Sandra Hüller bei der Pressekonferenz während der Berlinale 2026 © Michaela Schabel
Das 41. DOK.fest München feiert am 6. Mai im Deutschen Theater seine Eröffnung m“it der Weltpremiere von Regina Schillings Dokumentarfilm „Ingeborg Bachmann – jemand, der einmal ich war“, gespielt von Sandra Hüller. Der hybride Film von Regina Schilling verbindet….
Spielszenen und dokumentarische Elemente. Die vielfach preisgekrönte Schauspielerin Sandra Hüller verkörpert die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (1926 – 1973). Der Film feiert seine Weltpremiere beim DOK.fest München. Deutschlandweit ins Kino kommt er am 25. Juni, dem 100. Geburtstag Ingeborg Bachmanns.
Sehr subtil geht Regisseurin Regina Schilling auf die Spurensuche der Schriftstellerin Ingeborg Bachmann. Der gibt Schauspielerin Sandra Hüller eine sehr eindringliche Stimme und körperliche Präsenz. Sie nähert sich dem Leben von Ingeborg Bachmann an einem imaginären Tag und lässt damit das Publikum beim Entstehen von Kunst beiwohnen.
In einem kunstvollen Geflecht aus improvisierten Spielszenen, Archivschätzen, Interviews und Bachmanns eigenen Texten durchmisst der Film die zentralen Lebensphasen der Autorin – von der Kriegskindheit in Kärnten, dem Aufstieg zum Star der Gruppe 47 bis zu den letzten Tagen in Rom. Der Weg ist gezeichnet von ihren komplizierten Beziehungen zu Paul Celan, Hans Werner Henze und Max Frisch und einem unnachgiebigen Ringen um eine eigene, radikale Sprache zwischen öffentlichem Ruhm und existenziellen Krisen. Sandra Hüller, vor kurzem über den Film „Rose“ als beste Darstellerin bei der Berlinale 2026 ausgezeichnet, schraubt die Erwartungen an den Film hoch. (schabel-kultur-blog.de/kino/markus-schleinzer-rose-als-frauen-in-maennerkleidung-noch-hingerichtet-wurden/)
„Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar“, dieser bekannte Satz Bachmanns, könnte dieses Jahr als Motiv über unserem Festival stehen, so Festivalleiterin Adele Kohout. „Denn der künstlerisch wertvolle und gesellschaftlich relevante Dokumentarfilm lässt uns genauer hinsehen, sowohl auf unsere Welt als auch aufeinander.“
Der Film „Ingeborg Bachmann – jemand, der ich einmal war“, läuft beim 41.DOK.fest München in der Reihe „HerStory – Sieben Filme über furchtlose Frauen“.
Regina Schilling ist mit ihrem Film außerdem für die VIKTORIA DOK.international Main Competition nominiert. Insgesamt werden beim diesjährigen Festival mit rund 100 Dokumentarfilmen 15 hochkarätige Preise verliehen.
Regina Schilling – subtile Filmemacherin
Regisseurin Regina Schilling (1962*) lebt und arbeitet in Köln und Berlin. Ihre vielfach preisgekrönten Dokumentarfilme hat sie gemeinsam mit der Produktionsfirma zero one film realisiert. Sie gewann unter anderem den Deutschen Fernsehpreis, zwei Grimme-Preise und den 3sat-Dokumentarfilmpreis bei der Duisburger Filmwoche. Zu ihren Filmen gehören:
– „Igor Levit – No Fear (2022) (schabel-kultur-blog.de/kino/igor-levit-no-fear-ein-dokumentarisches-portraet-von-regina-schilling/)
– „Kulenkampffs Schuhe“ (2018),
– „Geschlossene Gesellschaft – Der Missbrauch an der Odenwaldschule“ (2011)
– „Bierbichler“ (2007)
Termine:
Die Preisverleihung findet am 16. Mai in der Hochschule für Fernsehen und Film München statt.
Das 41.DOK.fest München dauert vom 6. bis 18. Mai. Online und deutschlandweit sind die Filme beim DOK.fest München @home vom 11. bis 25. Mai zu sehen.











