Berlin –  Gauthier Dance mit „Classy Classics“ in den Berliner Festspielen zu Gast

Tanzkritik Gauthier "Classy Klassik" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Mit Klassikern der Moderne begeistert Gauthier Dance Company mit ihren mehrtätigen Gastspiel  das Berliner Publikum. Schon der Titel „Classy Classics“ liest sich fröhlich. Gauthier ist inzwischen nicht nur ein exzellenter Choreograph, sondern  auch ein  überaus nachgefragter Festspielleiter. Er weiß, wie man Tanzprogramme faszinierend zusammenstellt und das Publikum mit einem abwechslungsreichen Programm geistreich unterhält und gleichzeitig kontrastreich unterschiedlichste Choreographiehandschriften zeigt. Gauthier ist es zu verdanken, dass berühmte Choreographen aus aller Welt ihre Stücke seiner Stuttgarter Company überlassen. Seine Gauthier Dance Company bringt alle Stilrichtungen versiert auf  die Bühne.

Berlin – Internationale Grüne Woche (IGW) 2020 – Vision von der Wende

Internationale Grüne Messe präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Die Grüne Messe erreicht 1800 Aussteller aus 72 Ländern und hat damit weltweite Bedeutung. 1050 Betriebe sind aus Deutschland. Der Fokus richtet sich dieses Jahr verstärkt auf die Klimadebatte in Bezug auf nachhaltiges, Ressourcen schonendes und umweltfreundliches Produzieren. Erstmals sind vier Bundesministerien vertreten. Gastland ist diese Jahr Kroatien mit den Regionen Istrien,  Slawonien , Dalmatien und Zentralkroatien unter dem Motto „Die Kultur der Agrikultur“. 

Berlin – Musical – „That´s Life – Das Frank-Sinatra-Musical“ – Welturaufführung im Potsdamer Theater

Musicalkritik "That´s Life-das Frank-Sinatra-Musical" präsentiert von www.schabel-klutur-blog.de

Kann man Frank Sinatra nachmachen? Ja, man kann, wenn auch nicht ganz 1:1. Erfolgsproduzent Oliver Forster, inzwischen Spezialist für autobiografische Musicals, weiß um die Problematik Stars zu covern und die Tricks das bestmöglich umzusetzen. Nach „Falco – Das Musical“,  „BEAT IT“ „TIna Turner“  geht jetzt  „That´s Life – das Frank-Sinatra-Musical“ auf Tournee, sicher mit viel Erfolg.

Das Musical lässt Regisseur Stefan Warmuth geschickt aus der Retrospektive, mit dem Bühnenabschied Frank Sinatras 1971 in Los Angeles beginnen. Frank Sinatra, alias Tam Ward, geht ab von der Bühne, wo entlang von 28 Songs  die markantesten Lebensstationen noch einmal Revue passieren, aber eben nicht als reine Songrevue wie beispielsweise „Ring of Fire.“

Landshut – Dörte Hansens „Altes Land“ in einer Produktion der Theaterei Herrlingen in den Landshuter Kammerspielen

Dörte Hansens "Altes Land" präsentiert als Theaterkritik von www.schabel-kultur-blog.de

Mitreißendes Gastspiel der Theaterei Herrlingen  von Dörte Hansens „Altes Land“ im Kleinen Theater  

Das alte Haus stöhnt und wispert, als erzählte es selbst die Geschichte von drei Generationen, von den Flüchtenden vor sich selbst, von der Vereisung der Menschen und ihrem Kälteschutz, den sie sich zulegen und der durch Charakterzüge, Umfeld und Erfahrungen weitergereicht wird.

Ergreifend erzählen und spielen Ursula Berlinghof, Agnes Decker und Lisa Wildmann Dörte Hansens subtilen Roman „Altes Land“. Aus Rückblenden kristallisieren sich zwei Familiengeschichten zwischen Zweitem Weltkrieg in der Provinz und hippem Hamburg 2017 heraus, die in Talentwahnsinn und  Ökotourismus satirisch aufleuchten.

