56. Berliner Theatertreffen 2019 

Zum Berliner Theatertreffen eingeladen zu werden ist auch in der 56. Runde immer noch eine der größten Auszeichnungen für ein Theaterhaus, das Ensemble und den Regisseur. Die Auswahl ist eine Herkulesaufgabe…

Über 744 Inszenierungen wurden eingereicht, 418 in deutschsprachigen Städten besucht, jeweils 94 – 121 von einzelnen Juror*innen. 39 Theaterproduktionen kamen in die engere Auswahl für die  10 „interessantesten“ Inszenierungen.  Davon ist die  Hälfte aus Berlin (3 ) und Dresden (2), nur eine Produktion aus dem süddeutschen Raum von den Münchner Kammerspielen. Auffällig ist der Trend zu  Koproduktionen.  Klassische Theaterstücke versucht man vergeblich, höchstens als Inspiration für  kritisch überzeichneten Kontext unserer Tage. Der Trend geht zu  Roman- und Filmadaptionen. Das Programm ist auf jeden Fall durch neue Impulse sehr vielversprechend und eine Horizonterweiterung.

 

„Das große Heft“

Staatsschauspiel Dresden

nach dem Roman von Ágota Kristóf

in einer Fassung von Ulriche Rasche und Alexander Weise

Regie und Bühne Ulrich Rasche

 

Erniedrigte und Beleidigte

Staatsschauspiel Dresden

nach dem Roman von Fjodor M. Dostojewski

unter Verwendung der Hamburger Poetikvorlesung von Wolfram Lotz

Regie und Bühne Sebastian Hartmann

 

Das Internat

Schauspiel Dortmund

von Ersan Mondtag

mit Texten von Alexander Kerlin und Matthias Seier

Regie, Bühne und Kostüme Ersan Mondtag

 

Dionysos Stadt

Münchner Kammerspiele

Antikenprojekt von Christopher Rüping

Regie Christopher Rüping

 

Girl From The Fog Machine Factory

Gessnerallee Zürich

Eine zeitgenössische Geschichte mit magischem Ende

von Thom Luz

Regie, Raum, Lichtdesign Thom Luz

Eine Produktion von Thom Luz und Bernetta Theaterproduktionen in Koproduktion mit Gessnerallee Zürich, Théâtre Vidy-Lausanne, Kaserne Basel, Internationales Sommerfestival Kampnagel Hamburg, Theater Chur, Südpol Luzern

 

Hotel Strindberg

Burgtheater, Wien / Theater Basel

von Simon Stone nach August Strindberg

Regie Simon Stone

Uraufführung 26. Januar 2018

 

Oratorium

HAU Hebbel am Ufer, Berlin

Kollektive Andacht zu einem wohlgehüteten Geheimnis

von und mit Sebastian Bark, Johanna Freiburg, Fanni Halmburger, Lisa Lucassen, Mieke Matzke, Ilia Papatheodorou, Berit Stumpf sowie dem Chor der lokalen Delegierten

Eine Produktion von She She Pop in Koproduktion mit HAU Hebbel am Ufer, Festival Theaterformen, Münchner Kammerspiele, Schauspiel Stuttgart, Kaserne Basel, Schauspiel Leipzig, Kampnagel Hamburg, Künstlerhaus Mousonturm, FFT Düsseldorf/ Forum Freies Theater, Konfrontacje Teatralne Festival Lublin und ACT Independent Theater Festival Sofia

 

Persona

Deutsches Theater, Berlin

von Ingmar Bergman

Übersetzung Renate Bleibtreu

Regie Anna Bergmann

Koproduktion mit dem Malmö Stadsteater

 

Tartuffe oder das Schwein der Weisen

Theater Basel

Komödie von PeterLicht nach Molière

Regie Claudia Bauer

 

Unendlicher Spaß

Sophiensæle, Berlin

von David Foster Wallace

in der Übersetzung von Ulrich Blumenbach

in einer Textfassung von Thorsten Lensing unter Mitarbeit von Thierry Mousset und Dirk Pilz

Regie Thorsten Lensing

Eine Produktion von Thorsten Lensing in Koproduktion mit Schauspiel Stuttgart, Schauspielhaus Zürich, Ruhrfestspiele Recklinghausen, Kampnagel Hamburg, Theater im Pumpenhaus Münster, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Künstlerhaus Mousonturm, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg und SOPHIENSÆLE