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David Garrett mit „Millennium Symphony“ beim Classic Open Air am Gendarmenmarkt in Berlin

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David Garrett mit „Millennium Symphony“ beim Classic Open Air am Gendarmenmarkt in Berlin

Violinvirtuose David Garrett beim Classic Open Air am Gendarmenmarkt Berlin © Michaela Schabel

David Garrett begeistert beim Classic Open Air 2026 in Berlin mit seiner „Millennium Symphony“ 6000 Menschen am Gendarmenmarkt. Konzertkritik mit Setlist, Fazit und Tourterminen.

Warum spielt David Garrett nicht Klassik, sondern Pop? Es reizen ihn musikalische Experimente, neue Interpretationen und Hörweisen. Das verwundert nicht.

David Garrett – Grandiose Vita

Als musikalisches Wunderkind war David Garrett der Weg vorgezeichnet. Mit vier Jahren brachte ihm sein Vater, Jurist und Geigenauktionator, das Geigenspielen bei. Mit fünf bekam er bereits einen Preis bei „Jugend musiziert“, mit 12 Jahren den ersten Plattenvertrag, mit 13 die erste Stradivari. Er studierte Violine, zusätzlich Musikwissenschaft und Komposition, spielte mit berühmten Orchestern. Doch er fühlte sich zu eingeengt. Alles wurde ihm oktroyiert, bekennt er in den kurzen Moderationen zwischen den Songs. Er wollte frei sein, kreativer leben und entwickelte das Konzept eines Crossover-Albums. In London zunächst abgelehnt, gelang ihm in Deutschland durch den Berliner eventorientierten Konzertveranstalter DEAG der Durchbruch.   

David Garrett – ein Teufelsgeiger 

Nicht nur in Bernard Roses Biografiefilm über den berühmten Violinisten und Komponisten Niccolò Paganini war David Garrett „Der Teufelsgeiger“, er ist es immer, sobald er auf der Bühne steht. Ohne Ansage spaziert er auf die Bühne, beginnt zu spielen. 6000 Menschen hören konzentriert zu. Genau das will David Garrett mit seinen Crossover-Interpretationen erreichen – eine große Reichweite. Mit klassischer Musik ist das so nicht möglich. 

David Garrett – Millennium Symphony

In grauem T-Shirt und schwarzen knielangen Hosen, mit Stirnband und Dutt präsentiert sich David Garrett wie seine beiden Elektro-Solo-Gitarristen konträr zum Orchester in elegantem Schwarz bewusst ganz lässig. 

Von der ersten Minute an ist Session angesagt. Die drei Musiker strahlen um die Wette und befeuern sich gegenseitig, insbesondere durch Gitarrist Franck van der Heijden, der gleichzeitig gestisch als Applaus-Animateur aktiv ist. David Garrett ist immer in Bewegung, spaziert geigend herum, hüpft wie ein Gummiball, spielt weiter, strahlt vor Freude über das ausverkaufte Konzert und taucht regelrecht ab ins Publikum. Sein Bodyguard hat zu tun, ihm schnell zu folgen – ein gelungener Running Gag. Das Konzert wird zum Erlebnis auf verschiedenen Ebenen. 

David Garrett live in Berlin 2026

Durch sein Lachen und sein unbändiges Temperament wirkt er überaus sympathisch. Nur kurz moderiert er zwischen den Songs und bekennt immer wieder, wie der Zwang zu üben sein Künstlerleben bestimmt. Jahrelang übte er bis zu acht Stunden. Seine Energie scheint unerschöpflich zu sein. Lässig, völlig unbeschwert überspielt er rhythmisch und dynamisch die Melodien des orchestralen Backgroundsounds. Seine Variationen lassen anfangs bei „Naughty Girl“ (Beyoncé) oder „Moves Like Jagger“ (Maroon 5) aufhorchen. Doch je mehr Songs er spielt, desto ähnlicher wirken die Interpretationsmuster. Immer wieder euphorisiert David Garrett das Publikum in den Höhen mit langen, markanten Bogenstrichen, die weithin sichtbar sind, und mit seinen kurzen, rhythmischen, sehr schnell gespielten Bögen. 

Setlist von David Garrett – „Millennium Symphony“?

Es sind ausnahmslos Songs von „Millennium Symphony“, sein Herzensprojekt, wie David Garrett gesteht. Es umfasst seine Lieblingssongs der letzten 25 Jahre, vorwiegend lebensfrohe Songs, dazwischen ab und zu ein melancholisches Lied, denn die Dynamik des Programms, so erklärt er, ist ihm sehr wichtig, aber auch die Dynamik in den Songs. „As it Was“ (Harry Styles) interpretiert er mozartbeschwingt. In „Dance Monkey“ (Tones And I) macht er einen tollpatschig tanzenden Affen hörbar. Mit „Take Me to Church“ (Hozier) bindet er die klangliche Wucht einer Orgel mit ein. Eine der schönsten und subtilsten Interpretationen ist „Despacito“ (Luis Fonsi feat. Daddy Yankee) für spanische Gitarre, Cajón und einem hingebungsvoll geigenden David Garrett.

