Film – „Colette“ – eine autobiografische Geschichte 

Filmkritik "Colette" präsentiert von schabel-kultur-blog.de

©Mars Films
„Ich bin Claudine“. Alle Frauen im Paris Anfang des 20. Jahrhunderts eifern plötzlich Claudine nach. Sie lassen sich die Haare schneiden, tragen Kleider wie Claudine und geben sich selbstbewusst. Der Roman „Claudine“ macht Willy berühmt. „Claudine“ wird zum Kult, zum Label von Luxus bis zur Claudine-Seife. Der Bedarf nach weiteren Romanen steigt. Doch nicht er schreibt die Romane, sondern seine Frau Colette.

Konzert – „Feliz Navedad – andalusische Nacht“

KOnzertkritik "Feliz Navedad" prästentiert schabel-kultur-blog.de

©Michaela Schabel
Statt besinnlichem Liedgut, amerikanischen Konsumsongs ist die andalusische Weihnacht erfrischend fröhlich. Der Erlöser ist geboren. Es wird gesungen, getanzt und getrunken in der heiligen Nacht. 
Mit seiner weichen, geheimnisvollen Stimme erzählt Ricardo Volkert „exklusive Tatsachen aus dem heiligen Stall“, historische Anekdoten und persönliche Erlebnisse.

Potsdam – Museum Barberini „Licht und Farbe – Der Neoimpressionist Henri-Edmond Cross“ 

Ausstellung Barberini präsentiert von schabel-kultur-blog.de

©Michaela Schabel
„Ich glaube, ich habe einen Schritt in Richtung reines Licht getan“, schrieb Henri-Edmond Cross 1894. Er irrte nicht, wurde zu einem der bedeutendsten Vertreter des französischen Neoimpressionismus und bereitete durch seine Wertschätzung der Farbe als eigenständiges Gestaltungsmittel den Weg Richtung Abstraktion. 

Münchner Staatsoper – Smetanas „Die verkaufte Braut“

Unter dem Dirigat on Tomás Hanus weckt die Ouvertüre Spannung. Nervös vibriert der Geigenuntergrund während sich die einzelnen Motive entfalten. Kezals Werbespot als Heiratsvermittler als Gigalo der 60er Jahre mit Telefonnummer wie ein Callboy zielt schon auf simple Klischees. Es wird noch schlimmer. Regisseur David Bösch macht aus der „Verkauften Braut“, der tschechischen Nationaloper  einen dörflichen Komödienstadel.

©Winfried Hösl
Unter dem Dirigat on Tomás Hanus weckt die Ouvertüre Spannung. Nervös vibriert der Geigenuntergrund während sich die einzelnen Motive entfalten. Kezals Werbespot als Heiratsvermittler als Gigalo der 60er Jahre mit Telefonnummer wie ein Callboy zielt schon auf simple Klischees. Es wird noch schlimmer. Regisseur David Bösch macht aus der „Verkauften Braut“, der tschechischen Nationaloper  einen dörflichen Komödienstadel.

Film – „100 Dinge“ – eine hippe Buddy-Komödie

Filmkritik "100 Dinge" präsentiert von schabel-kultur-blog.de

©Warner Bros
Nur einen kleinen Koffer hatte Tonis Oma, als sie vom Osten floh. Er enthielt alles, was sie hatte. Enkelsohn Toni  (Florian David Fitz) und sein Freund Paul (Matthias Schweighöfer)  aus Kindheitstagen und Geschäftspartner sind flotte Start-up-Unternehmer.  Sie leben als hippe Bohemien in Berliner Industrielofts, umgeben von den Dingen des Shopping-Livestyles,  Klamotten und Schuhe. Der große Durchbruch scheint zu gelingen.

Landestheater Niederbayern – „Aladdin“ – Christmas Pantomime

"Aladdin" präsentiert von schabel-kultur-blog.de

©Peter Litvai
„The Coleman Organisation presents Aladdin“. Die Bühne im Theaterzelt wird mit Filmvorspann zur Hommage des Mannes, der die Christmas-Pantomime in Landshut initiierte und kulturvierte.
Nicht zum ersten Mal spielt Musikgeneraldirektor Basil H. E. Coleman selbst mit. Dieses Mal stöckelt er in silber glänzenden Pumps als Aladdins Mutter eine Mischung  aus schriller Old English Lady und Queen durchs Geschehen. Die Sultane tragen Turbangebirge, der Schlangenbeschwörer wirft sein Reptil wie ein Lasso und ein Zirkusmuskelmann ist auch noch dabei. 
Schriller geht es kaum noch…

München – Opernuraufführung von Michael Ende Roman „Momo“

Uraufführung der Oper "Momo" präsentiert von schabel-kultur-blog.de

©Christian POPO Zach
Wenn die grauen Zeitdiebe in Lichtkrägen die Menschen  in hektische Workoholics verwandeln, entwickelt Michael Endes berühmte Geschichte „Momo“ (1973) eine faszinierende Aktualität. Arbeit wird zur Fron,  Erziehung zur Dressur. Das Ergebnis ist „Bibigirl“ (Caroline Adler), eine gelungene Barbiepuppen-Persiflage auf Konsum- und Kaufzwänge, die einzige neue Szene. Ansonsten folgt die Inszenierung unter der Regie von Nicole Claudia Weber in 18 Bildern Endes Roman.

