Berliner Staatsoper – Uraufführung von Sciarrinos „Ti vedo, ti sento, mi perdo“

schabel-kultur-blog präsentiert Opernkritik zu Sciarrino

©Clärchen und Matthias Baus
Die Stille ist ihm wichtig, die Stille zwischen langgezogenen Tönen, kleinen Melodienlinien. Töne tauchen auf dem
Nichts aus und verschwinden, bauen geheimnisvoll abgründige Klangräume auf, in denen Klangmuster aus anderen Musikepochen auftauchen und fusionieren. Selten ist die Stille tatsächlich still. Beim Lauschen werden plötzlich Hintergrundgeräusche hörbar.

Berlin – Debussys Oper „Pelléas et Mélisande“  ein symbolistisches Meisterwerk mit Me-Too-Akzent

schabel-kulturblog veröffentlicht Opernkritik "Pelleas et Melisande" in Berlin

©Monika Rittershaus
Nach der Geburt des Kindes liegt Mélisande blutüberströmt am Boden. Geneviève wischt das Blut mit immer neuen Lappen ab und reicht sie dem ersten der Schlange stehenden Männerreihe. Die blutigen Lappen wandern von einem zum andern bis zu Arkel dem alten König. Auch er wollte sich noch etwas an der Schönheit Mélisandes berauschen. Mélisande als Opfer der Männer eine #MeToo-Oper?

Berlin – „Wim Wenders. Sofort Bilder“ -Ausstellung im C/O

schabel-kultur-blog berichte über Wim Wenders

©Wim Wenders
Kann eine Ausstellung über Polaroids heute noch interessieren? Wenn sie von Wim Wenders sind, hat das schon einen gewissen Charme, zumal seine seine Polaroids, insgesamt 240 Stück,  zum ersten Mal in Deutschland im C/O Berlin zu sehen sind.

Der Vater schenkte Wim Wenders bereits mit sechs Jahren einen Fotoapparat.1973 bekam Wim Wenders,  mit 28 Jahren bekannter Filmregisseur, einen Prototyp  Sofortbildkamera SX70, bevor sie überhaupt auf dem Markt war. Sie wurde sein alltäglicher Wegbegleiter, visuelles Notizbuch, Motiv- und Experimentiergerät.

Havanna – das legendäre Hotel National

schabel-kultur-blog.de berichtet über Havanna, Kuba

©Michaela Schabel

Das Hotel National war in den 50er Jahren in Havanna das Nobelhotel schlechthin. Was Rang und Namen hatte logiert sich dort ein. Dem  Breakers Hotel in Palm Beach  1930 nachgebaut ist das Hotel National unter sozialistischer Führung zwar mit seinen zwei Türmen immer noch ein Wahrzeichen Havanas, aber lange nicht mehr die beste Adresse. 

Schon in den 30er Jahren kam das Hotel in Verruf. Als der US-Botschafter, der im Hotel Nacional logierte, 300 Militäroffizieren Machados im Kampf gegen das Regime Batistas keine Zuflucht bot, sondern abreiste. Ende der 40er Jahre gab die amerikanische Mafia im Hotel Nacional den Ton an.

Landestheater Niederbayern – „Der fliegende Holländer

schabel-kultur-blog.de hat Opernkritik "Fliegenden Holländer" im Landestheater NIederbayern

©Peter Litvai
Richard Wagners „Fliegender Holländer“ wird in am Landestheater Niederbayern unter der Regie von Johannes Reitmeier als kurzweilige Geistergeschichte inszeniert. Ohne zusätzliche Interpretationsebenen, ohne Pause mit Zweiviertelstunden knackig kurz inszeniert, präsentieren Johannes Reithmeier und Basil H. E. Coleman einen kurzweiligen schmissigen Opernabend zwischen Naturspektakel und großer Liebesdramatik, ideal Richard Wagner kennenzulernen, weniger geeignet für Bayreuther Wagnerianer. Eine stürmische Fahrt über die Ostsee inspirierte Richard Wagner zu dieser Oper nach der Sage um den Seefahrer Bernhard Fokke.

Potsdam –  „Gerhard Richter. Abstraktionen“ im Barberini

schabel-kultkur-blog berichtet über Richter im Barberini Potsdam

©Michaela Schabel
Gerhard Richter (*1932)  gilt als bedeutendste Maler Deutschlands.„Abstraktion ist der rote Faden durch Richters Malerei.“ Erstmals fokussiert die Ausstellung im Museum Barberini Potsdam auf dieses Thema. Mit „Gerhard Richter Abstraktion“ setzt das Barberini sein erfolgreiches Ausstellungsprogramm fort. Von den 60er Jahren bis 2016 sind auf zwei Etagen über 90 Arbeiten zu sehen, gut ein Drittel als private Leihgaben, zu sehen  

Potsdam – Fahrradkonzert 2018

Kritik zu den Potsdamer Fahrradkonzerten www.schabel-kulturblog.de

©Michaela Schabel
Mit Minikonzerten auf europäischen Spuren begeisterte das  musikalische „Europa-Programm“ die diesjährigen Fahrradkonzerte im Rahmen der Potsdamer Festspiele das Publikum.  Wer einmal dabei war, wird die Potsdamer Fahrradkonzerte nicht mehr missen wollen. 

Musiktraditionen  aus den unterschiedlichen Regionen Europas bildeten auch  den Rahmen für die beiden Fahrradkonzerte, einer kleinen mit 15 Kilometern und 9 Konzerten und einer längeren mit 25 Kilometern und 14 Konzerten, wobei sich die beiden Routen gegenläufig durch Potsdams Zentrum entlang der architektonischen Besonderheiten zwischen Monarchie, Sozialismus und Moderne teilweise überschnitten. 

Berlin – Boulezsaal – Radu Lupu

Michaela Schabel berichtet für schabel-kultur-blog.de über das Konzert von Radu Lupu in Berlin im Boulezsaal

©Pressefoto
Radu Lupu zu hören ist ein ganz besonderer musikalischer Genuss. Zum einen tritt der rumänische Pianist, geboren 1945, selten auf, zum anderen sind seine musikalischen Interpretationen von einer außerordentlichen Sensibilität. Dass er im Berliner Pierre-Boulez-Saal Franz Schubert spielt, ist ein faszinierendes Ereignis.

Radu Lupu will und muss keine Interviews geben. Seine Musik drückt all das, was er sagen will. Musikalisch ist Radu Lupu in der Klassik und Romantik verortet. Er gilt weltweit als bester Schubert-Interpret. 1995 bekam er für seine Franz-Schubert-Interpretationen den Grammy.

Berliner Newton-Museum – „Between Art & Fashion“

Michaela Schabel berichtet über www.schabel-kultur-blog über die Ausstellung in Berlin "Between Fashion 6 Art"

©Lillian Bassman

Die Helmut-Newton Stiftung zeigt Fotografien aus der Sammlung Carla Sozzani

Als Chefredakteurin der italienischen „Elle“ und „Vogue“ war es naheliegende, dass Carla Sozzani (1947)  immer in Kontakt mit der Welt des Sehens, der Schönheit und Ästhetik Fotografien zu sammeln begann, zuerst Schwarz-Weiß-Fotografien von Helmut Newton dann immer neue Entdeckungen, neben Modebildern auch Fotoexperimente von Berenice Abbott und Duane Michals, Akt-Porträts von Francesca Woodman und Daido Moriyama, Stillleben von Man Ray und William Klein.