Höhepunkt der Setlist

Von Stück zu Stück steigert sich die Dynamik des Abends und explodiert virtuos in einer mitreißenden Medley-Session von „Smells Like Teen Spirit“ (Nirvana), „Walk This Way“ (Aerosmith) und „Smooth“ (Michael Jackson).

Dann ertönt, wenn auch nur ganz kurz, für die Fans der Klassik-Crossover-Musik Beethovens „The Fifth“, die David Garrett nahtlos an die noch berühmtere Filmmelodie „He’s A Pirate“ (Hans Zimmer) anbindet, um schließlich mit „Titanium“ für Violine und Orchester die Solisten in den Mittelpunkt zu stellen. David Garrett weiß genreübergreifend die Massen zu begeistern. 

Fazit – Lohnt sich das Konzert? 

David Garretts Millennium Symphony passt bestens ins Konzept von Classic Open Air am Gendarmenmarkt, zeigt es doch die Entwicklungsmöglichkeiten klassischer Musik in ganz neuen Formaten durch Crossover-Fusionen. Doch er driftet zu sehr in die Pop-Szene ab. Für die Klassikanspielungen seiner Moderation wären mehr Klassikeinspielungen während des Konzerts konzeptionell adäquater, um klassische Musik tatsächlich massentauglicher zu machen. Entsprechend der vorgegebenen Playlist der CD präsentiert sich Millennium Symphony lediglich als Pop-Event eines Superstars zum Mitklatschen. Von einem Klangerlebnis kann man bei Open-Air ohnehin kaum sprechen, weil die tonalen Nuancierungen die Technik schluckt und die Höhen immer zu schrill klingen. 

Was letztendlich das Live-Erlebnis ausmacht, ist neben der geigerischen Virtuosität David Garretts ausgesprochen sympathische Persönlichkeit. Er brennt für seine Musik. Das spürt man und ist ansteckend, zumal Berlin inzwischen die Euphorie eines Heimspiels entwickelt hat.

Infos zum Konzert David Garrett – Millennium Symphony 

Ort:           | Konzerthaus Berlin, Gendarmenmarkt Berlin

Reihe:       | Classic Open Air 2026

Datum:      | 12.07.2026

Besucher: | 6.000

Dauer:       | ca. 2 Std. 30 Min

Infos zur CD

Label:            | Universal Music

Format:          | 2 x CD, Album, DVD-Video, All Media, Deluxe Edition

Land:             | Deutschland

Veröffentlicht: |18.10.2024

Genre:            | Classical 

FAQ

Lohnt sich das Konzert „Millennium Symphony“?

Für die Fans von David Garrett auf jeden Fall, aber auch für alle Musikfreunde, die poppige Crossover-Stücke lieben. Wenn man Klassik-Crossover erwartet, wird man enttäuscht. Die klassischen Komponisten werden moderationsmäßig als inspirierende Quelle erwähnt, kommen aber abgesehen von Beethovens „The Fifth“ im Programm nicht vor.

Was ist das Besondere an dem Konzert?

Es ist nicht die Tonqualität, die dem Open-Air-Format geschuldet, zeitweise sehr schrill ist. David Garrett geigt sich durch seine enorme Virtuosität und seine hingebungsvolle Liebe zur Musik in die Herzen des Publikums.

Wo kann man diesen Sommer David Garrett noch live erleben?

Nach der ausverkauften Frühjahrestournee durch Deutschland und Österreich ist David Garrett mit „Millennium Symphonie“ zu sehen am:

14. Juli 2026 – Regensburg – Schloss St. Emmeran
16. Juli 2026 – Bad Nauheim – Trinkkuranlage Konzertmuschel (ohne Orchester)
31. Juli 2026 – Füssen – Barockgarten am Festspielhaus
01. August 2026 – Salem – Schloss
02. August 2026 – Ludwigsburg – Residenzschloss
08. August 2026 – Schwetzingen – Schloss
11. August 2026 – Bremen – Seebühne
19. August 2026 – Mörbisch am See (Österreich) – Seebühne
21. August 2026 – München – Königsplatz
29. August 2026 – Istanbul (Türkei) – Harbiye Cemil Topuzlu Open Air Theatre
15. September 2026 – Astana (Kasachstan) – Congress Hall
16. September 2026 – Almaty (Kasachstan) – Republic Palace
18. September 2026 – Bucharest (Rumänien) – Sala Palatului

Tickets können online über seine Website gekauft werden.