Berlin – Jeremy Irons ist der Präsident der 70. Berlinale

Jeremy Irons als Präsident der Berlinale präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Mit Jeremy Irons bekommt die 70. Berlinale einen charismatischen Präsidenten. „Die ikonischen Figuren, die Jeremy Irons verkörpert hat, und sein unverwechselbarer Stil haben mich auf meiner cineastischen Reise begleitet und mir die Komplexität der menschlichen Natur vor Augen geführt“, wertschätzt ihn Carlo Chatrian, Künstlerischer Leiter der Berlinale.
Umgekehrt freut sich Jeremy Irons, dass er die Rolle des Jurypräsidenten übernehmen darf.   „Es bietet mir nicht nur die Gelegenheit, in diese großartige Stadt zurück zu kehren, sondern auch die ausgewählten Filme anzusehen und deren Vorzüge mit meinen Jurykolleg*innen zu diskutieren.“

Berlin – „Albert Watson“ – in der Fotogalerie Camera Work

Ausstellung "Albert Watson" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Mit Fotografien von Kate Moss, Christy Thurlington und David Bowie wurde  Albert Watson (*1942 in Edinburgh) weltberühmt und sogar mit einem Grammy ausgezeichnet. Er  machte über 100 Covers für renommierte Zeitschriften, den Pirelli-Kalender 2019, viele Filmposter, aber auch experimentelle Fotografien.

Werke aus drei Jahrzehnten zeigen in der Fotogalerie Camera Work, wie unglaublich präzise und skulptural  er fotografiert.  Man glaubt die Wimpern anfassen zu können, als rage die Zigarette dreidimensional heraus. Raffiniert gefaltete Roben lassen Frauen als geheimnisvolle Skulpturen erscheinen. 

Berlin – Knirpskonzert in der Deutschen Oper – Musikkultur für die ganz Kleinen 

Knirpskonzert präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Die Kindergartenkinder sitzen auf bunten Kissen auf einem großen roten Teppich, schauen gespannt auf die Bühne. Eine Akkordeonistin klopft auf ihr Instrument. Beginnt es zu regnen? Nur musikalisch, noch stärker, als die Posaune mitmischt. Doch mit der Geige kehrt die Sonne zurück. Aus dem Regenschirm wird ein Boot und Wanderstock…

Berlin – Berlinale 2020

Berlinale präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

In sechs Wochen startet die Berlinale 2020. Vom 19. bis 29. Februar ist sie dieses Jahr relativ spät angesetzt, das Interesse sehr groß. Es ist nicht nur die 70. Berlinale und die erste unter unter der Leitung der Doppelspitze mit Carlo Chatrian als Künstlerischem Direktor und Mariette Rissenbeek als Geschäftsführerin…

Berlin – „Der Lebenslauf des Boxers Samson-Körner“ nach einer Fortsetzungsgeschichte von Bertolt Brecht 

Theaterkritik "Der Lebenslauf des Boxers Samson-Körner"

Eine kreisrunde weiße Lichtfläche, Vollmond und Ring zugleich, genügt die Magie des Boxens zu beleuchten. 1924 lernte Bertholt Brecht den amtierenden deutschen Schwergewichtsmeister Paul Samson-Körner kennen. Er befreundete sich mit ihm und schrieb nach dessen Erzählungen die Fortsetzungsgeschichte  über den „Lebenslauf des Boxers Samson-Körner“. Ausverkauft ein Jahr nach der Uraufführung in der neuen Bühne des Berliner Ensembles, fragt man sich warum. 

Es  hat wohl viel mit dem Brechts Renommee zu tun, mit Oliver Kraushaars sehr präsenter, teilweise ironisch distanzierte Art die Geschichte dieses Samson-Körners auf der Bühne zu verkörpern. 

Film – „Alles außer gewöhnlich“

Filmkritik "Alles außer gewöhnlich"

„Ziemlich beste Freunde“, dann  „Heute bin ich Samba“ und „Das Leben ist ein Fest“, jetzt  „Alles außer gewöhnlich“. Jedes Mal treffen Erich Toledano und Olivier Nakache mit ihren sozialkritischen Themen den Kopf. Ihre Geschichten beruhen auf genauen Recherchen, blicken die Kulissen verdrängter Realitäten, schrauben sich emotional tief ins Bewusstsein. „Alles außer gewöhnlich“ schmerzt die Seele. Doch das Regieteam entdeckt gleichzeitig die Momente skurrilen Humors und stillen Glücks.
„Alles außer gewöhnlich“ ist ein Plädoyer für die Menschlichkeit. Ja, so könnte es gehen…

Berlin – „Konzert zum Jahreswechsel“ im Konzerthaus

Tosender Applaus und begeisterte Zurufe zeigten, dass auch ungewöhnliche, sehr innovative  Konzerte beim Publikum bestens ankommen. Christoph Eschenbach, Chefdirigent des Berliner Konzerthauses, überraschte zum Jahreswechsel mit einem großartigen  Konzertprogramm zwischen Klassik und Moderne, das er charmant moderierte. Gemeinsamer Nenner waren außerordentliche Rasanz, vortreffliche Präzision und neue Klangwelten, durch die kammermusikalische Bewegungsdynamik des Konzerthausorchesters noch intensiviert.  Schon der Beginn überraschte

