Carola Schapals Ausstellung 2026 © Michaela Schabel
Carola Schapals in der Galerie Schmalfuss Berlin: „Open Grounds – Between Nature & Architecture“ verbindet Natur, Architektur und magische Lichtstimmungen. Ausstellung vom 10. Oktober bis 21. November 2026.
Was ist das Besondere an Carola Schapals Bildern, dass man sie, einmal gesehen, nicht mehr vergisst? In ihren atmosphärischen Gemälden verschmelzen üppige Vegetation, moderne Architektur und geheimnisvolle Lichtstimmungen.
Carolas Schapals Motive
Auf ihren Streifzügen durch die Natur, das urbane Umfeld und auf Reisen ist Carola Schapals stets auf der Suche nach neuen Inspirationen. „Es muss mich touchen“, bekennt sie, denn sie beschränkt sich nicht auf die realistische Abbildung von gesehenen Oberflächen, sondern taucht regelrecht ein in den Untergrund ihrer Motive. Sie selbst will staunen und über dieses Staunen die Menschen begeistern.
Schapals’ Malweise
Sobald sie etwas intensiv inspiriert, beginnt sie zu malen. Dabei wechselt sie egal ob im Atelier oder en pleint air permanent zwischen den Malstilen, zwischen konkret und abstrakt, fotorealistisch gemalten Details und intuitiv erfassten, abstrahierten, atmosphärischen Farbflächen und gleichzeitig zwischen linearen und flächenhaften Strukturen. Immer wieder übermalt sie ihre Bilder oder sie wäscht sie sehr selbstkritisch in der Badewanne aus. Zufrieden ist sie erst, wenn sie genau die atmosphärische Dichte in einem Bild erreicht, die sie intuitiv in sich fühlt.
Magische Bildwelten
Dieser hohe Anspruch verdichtet sich in ihren neueren Arbeiten, die sie derzeit in der Galerie Schmalfuss ausstellt, in magische Bildwelten. Ein Besuch im Botanischen Garten in der niederländischen Stadt Leiden inspirierte sie zu „Don’t be afraid in the dark“ (2025). Ein Seerosenteich hatte es ihr angetan. Obwohl das Motiv durch Claude Monets „Seerosenteich“ (1918 ) schon „verbraten“ ist, faszinierte sie dieser Teich derart, dass sie die Erlaubnis einholte, ihn nachts vor Ort malen zu dürfen.
Ihr Seerosenteich erzeugt je nach Beleuchtung ganz unterschiedliche Stimmungen. Aus größerer Distanz entwickelt die Wasserfläche eine ganz andere Räumlichkeit. Die horizontale Teichfläche, kippt in die Senkrechte und wirkt wie ein Wasserfall. Im lila Schummerlicht beginnt der Teich geheimnisvoll zu leuchten, als gäbe es verborgene Schätze zu bergen. Immer wieder verzaubert dieses Farbleuchten in ganz unterschiedlichen Farbnuancen Schapals Bilder. „Flora and something in the air“ – der Titel formuliert poetisch, was Schapals Maltechnik ausmacht, das Nicht-Sichtbare sichtbar zu machen. Es sind die Gefühle und Geschichten hinter den Dingen, die ihre Bilder so spannend machen.
Natur und Architektur
Besonders eindrucksvoll zeigt sich dies bei Schapals Symbiosen von Natur und Architektur. Bauhausvillen haben Grünspan angesetzt. Der Blick ins Innere lässt verlassenes Chaos vermuten. Architektonische Rationalität wird von natürlicher Kreativität vereinnahmt, gerade Linien werden von floralem Wachstum erodiert. Vergleicht man Schapals Ausstellungen in der Galerie Schmalfuss „Urban Jungle“ (2021) und „architecture and wilderness“ (2024) entdeckt man, wie intensiv und selbstkritisch sie ihre Bildwelten weiterentwickelt.
Skulpturale Kontraste
Schapals Soloausstellung wird durch Galerist Michael Schmalfuss noch gekonnt intensiviert, indem er Schapals subtile Lilatöne durch Eric Decastros abstrakte Skulpturen intensiviert, Zwischen reduzierter Form und narrativer Dichte, glatten Oberflächen und detailreichen Tiefenstrukturen ergeben zusätzliche Spannungsmomente.
Carola Schapals
Carola Schapals wurde 1954 in Wilhelmshaven geboren. Sie studierte Freie Malerei an den Hochschulen für Bildende Künste in Hannover und Bremen. Sie lebt und arbeitet in Bremen.
Infos zur Ausstellung: „Open Grounds between Nature & Architecture“
Ort: | Galerie Schmalfuss, 10623 Berlin, Knesebeckstraße 11
Dauer: | vom 10. Oktober bis 21. November 2026
Öffnungszeiten: | Montag bis Samstag von 11-18 Uhr oder
| nach telefonischer Vereinbarung +49 (0) 30 437 271 72