Landshut – Jubiläumskonzert „20 Jahre MCO“ des Mahler Chamber Orchestra

Konzertkritik des Mahler Chamber Orchestra präsentiert schabel-kultur-blog.de

© Geoffrey Schied
Das erste Flirren und schon zieht der fantastische Klang des Mahler Chamber Orchestra in seinen Bann. Mit 45 Instrumentalisten aus 20 verschiedenen Ländern bot das Mahler Chamber Orchestra für das Jubiläumskonzert „20 Jahre MCO – Gründungsresidenz“ ein exquisites Konzert im ausverkauften Landshuter Rathausprunksaal…

Berlin – Ausstellung „Hans Mueller und sein Netzwerk in Wroclaw“ 

Ausstellung im Hamburger Bahnhof präsentiert schabel-kultur-blog.de

©Dietmar Katz
Als „Maler, Mentor, Magier“ entwickelte Hans Mueller in Breslau, dem ehemaligen Wroclaw, eine Aura, die conträr zur bürgerlichen Enge durch Offenheit, Toleranz und künstlerische Expression geprägt war. 

In zehn Kapiteln zeigt die Ausstellung „Hans Müller und sein Netzwerk in Wroclaw“ im Berliner Museum Hamburger Bahnhof nicht nur sein künstlerisches Schaffen, sondern auch das damit entstehende Netzwerk zwischen Berlin und Wroclaw. Mit rund 100 Exponaten präsentiert sich die Ausstellung gleichzeitig als wichtige deutsch-polnische Forschungsarbeit. Sie gibt dem Besucher einen Einblick in eine wichtige Phase der polnischen Kulturgeschichte.

Berlin „Der Kudamm vom Reiterweg zum Weltboulevard“

Über Berlin, Kudamm berichtet schabel-kultur-blog.de

©Michaela Schabel
Der Berliner Kudamm gehört zu den berühmtesten Boulevards der Welt. Vor der Wende Kult, nach der Wende im Schatten von Berlin Mitte, holt sich  der Berliner Kudamm in den letzten Jahren sein Image als einer der berühmtesten Boulevards der Welt zurück. Ein Traum im Frühling, wenn die Linden blühen, ein Lichtertraum im Dezember. 

Film – „Cold War – Breitengrad der Liebe“ – bester Film des „31. Europäischen Filmpreises“

Filmkritik von "Cold War" präsentiert schabel-kultur-blog.de

©Neue Visionen Filmverleih
Eine Liebesbeziehung als Spiegelbild der unvereinbaren Spannungen im Kalten Krieg und umgekehrt der Kalte Krieg in der Unvereinbarkeit zweier eigenwilliger Persönlichkeiten? In faszinierenden Sequenzen erzählt der polnische Regisseur und Drehbuchautor Paweł Pawlikowski „Cold War – Breitengrad der Liebe“, die Geschichte von Wiktor und Zula als Hommage an seine Eltern, deren Schicksal durchschimmert.

Berlin – Gastspiel „Der größte Schwanensee der Welt“  getanzt vom Ballett Shanghai 

Über den "Schwanensee" des Balletts Shanghai berichtet schabel-kultur-blog.de

©Stardust Theatre BV
Als „Größter Schwanensee der Welt“  mit 100 Tänzern, allein 48 Schwäne statt der üblichen 16, assoziiert man sofort chinesische Gigantonomie, zum wirtschaftlichen Imperialismus auch noch den kulturellen, ganz nach dem Motto Chinas Nummer 1 in allen Bereichen globaler Macht- und Imagepositionen zu werden.
Doch Tschaikowskys  „Größter Schwanensee der Welt “  vom Ballett Shanghai ist tatsächlich berückend schön, voller Ausdruck getanzt  in großartigen, ganz klassisch gehaltenen Kostümen vor atmosphärisch spätromantischen, teilweise güldenen Bühnenbildern, die durch diagonale Tiefenperspektiven geheimnisvolle Wälder, ein prachtvolles Schloss, einen großen Festsaal und einen magischen See erleben lassen.

München – Oper – „Otello“

Mit einem wahrlichen Donnerschlag beginnt Verdis „Otello“ in der Münchner Staatsoper. Dem Unwetter folgt der Donner der „Vittoria“-Tutti.  Kirill Petrenko lässt Orchester, Chor und Sänger so im Fortissimo erbeben  und findet nicht nur im letzten Akt die berührenden Momente im Pianissimo. Das sind die Eckpfeiler dieser großartigen „Otello“-Interpretation an der Münchner Staatsoper, die allerdings besser „Desdemona“ heißen sollte. Sie ist das Opfer, nicht Otello.

©Winfried Hoesl
Mit einem wahrlichen Donnerschlag beginnt Verdis „Otello“ in der Münchner Staatsoper. Dem Unwetter folgt der Donner der „Vittoria“-Tutti.  Kirill Petrenko lässt Orchester, Chor und Sänger so im Fortissimo erbeben  und findet nicht nur im letzten Akt die berührenden Momente im Pianissimo. Das sind die Eckpfeiler dieser großartigen „Otello“-Interpretation an der Münchner Staatsoper, die allerdings besser „Desdemona“ heißen sollte. Sie ist das Opfer, nicht Otello.