David Garrett mit „Millennium Symphony“ beim Classic Open Air am Gendarmenmarkt in BerlinViolinvirtuose David Garrett beim Classic Open Air am Gendarmenmarkt Berlin © Michaela SchabelDavid Garrett begeistert beim Classic Open Air 2026 in Berlin mit seiner „Millennium Symphony“ 6000 Menschen am Gendarmenmarkt. Konzertkritik mit Setlist, Fazit und Tourterminen.Warum spielt David Garrett nicht Klassik, sondern Pop? Es reizen ihn musikalische Experimente, neue Interpretationen und Hörweisen. Das verwundert nicht.David Garrett – Grandiose VitaAls musikalisches Wunderkind war David Garrett der Weg vorgezeichnet. Mit vier Jahren brachte ihm sein Vater, Jurist und Geigenauktionator, das Geigenspielen bei. Mit fünf bekam er bereits einen Preis bei „Jugend musiziert“, mit 12 Jahren den ersten Plattenvertrag, mit 13 die erste Stradivari. Er studierte Violine, zusätzlich Musikwissenschaft und Komposition, spielte mit berühmten Orchestern. Doch er fühlte sich zu eingeengt. Alles wurde ihm oktroyiert, bekennt er in den kurzen Moderationen zwischen den Songs. Er wollte frei sein, kreativer leben und entwickelte das Konzept eines Crossover-Albums. In London zunächst abgelehnt, gelang ihm in Deutschland durch den Berliner eventorientierten Konzertveranstalter DEAG der Durchbruch.David Garrett – ein TeufelsgeigerNicht nur in Bernard Roses Biografiefilm über den berühmten Violinisten und Komponisten Niccolò Paganini war David Garrett „Der Teufelsgeiger“, er ist es immer, sobald er auf der Bühne steht. Ohne Ansage spaziert er auf die Bühne, beginnt zu spielen. 6000 Menschen hören konzentriert zu. Genau das will David Garrett mit seinen Crossover-Interpretationen erreichen – eine große Reichweite. Mit klassischer Musik ist das so nicht möglich.David Garrett – Millennium SymphonyIn grauem T-Shirt und schwarzen knielangen Hosen, mit Stirnband und Dutt präsentiert sich David Garrett wie seine beiden Elektro-Solo-Gitarristen konträr zum Orchester in elegantem Schwarz bewusst ganz lässig. Von der ersten Minute an ist Session angesagt. Die drei Musiker strahlen um die Wette und befeuern sich gegenseitig, insbesondere durch Gitarrist Franck van der Heijden, der gleichzeitig gestisch als Applaus-Animateur aktiv ist. David Garrett ist immer in Bewegung, spaziert geigend herum, hüpft wie ein Gummiball, spielt weiter, strahlt vor Freude über das ausverkaufte Konzert und taucht regelrecht ab ins Publikum. Sein Bodyguard hat zu tun, ihm schnell zu folgen – ein gelungener Running Gag. Das Konzert wird zum Erlebnis auf verschiedenen Ebenen.David Garrett live in Berlin 2026Durch sein Lachen und sein unbändiges Temperament wirkt er überaus sympathisch. Nur kurz moderiert er zwischen den Songs und bekennt immer wieder, wie der Zwang zu üben sein Künstlerleben bestimmt. Jahrelang übte er bis zu acht Stunden. Seine Energie scheint unerschöpflich zu sein. Lässig, völlig unbeschwert überspielt er rhythmisch und dynamisch die Melodien des orchestralen Backgroundsounds. Seine Variationen lassen anfangs bei „Naughty Girl“ (Beyoncé) oder „Moves Like Jagger“ (Maroon 5) aufhorchen. Doch je mehr Songs er spielt, desto ähnlicher wirken die Interpretationsmuster. Immer wieder euphorisiert David Garrett das Publikum in den Höhen mit langen, markanten Bogenstrichen, die weithin sichtbar sind, und mit seinen kurzen, rhythmischen, sehr schnell gespielten Bögen.Setlist von David Garrett – „Millennium Symphony“?Es sind ausnahmslos Songs von „Millennium Symphony“, sein Herzensprojekt, wie David Garrett gesteht. Es umfasst seine Lieblingssongs der letzten 25 Jahre, vorwiegend lebensfrohe Songs, dazwischen ab und zu ein melancholisches Lied, denn die Dynamik des Programms, so erklärt er, ist ihm sehr wichtig, aber auch die Dynamik in den Songs. „As it Was“ (Harry Styles) interpretiert er mozartbeschwingt. In „Dance Monkey“ (Tones And I) macht er einen tollpatschig tanzenden