"Kultur macht glücklich"


Berlin/Charlottenburg – Ausstellung „Syntagma“ – Arbeiten von Florian Pelka – in Galerie Schmalfuss – Vernissage 28.02.2026

Veröffentlicht am:

von

Berlin/Charlottenburg – Ausstellung „Syntagma“ – Arbeiten von Florian Pelka – in Galerie Schmalfuss – Vernissage 28.02.2026

©Michaela Schabel

„Syntagma“, ein Fremdwort aus dem Griechischen, drückt das Zusammensetzen von Wörtern aus. Genau das macht Florian Pelka in seinen Bildern und Skulpturen aus. Abstrakte und figurative Elemente…

fügt Florian Pelka über den Titel zusammen zu vielfältigen Narrativen. Nuancierte, atmosphärische Ölfarbflächen bilden den Hintergrund, auf dem sich figurativ skizzierte oder exakt gemalte Motive abheben und sich zu mythischen, naturmagischen, historischen oder alltäglichen Geschichten verdichten. Jedes Bild leuchtet den Titel in ungewohnter Weise aus und inspiriert den Betrachter zu eigenen Interpretationen. 

Florian Pelkas Arbeiten zwischen Mythos und Moderne, Realismus und Abstraktion

Wie ein Schmetterling entschlüpft „Der Tänzer“ aus einem bunt schillernden Kokon. Die blauen Flügel wachsen schon, aber noch ist der Körper umschlungen von Bändern, bevor er die Welt, die seinen Kopf symbolisch umhüllt, mit seiner Kunst erobern kann. Im „Jungbrunnen verbindet Pelka gotische Fenster mit einem stilisierten, antiken Kaskadenbrunnen, auf dem Menschen balancieren – auf der Suche nach Longevity könnte man ergänzen. „Rote Hunde“, die einer Frau im blauen Kleid hinterdrein jagen, wirken wie eine maltechnisch und motivlich Weiterentwicklung von Franz Marcs Bildern. Bienen vor wabenförmigen blauen, pinkfarbenen und grünen Farbsegmenten, die wie ein Glasfenster wirken, honigfarben umrahmt, lassen das Bild regelrecht „Summen“. Wenn auf und unter einer Farbdecke mit rot ausfaserndem Farbfleck Tiere wahrnehmbar werden, verwandelt der Titel „Wunde“ scheinbar Surreales in eine konkrete Warnung vor den Umgang mit der Natur. In seinen abstrakten Bildern wie „Trochäus“, „Thermodynamik“ und „Permutation“ spielt Pelka mit Materialveränderungen. Farbe und Form verbindet er so, dass sich durch flächige oder lineare Farbnuancen beispielsweise intensive Lila- und Pinktöne durch Rundungen und Verschlingungen sehr energetische Bildwirkungen ergeben. 

Barocke Skulpturen voller Lebensfreude in der Galerie Schmalfuss Berlin/Charlottenburg

Pelkas Skulpturen glänzen wie glasierte Keramik, sind aber im Unterbau aus eine Mischung von Stahl, Styrodur, Bitumen, Ton und Exposit geformt und mit Pigmenten bemalt, „Leila“ in Lila erinnert an einen weinseligen Bacchus. „Artemis“ zeigt er als muskulöse Jagdgöttin mit lustvollem Selbstbewusstsein. Beide Figuren ziehen die Blicke auf sich und lassen an opulentes Tischdekor denken. Pelkas Syntagmen scheinen schnell Liebhaber zu finden. Ein Fünftel der Bilder wurde bereits bei der Vernissage verkauft.

Die Ausstellung ist in der Galerie Schmalfuß Berlin Charlottenburg, Knesebeckstraße 11 noch bis 11. April zu sehen.