Berlin – „Tanz im August“ – Deutschlands größtes Internationales Tanzfestival

"Tanz im August" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Zum 31. Mal startet „Tanz im August“ am 9. August. Bis zum Monatsende werden  70 Veranstaltungen, 31 Produktionen, 2 Installationen mit 160 Mitwirkenden  an 11 Veranstaltungsorten mit dem HAU Hebbel am Ufer in Berlin stattfinden. Mit 7 Uraufführungen und 18 Deutschlandpremieren bietet „Tanz im August“ dieses Jahr sehr viele neue Produktionen, mit 10 – 60 € für jeden Interessierten erschwinglich.

Alternative „Naturweine“

Naturweine präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Nachdem jetzt sogar die berühmten Bordeauxweine in Verruf geraten sind, weil  Arbeiter in den Weinbergen wegen der vielen Pestizide, die sie ungeschützt ein Leben lang auf die Felder versprühen mussten, an Krebs erkrankten, muss man sich schon fragen, was man bei einem angeblich guten Glas Wein trinkt. Egal ob um 4 € oder 4000 €,  Bordeauxweine enthalten jede Menge Pestizide, da die Witterung in dieser Region alles andere als weinfreundlich ist und sich ohne diverse Pestizide keine ökonomisch vertretbaren Ernten ergäben. Alternativen sind inzwischen eine Reihe von Naturweinen.

Film – „Monsieur Claude 2“

Filmkritik "Monsieur Claude 2" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Als hätte der  erste Schock für Monsieur  Claude nicht gereicht, dass alle vier Töchter Ausländer heirateten. In „Monsieur Claude 2“ entpuppen sich die Schwiegersöhne auch noch als Loser, die sich gegenseitig aus einer Mischung von Unachtsamkeit und Übersensibilität rassistisch diskriminieren und als letzte Rettung mit ihren begeisterungsfähigen, leicht manipulierbaren Ehefrauen auswandern wollen.

Berlin – Uraufführung von Detlev Glanerts „Oceane“ in der Deutschen Oper

Opernkritik "Oceane" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Musik und Chor flirren. Wind tost, eisiges Klirren. Tragisch, geheimnisvoll umhüllen die Töne das groß projizierte Frauenantlitz, immer größer herangezoomt mit Fokus auf die linke Pupille, in der sich der Wellenschlag spiegelt, der sich zum Bühnenbild weitet.Detlev Glanert gelingt mit seiner neuen Oper „Oceane“ ein kleines Meisterwerk in der Motivtradition der Nixen von „Undine“, „Melusine“ und „Rusalka“. Inspiriert von Theodor Fontanes Novellenfragment „Oceane von Parceval“ (1882) komponierte er anlässlich des 200-jährigen Fontanejubiläums dieses „Sommerstück für Musik in zwei Akten“ in Kooperation mit dem Textdichter Hans-Ulrich Treichel. Doch dieser Sommer ist düster.

Berlin – Musical „The Band“ im Theater des Westens

Musicalkritik "The Band" präsentierte von www.schabel-kultur-blog-de

©Stage Entertainment
BBC-Nachrichten von 1993 flimmern zur Einstimmung über die Nachrichten(?)(Bildschirm?) und nach einer kurzen Anmoderation startet das britische Musical „Band“, das die Deutschlandpremiere im Berliner Theater des Westens zwei Jahre nach der Uraufführung in Manchester feierte,  nicht als Biografie der gecasteten Boygroup „Take That“, sondern als flott witzige Retrospektive aus der Perspektive von fünf Girlie-Fans.

La Reunion –  Essen französisch oder kreolisch

©Michaela Schabel
Auf der Tropeninsel La Reunion versteht man zu genießen und mischt Bewährtes  aus den unterschiedlichsten Kulturen, immer lecker gewürzt. Der Westen ist von der französischen Küche geprägt. Man tafelt auch am Strand, nicht in irgendeiner Bude, sondern in einem angenehmen Restaurant. Dreigängige Gerichte sind eine Selbstverständlichkeit, der Aperitif mit Fruchtsäften aus frisch gepressten Tropenfrüchten, Ananas und Mangos in vielfältigen Variationen, ist obligatorisch.  

