Kuba – Havannas „Malecón“

Kuba Havana Malecón

Havannas Malecón bei Sonnenuntergang
© Michaela Schabel

Als Traumboulevard Havanas oft pittoresk gepriesen und angekündigt, wirkt der Malecón  auf den ersten Blick zunächst ernüchternd, als Vergnügungsort der einstigen Mittelschicht kaum vorstellbar. Abgesehen von ein paar sanierten Häusern ist die acht Kilometer lange Küstenpromenade vom Havana Vieja, der Altstadt, bis zum Bezirk Miramar, Diplomatenviertel, absolut ruinös. Die sechsspurige Schnellstraße, in den 50er Jahren die Spazierfahrtstrecke der amerikanischer Cabriobesitzer,  ist heute eine vielbefahrene Rennstrecke für Touristen-Oldtimer  klapprige Mittelklassewagen, Stadt- und Touristenbusse.

Berliner Ensemble „Endspiel“

Endspiel gespielt vom Berliner Ensemble

Immer noch erscheinen Nell und Nagg, die verstorbenen Eltern aus den Tonnen des Todes.  Sohn Hamm sitzt blieb und bewegungslos im Sessel und Diener Clov hampelt gehorsam umher. Vor 50 Jahren inszenierte Beckett sein Endspiel im Berliner Ensemble. Unter der Regie von Robert Wilson ist es jetzt dort wieder zu sehen, großartig inszeniert und gespielt. Man kann sich dem Zauber dieses absurden Spiels, das eben gar nicht so absurd nicht entziehen.  „Was ist lost? Was geschieht eigentlich?“.  Wilson entdeckt faszierend viele Ebenen. 

Berliner Schaubühne „Der geteilte Himmel“

Berliner Schaubühne "Der geteilte Himmel"

Christa Wolfs DDR-Liebesgeschichte vermittelt in der Berliner Schaubühne die Zeitgeschichte des Kalten Kriegs. Geteilt ist der Theaterraum passend zum Titel, ein Catwalk dazwischen, der immer mehr die Mauer symbolisiert. Rundherum wechseln via raumfüllenden Videoprojektionen weite Naturszenarien mit spießbürgerlichen Genrebildern und trister Arbeitswelten.

Geteilt ist der Theaterraum passend zum Titel, ein Catwalk dazwischen, der immer mehr die Mauer symbolisiert. Rundherum wechseln via raumfüllenden Videoprojektionen weite Naturszenarien mit spießbürgerlichen Genrebildern und trister Arbeitswelten. 

Berliner Schaubühne „Thisisitgirl“

Berliner Schaubühne Theaterkritik "Thisisitgirl"

©Foto: Gianmarco Bresadola
„Thisisitgirl“ – Männer als Desaster

Patric Wengenroths „Thisisitgirl“ als  witziger „Abend über Frauen und Fragen und Frauenfragen für Frauen und Männer“ an der Berliner Schaubühne

Was ist sie, die Frau, denn für die Männer und umgekehrt?  Genau darum geht es in Patrick Wengenroths Produktion „Thisisitgirl“ an der Berliner Schaubühne. Der Kampf der Geschlechter wird in der Studiobühne zur karikierenden Studie von Mann und Frau, bei dem kein Klischee außen vor bleibt und doch witzig intellektuell garniert als Non-stop-Lachnummer  beiden Seiten den Spiegel vorhält

Kuba – Mythos Oldtimer in Havana

Natürlich bin ich in Kuba durch Havanna mit einem Oldtimer gekurvt. Das ist echtes Havana-Feeling der 60er Jahre.

Die Oldtimer-Capriolets auf der Plaza National
©Michaela Schabel

Man kann nicht widerstehen. Man muss einfach mit so einem Cabrio schon einmal durch Havana düsen und die Taxifahrer drücken heftig auf das Gaspedal, hupen wie bei einer Hochzeit, wenn ein ganzer Konvoi von Touristen unterwegs ist. Das ist für die Taxifahrer  die beste Werbung, denn die Konkurrenz ist groß. Wenn der Wind durch die Haare weht, Salsa-Musik aus einer Musikbox dröhnt, die Autoradios sind längst ausgebaut, wird 50er Jahre-Feeling spürbar.

Kuba – Mythos Zigarren

Nicht jeder mit Zigarre raucht tatsächlich.
© Michaela Schabel

Fidel Castro rauchte ständig Cojibas. Es sind die besten von allen Zigarrenmarken. Durch das feucht heiße Klima wird in Kuba in der Provinz Pinar der Rio, östlich von Havana beste Tabakqualität angebaut und geerntet und in Havanna zu den besten Zigarren der Welt verarbeitet.