martin Scherm | |
| Choreografie: | Susi Zanić | |
| Chorleitung: | Kristina Pernat Ščančar | |
| Dramaturgie: | Lür Jaenike | |
| Nachdirigat | Dieter Klug | |
| Mit: | Sigalit Feig, Annika Steinkamp, Marc Trojan, Chris Green, Lásló Varga, Bettina Grothkopf, Szófia Szabó, Angus Simmons, Bridgetta Brothers, Lukáš Šimonov, Leander de Marel, Marcin Jarkub Ciesielczuk, Nadine Dobrinner, Amelie Hadlich, Bewegungsensemble, Kleindarstellende und Band | |
| Uraufführung: | 24. Juli 2026 | |
| Weitere Aufführungen: | 08., 14.,16., 21, 29. August 2026 | |
| Verkehrsverbindung: | Anfahrt bequem mit dem Auto | |
| Parkmöglichkeiten: | direkt vor den Toren der Bühne oder am Abzweig Greifensteine | |

















