Potsdam – Fahrradkonzert 2018

Kritik zu den Potsdamer Fahrradkonzerten www.schabel-kulturblog.de

©Michaela Schabel
Mit Minikonzerten auf europäischen Spuren begeisterte das  musikalische „Europa-Programm“ die diesjährigen Fahrradkonzerte im Rahmen der Potsdamer Festspiele das Publikum.  Wer einmal dabei war, wird die Potsdamer Fahrradkonzerte nicht mehr missen wollen. 

Musiktraditionen  aus den unterschiedlichen Regionen Europas bildeten auch  den Rahmen für die beiden Fahrradkonzerte, einer kleinen mit 15 Kilometern und 9 Konzerten und einer längeren mit 25 Kilometern und 14 Konzerten, wobei sich die beiden Routen gegenläufig durch Potsdams Zentrum entlang der architektonischen Besonderheiten zwischen Monarchie, Sozialismus und Moderne teilweise überschnitten. 

Berlin – Boulezsaal – Radu Lupu

Michaela Schabel berichtet für schabel-kultur-blog.de über das Konzert von Radu Lupu in Berlin im Boulezsaal

©Pressefoto
Radu Lupu zu hören ist ein ganz besonderer musikalischer Genuss. Zum einen tritt der rumänische Pianist, geboren 1945, selten auf, zum anderen sind seine musikalischen Interpretationen von einer außerordentlichen Sensibilität. Dass er im Berliner Pierre-Boulez-Saal Franz Schubert spielt, ist ein faszinierendes Ereignis.

Radu Lupu will und muss keine Interviews geben. Seine Musik drückt all das, was er sagen will. Musikalisch ist Radu Lupu in der Klassik und Romantik verortet. Er gilt weltweit als bester Schubert-Interpret. 1995 bekam er für seine Franz-Schubert-Interpretationen den Grammy.

Berliner Newton-Museum – „Between Art & Fashion“

Michaela Schabel berichtet über www.schabel-kultur-blog über die Ausstellung in Berlin "Between Fashion 6 Art"

©Lillian Bassman

Die Helmut-Newton Stiftung zeigt Fotografien aus der Sammlung Carla Sozzani

Als Chefredakteurin der italienischen „Elle“ und „Vogue“ war es naheliegende, dass Carla Sozzani (1947)  immer in Kontakt mit der Welt des Sehens, der Schönheit und Ästhetik Fotografien zu sammeln begann, zuerst Schwarz-Weiß-Fotografien von Helmut Newton dann immer neue Entdeckungen, neben Modebildern auch Fotoexperimente von Berenice Abbott und Duane Michals, Akt-Porträts von Francesca Woodman und Daido Moriyama, Stillleben von Man Ray und William Klein.

Berliner Schaubühne – „Im Herzen der Gewalt“

Michaela Schabel scahrieb für schabel-kultur-blog.de die Theaterkritik in der Schaubühne Berlin "Im Herzen die Gewalt"

©Arno Declair
Thomas Ostermeier inszeniert Édouard Louis autobiografischen Roman

Eduard sitzt adrett im rosafarbenen Pullover und Hose auf einem Stuhl auf der Bühne. Nach Zweiviertel Stunden Spielzeit sitzt er wieder so da, doch die Unterhose ist blutverschmiert. Sein Leben hat sich grundlegend geändert. Der Junge aus der Provinz wollte den Vorurteilen der Familie und seines ländlichen Umfelds entfliehen, um in der Stadt seine Homosexualität leben zu können. Er lernt in der Nacht von Heiligabend  Reda, einen Algerier auf der Straße kennen. Sie flirten, haben in Édouards Wohnung Sex. Als Edouard bemerkt, dass Reda ihm das Handy klauen will, dreht Reda, als Dieb in seiner Ehre gekränkt, durch, droht mit einer Pistole, würgt und vergewaltigt Édourado.  

Berliner Kunstakademie – „Abfallprodukte der Liebe“

Michaela Schabel besuchte für schabel-kultur-blog in Berlin die Ausstellung "Abfallprodukte der Liebe"

©Elke Mikesch
Rosa von Praunheim, Elfi Mikesch, Werner Schroeter ist in der Berliner Kunstakademie eine Ausstellung gewidmet.

Nach einer Weltreise mit Ergebnis des Films „Leidenschaften“ konnten sie sich drei Jahre lang nicht mehr sehen. Doch die Freundschaft von Elfie Mikesch (1940), Rosa von Praunheim (1943) und Werner Schroeter (1945-2010) hielt ein Leben lang, nicht zuletzt durch ihr Bekenntnis zu Homosexualität. Jeder für sich war ungewöhnlich produktiv und ihr Schaffen wurde durch viele Auszeichnungen honoriert, die „Poetin“ hinter der Kamera, Elfi Mikesch, als Regisseur der absolute  „Ästhet“, Werner Schröter. und der „Politische“, Aktivist für die Anerkennung der Homosexualität, wie sich Rosa von Praunheim sich selbst und seine Freunde typisierte. 

Film – „In den Gängen“

michaela schabel besuchte für schabel-kultur-blog.de den Film "In den Gängen"

© MDR/Sommerhaus Filmproduktion/Anke Neugebauer
Mit großartigen Schauspielern und exzellenter Kameraführung gelingt „Zwischen den Gängen“ zur Metapher, was Menschen zum Menschen macht. 

Wie fühlt sich das Menschsein in heutiger Zeit an? Diese existenzielle Frage umkreist  Regisseur  Thomas Stubers nach einer Kurzgeschichte seines Ko-Autoren Clemens Meyer. Das Ergebnis ist ein wunderbar poetischer  Film. „In den Gängen“  passiert wenig und doch extrem viel.