Insel Taquile im Titicacasee, Puno © Gihan Tubbeh / PROMPERÚ
Peru ist eine der artenreichsten Regionen der Welt. Von der Pazifikküste hinauf bis zum Altiplano und den Andengipfeln erleben…
Besucher:innen alle Vegetationsstufen der Erde. Mit insgesamt 13 UNESCO-Welterbestätten ist Peru eine Kultur- und Naturdestination von globalem Rang. Diese außergewöhnliche Vielfalt macht Peru zu einem idealen Reiseziel für Menschen, die authentische Erlebnisse und aktive Abenteuer. Doch bislang ist genau das Gegenteil eingetreten, wenn man an die Touristenkolonnen denkt, die jährlich nach Cusco pilgern.
Jetzt will man das touristische Angebot des Landes breiter aufstellen, über spektakuläre Landschaften und Outdoor-Aktivitäten mit Blick auf die Menschen, die diese Regionen bewohnen.
Perus Werbekonzept auf der der diesjährigen ITB sind gemeinschaftsbasierter Tourismus, der Schutz der Biodiversität und die Förderung nachhaltiger Wertschöpfung auf lokaler Ebene. Über die Organisation PROMPERÚ(Halle 4.1*), zuständig für Außenhandel und Tourismus, präsentiert sich Peru als erster Adventure Travel Partner der ITB , der Abenteuer- und communitybasierten Tourismus mit ökologischer Nachhaltigkeit verbindet. Das klingt vielversprechend, zumal schon konkrete Ansatzpunkte beschrieben werden.
Als eines der sogenannten megadiversen Länder bietet Peru eine außergewöhnliche Bandbreite an Ökosystemen – von marinen Lebensräumen und Küstenwüsten über Hochgebirgslandschaften bis hin zu tropischen Regenwäldern. Orte wie der Nationalpark Manu, das Nationale Schutzgebiet Tambopata, das Historische Schutzgebiet Bosque de Pómac und das Nationale Schutzgebiet Pacaya-Samiria ermöglichen einzigartige Naturerlebnisse und tragen gleichzeitig aktiv zum Erhalt dieser außergewöhnlichen Ökosysteme bei.
In verschiedenen Regionen des Landes ermöglicht communitybasierter Tourismus Reisenden, den Alltag lokaler Gemeinschaften unmittelbar zu erleben und aktiv an ihren Traditionen teilzuhaben. In Destinationen wie dem Titicacasee in der Region Puno heißen die Inseln Taquile und Amantaní Besucher:innen in von den Gemeinschaften selbst geführten Unterkünften willkommen. Dort werden Handwerk, landwirtschaftliche Tätigkeiten und überliefertes Wissen vermittelt. In der Region Cusco stechen Initiativen wie der Potato Park hervor, die sich auf den Erhalt der Biodiversität und die Weitergabe traditionellen Wissens konzentrieren.
Das Colca-Tal bei Arequipa hat sich mit gemeinschaftsbasierten Tourismusinitiativen etabliert, die auf Zusammenarbeit, kulturellen Austausch und lokales Management touristischer Dienstleistungen setzen. Orte wie Sibayo sind dabei wichtige Anlaufstellen. In der peruanischen Amazonasregion, insbesondere in den Regionen Loreto und Madre de Dios, arbeiten Lodges ergänzend dazu in Partnerschaft mit lokalen Gemeinschaften. Sie verbinden Naturerlebnisse, Umweltbildung und lebendige Kultur und positionieren Peru so als Vorreiter für verantwortungsvollen, emissionsarmen Tourismus. Diese Initiative ist zu begrüßen. Ob sie die Auswirkungen des Massentourismus reduzieren können, bleibt abzuwarten, zumal in kleinen Orten schon wenige Touristinnen zum Overtourism führen können.












