„Candelaria“ – Kubanische Liebesgeschichte mit berührender Authentizität 

schabel-kultur-blog.de präsentiert Filmkritik "Candelaria" Kuba

©DCM
„Wann habe ich aufgehört dich anzuschauen“. Plötzlich wird  76-jährige Viktor Hugo  (Alden Knight) wieder bewusst, was für eine wunderbare Frau er hat. Candelaria (Veronica Lynn), nur ein Jahr jünger, arbeitet in der Wäscherei eines Hotels. Er ist Vorleser in einer Tabakfabrik. Beider Leben ist wie in den Texten der kubanischen Liedern, arm, voller unerfüllter Sehnsüchte und Entbehrungen. Es fehlt an allem, in erster am Essen. Wegen der Wirtschaftsblockade in den 90er Jahren wird der Strom schon nachmittags abgeschaltet. Im Kerzenlicht wirkt alles noch armseliger. 
Umso mehr strahlen diese beiden alten Menschen.

Berlin „Tanz im August“  – „Trrr“ Uraufführung von und mit Thiago Granato

schabel-kultur-blog.de berichtet über Tanz im August in Berlin

©Sebastian Gabsch
Es bleibt hell. Thiago Granato, in Brasilien geborener Performer mit Wahlheimat Berlin, umschreitet das Bühnenquadrat im orangefarbenen, wassergefüllten Gummimantel.  Mit großen Schritten, spastischen Armbewegungen  schiebt er wie Darwins Homo Erectus sein Körpergewicht Runde um Runde nach vorn. Schweißperlen tropfen vom Kinn. Das Wasser gluckert. Er beginnt den rechten Arm zu schwenken, als wolle er sich Luft zufächeln, kauert sich in plötzlicher Dunkelheit  auf einem fahrbaren Tisch zusammen und streckt sich ganz langsam im Atemrhythmus in die Vertikale und wieder zurück, rollt rückwärts lauscht dem Schall seiner Codewörter und beginnt zum wuchtigen Sounddesign David Kiers ganz nackt und langsam seinen perfekten Körper in minimalistischen Mustern in einer einstündigen Performance zu bewegen.

Berlin – Der Sony Fotografie-Award  

schabel-kultur-blog.de berichtet über Ausstellung Sony-Award in Berlin

©Alys Tomlinson
Talente aus aller Welt sollen durch den jährlichen Sony-Wettbewerb gefördert werden. In zehn Kategorien  werden professionelle Fotografien juriert. Das sind Architektur, zeitgenössische Themen, kreativ, Zeitgeschehen & Nachrichten, Landschaften, Natur & wilde Tiere, Porträt, Sport, Stillleben und  Entdeckung. Jeder Fotograf muss eine Fotostrecke von fünf bis zehn Bildern einreichen und seine Konzeption begründen. So ergibt sich ein internationaler Überblick von journalistischer Fotografie bis zur Kunstfotografie.

Berlin „Tanz im August“  Ballet de l`Opéra de Lyon „Trois Grandes Fugues“ 

schabel-kultur-blog-de. präsentiert Tanzkritik Berlin "Trois Grandes Fugues"

©Stofleth
„Tanz in Berlin“ hat sich in drei Jahrzehnten zum führenden Tanzfestival in Deutschland entwickelt. Zum Auftakt des  30-jährigen Jubiläum präsentierte man ein Novum, drei Choreographien zu  Ludwig van Beethovens „Großer Fuge, op. 133“ getanzt vom Ballet de l´Opéra de Lyon.

Wie Beethovens „Großer Fuge“, seinerzeit wegen ihrer neuen Kompositionsprinzipien sehr umstritten war, heute ein Klassiker, der sehr modern klingt, so sind sind Choreographien von Anne Teresa De Keersmaeker, 1992 und Maguy Marin, 2001, renommierte Arbeiten im Rahmen der Historie des zeitgenössischen Tanzes.

München-Pinakothek der Moderne – Olafur Eliasson „WASSERfarben“

schabel-kultur-blog.de berichtet über Münchner Pinakothek der Moderne E

©Michaela Schabel
Olafur Eliasson bringt die Menschen zum Staunen. Mit seinen Installationen macht der gebürtige Isländer (*1967) immer wieder Schlagzeilen. Die Farben seiner Heimat, ganz besonders die subtilen Farbveränderungen des isländischen Meeres in der Dämmerung prägten seine Farbästhetik und sein Interesse für Licht, Raum, Plastizität, ephemere Atmosphären und für naturwissenschaftliche Phänomene.

Film „The Isle of Dogs“ – eine Film-Fantasy-Fabel mit ökologisch-politischen Hintergrund

schabel-kultur-blog.de präsentiert Filmkritik "Isle of Dogs"

© 2018 Twentieth Century Fox
„So sind wir“, ein japanischer Haiku ist die Botschaft dieses Films. Gemeint sind wir Menschen mit unserem Machtinstinkten. Regisseur Wes Anderson überrascht nach „Tokyo Hotel“ mit einem Animationsfilm als Fiktion, wie eine japanische Metropole in 30 Jahren aussehen will. Historische Vergangenheit und Science Fiction verschmelzen zu einer berührenden Fantasyfabel, in der urbane Verdichtung mit ihrer Verslumung, ihren Müllproblemen auf diktatorische Manipulationen treffen.