Affen hörbar. Mit „Take Me to Church“ (Hozier) bindet er die klangliche Wucht einer Orgel mit ein. Eine der schönsten und subtilsten Interpretationen ist „Despacito“ (Luis Fonsi feat. Daddy Yankee) für spanische Gitarre, Cajón und einem hingebungsvoll geigenden David Garrett.Höhepunkt der SetlistVon Stück zu Stück steigert sich die Dynamik des Abends und explodiert virtuos in einer mitreißenden Medley-Session von „Smells Like Teen Spirit“ (Nirvana), „Walk This Way“ (Aerosmith) und „Smooth“ (Michael Jackson).Dann ertönt, wenn auch nur ganz kurz, für die Fans der Klassik-Crossover-Musik Beethovens „The Fifth“, die David Garrett nahtlos an die noch berühmtere Filmmelodie „He’s A Pirate“ (Hans Zimmer) anbindet, um schließlich mit „Titanium“ für Violine und Orchester die Solisten in den Mittelpunkt zu stellen. David Garrett weiß genreübergreifend die Massen zu begeistern.Fazit – Lohnt sich das Konzert?David Garretts Millennium Symphony passt bestens ins Konzept von Classic Open Air am Gendarmenmarkt, zeigt es doch die Entwicklungsmöglichkeiten klassischer Musik in ganz neuen Formaten durch Crossover-Fusionen. Doch er driftet zu sehr in die Pop-Szene ab. Für die Klassikanspielungen seiner Moderation wären mehr Klassikeinspielungen während des Konzerts konzeptionell adäquater, um klassische Musik tatsächlich massentauglicher zu machen. Entsprechend der vorgegebenen Playlist der CD präsentiert sich Millennium Symphony lediglich als Pop-Event eines Superstars zum Mitklatschen. Von einem Klangerlebnis kann man bei Open-Air ohnehin kaum sprechen, weil die tonalen Nuancierungen die Technik schluckt und die Höhen immer zu schrill klingen.Was letztendlich das Live-Erlebnis ausmacht, ist neben der geigerischen Virtuosität David Garretts ausgesprochen sympathische Persönlichkeit. Er brennt für seine Musik. Das spürt man und ist ansteckend, zumal Berlin inzwischen die Euphorie eines Heimspiels entwickelt hat.Infos zum Konzert David Garrett – Millennium SymphonyOrt:           | Konzerthaus Berlin, Gendarmenmarkt Berlin Reihe:       | Classic Open Air 2026 Datum:      | 12.07.2026 Besucher: | 6.000 Dauer:       | ca. 2 Std. 30 MinInfos zur CDLabel: | Universal Music Format: | 2 x CD, Album, DVD-Video, All Media, Deluxe Edition Land: | Deutschland Veröffentlicht: |18.10.2024 Genre: | ClassicalFAQ Lohnt sich das Konzert „Millennium Symphony“?Für die Fans von David Garrett auf jeden Fall, aber auch für alle Musikfreunde, die poppige Crossover-Stücke lieben. Wenn man Klassik-Crossover erwartet, wird man enttäuscht. Die klassischen Komponisten werden moderationsmäßig als inspirierende Quelle erwähnt, kommen aber abgesehen von Beethovens „The Fifth“ im Programm nicht vor.Was ist das Besondere an dem Konzert?Es ist nicht die Tonqualität, die dem Open-Air-Format geschuldet, zeitweise sehr schrill ist. David Garrett geigt sich durch seine enorme Virtuosität und seine hingebungsvolle Liebe zur Musik in die Herzen des Publikums.Wo kann man diesen Sommer David Garrett noch live erleben?Nach der ausverkauften Frühjahrestournee durch Deutschland und Österreich ist David Garrett mit „Millennium Symphonie“ zu sehen am:14. Juli 2026 – Regensburg – Schloss St. Emmeran
16. Juli 2026 – Bad Nauheim – Trinkkuranlage Konzertmuschel (ohne Orchester)
31. Juli 2026 – Füssen – Barockgarten am Festspielhaus
01. August 2026 – Salem – Schloss
02. August 2026 – Ludwigsburg – Residenzschloss
08. August 2026 – Schwetzingen – Schloss
11. August 2026 – Bremen – Seebühne
19. August 2026 – Mörbisch am See (Österreich) – Seebühne
21. August 2026 – München – Königsplatz
29. August 2026 – Istanbul (Türkei) – Harbiye Cemil Topuzlu Open Air Theatre
15. September 2026 – Astana (Kasachstan) – Congress Hall
16. September 2026 – Almaty (Kasachstan) – Republic Palace
18. September 2026 – Bucharest (Rumänien) – Sala Palatului Tickets können online über seine Website gekauft werden.