Berliner Theatertreffen – „Das große Heft“ vom Staatsschauspiel Dresden

Theaterkritik "Das große Heft" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

©Sebastian Hoppe
Eine schwere Eisenscheibe kreist, darauf zwei Menschen. Sie gehen, nein sie kämpfen sich vorwärts mit einer Expression wie aus einer von Kafkas Zeichnungen. Die Livemusik, ein pulsierender Sound aus harten Elektrobässen, tiefen Cellostrichen, eisigen Violintönen und pochender Perkussion, bestimmt den Rhythmus der Inszenierung.

La Reunion – die beste Vanille der Welt

La Reunions präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

©Michaela Schabel
La Reunion produziert zwar nicht mehr die meiste, aber die beste Vanille. An der Südostküste wird Vanille Bleue angebaut, derzeit die beste weltweit. Nein, die „Vanille Bleue“ ist nicht blau. Blau ist nur das Qualitätszeichen, das auf einer alten Redewendung beruht.  In La Reunion wurden früher besondere Pflanzen, die Gesundheit versprachen, als „blaue“ Pflanzen bezeichnet. 

München – Christopher Rüpings „Dionysos Stadt“ beim Berliner Theatertreffen

Theaterkritik "Dionysos Stadt" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

©Julian Baumann
Die ganze Orestie an einem Theaterabend, damit sorgt  Regisseur  Christopher Rüping gelungen, was er wollte, für Aufsehen im Theaterbetrieb. „Wenn schon jeder Castorf acht Stunden dauert, dann doch lieber zehn“. Wie zu erwarten wurde sein in den Münchner Kammerspielen bejubeltes  Antikenprojekt „Dionysos Stadt“ von der Einladung zum Berliner Theatertreffen gekrönt und in den Räumlichkeiten der Berliner Festspiele  zwischen kostenloser Bewirtung und Abtanzen in den Pausen zum Mega-Event.

Berlin – „Jack´s Jack“ – Jack Whittens erste Einzelausstellung in Deutschland  im Museum der Gegenwart, Hamburger Bahnhof

Ausstellung Jack Whitten präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

©MIchaela Schabel
Über die Titel und seine Lebensgeschichte erschließen sich die Bilder Jack Whittens. Zum ersten Mal sind die Bilder des Afroamerikaners in Deutschland zu sehen. Er konnte diese Ausstellung nicht mehr erleben,  verstarb 2018 . So wird „Jack´s Jack“ zum großen Memorial, mit Fokus auf seine „Gifts“ (Gaben), so bezeichnete er seine Bilder, die er oft seinen Freunden und Vorbildern aus Kunst, Musik und Politik widmete. „Wenn ich jemandem ein Bild widme, ist das meine Art, zu honorieren, dass bestimmte Menschen als Geist und Energie gelebt haben.“ Mit seinen Bildern will Jack Whitten die Energie dieser Menschen vermitteln. Seine Bilder sind wie Totem, haben Aura, tief durchpulst von seiner afroamerikanischen Seele.

Berlin – Andreas Mühes „Mischepoche“ im Hamburger Bahnhof

Ausstellung Andreas Mühes "Mischepoche" von www.schabel-kultur-blog.de

©Andreas Mühe
In zwei riesigen Fotografien blicken sich die Familienmitglieder Andreas Mühes väterlicher- und mütterlicherseits vis-a-vis im dunkelgrau gehaltenen Ausstellungsraum an. Andere Fotografien  eröffnen den Blick auf den Prozess des Projekts, 92 davon im gleichen Format, wie eine aufgefaltete Seite auf drei Wänden geordnet mit rhythmisierten Motivwiederholungen, allesamt analog fotografiert ohne digitale Bearbeitung. Da nicht mehr alle Familienmitglieder leben, der Vater und zwei seiner drei Frauen, die Schauspielerinnen Jenny Gröhlmann und Susanne Lothar, ließ Andreas Mühe über eine Londoner Firma, die auch für Madame Tussauds arbeitet, täuschend ähnliche Modelle in Originalgröße für die Familienfotos nachbilden.