Tosender Applaus und begeisterte Zurufe zeigten, dass auch ungewöhnliche, sehr innovative  Konzerte beim Publikum bestens ankommen. Christoph Eschenbach, Chefdirigent des Berliner Konzerthauses, überraschte zum Jahreswechsel mit einem großartigen  Konzertprogramm zwischen Klassik und Moderne, das er charmant moderierte. Gemeinsamer Nenner waren außerordentliche Rasanz, vortreffliche Präzision und neue Klangwelten, durch die kammermusikalische Bewegungsdynamik des Konzerthausorchesters noch intensiviert. 
Schon der Beginn überraschte…

Berlin – die Ausstellung „Helga Paris Fotografin“ in der Akademie der Künste 

Ausstellung "Helga Paris" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Seit 1966 lebt Helga Paris (*1938)  in Berlin-Prenzlauer Berg. Jetzt dokumentiert die Ausstellung „Helga Paris Fotografin“  mit 250 Schwarz-Weiß-Fotografien Menschen und Leben vorwiegend in der ehemaligen DDR. Die Porträts zeigen die Menschen nach Orten arrangiert in Alltagssituationen über den Berliner Osten hinaus in Halle, am Leipziger Bahnhof, in Siebenbürgen, Rumänien und Moskau.
Ungeschminkt authentisch dokumentiert Helga Paris vorwiegend die Tristesse von Orten und Menschen, die sich selbst in Zehnerdekaden kaum wandelte.

Berlin – mit „Flamenco Vivo“ in der Passionskirche in das neue Jahr 

"Flamenco Vivo" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Die Gitarre beginnt, die Viola stimmt ein, Tänzerin und Sängerin rhythmisieren und mit superschnellen Contrapalmas verspricht schon das erste Stück, „Soléa – la Fiesta“  mehr die fröhliche als die traurige Seite des Flamencos.

Unter dem Label „Flamenco Vivo“, übersetzt lebendiger Flamenco oder Flamenco lebt, reiste diese  Flamencokonstellation drei Monate lang mit acht Vorstellungen durch deutsche Städte mit Abstecher nach Basel und Zürich und vorläufiger Endstation Berlin.

„Flamenco Vivo“  steht für ein abwechslungsreiches Nummernprogramm, das dem Laien-Publikum die Vielseitigkeit des Flamencos nahe bringen will und von  Sängerin Carmen Celada charmant moderiert wurde.

Passau- Mozarts „Don Giovanni“ als Sexomane

Opernkritik "Don Giovanni" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Mozarts „Don Giovanni“  verliert unter der Regie von Ultz sein charmantes Verführungsimage 
So kurzweilig kann Oper sein, wenn sie sich mit den Opernklischees auseinandersetzt! Der schwarz  gelackte Hintergrund, davor ein paar rote Möbel mit Kussmund- und Popo-Motiven auf den Kissen signalisieren die Eckpunkte des Geschehens zwischen Sex und Tod. Es ist der private Rückzugsort für Don Giovanni, den potenten Ganoven milieugerecht im stylischen Trainingsanzug, und seinen Helfershelfer Leporello in Schwarz mit Schirmmütze. Eine kleine Bühne lässt voyeuristisch auf Don Giovannis Liebesleben blicken, sich breitseitig auf volle Bühnengröße weitend minimiert sich  die Distanz und der Zuschauer taucht ganz ein in Don Giovannis Verführungskünste, die in dieser Inszenierung keine mehr sind.
Ultz, einer für alles, Regie, Bühne und Ausstattung, macht aus Mozarts „Don Giovanni“ einen Vergewaltiger, von Kyung Chun Kim in der Titelrolle radikal ganovenhaft interpretiert.

Berlin – Ausstellung „Body Performance“ im Helmut-Newton-Museum

"Body Performance" im Helmut-Newton-Museum präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

Schönheit und Ästhetik weiblicher Körper stehen auch in der neuen Ausstellung „Body Performance“ in der  Berliner Helmut Newton Stiftung im Museum für Fotografie im Zentrum, doch als „Body Performance“ von  symbolisch kultureller Tragweite weit tiefgründiger als einfache Modefotografie. Große Namen stehen für interessante Fotografien und unterschiedlichste Stilrichtungen, deren Vergleich den Reiz und die Qualität ausmachen.