München – Neue Pinakothek – „Die Irrfahrten des Meese“

Ausstellung "Die Irrfahrten des Meeses" präsentiert schabel-kultur-blog.de

Simple Plakate im Schaukasten werden mit schwarzen Tuch verdeckt, damit sie nicht vergilben. Nur kurz auf Wunsch darf man einen Blick darunter werfen, um den Besuchern deren Irrfahrten auf hoher See des Kulturmanagements bewusst zu machen.

Meeses visionierte „Diktatur der Kunst“ fokussiert in der von ihm benutzten Metapher des Vulkans als Energiezentrum seines Wirkens, hingeschleudert als roter Fleck auf dem Boden. Schwarze Pfeile weisen die Richtung einer beliebige Auswahl irdischer Idolgottheiten von Tarzan bis Richard Wagner, von Nero bis Camelot, ohne dass die  Farbtypisierung in schwarze und rote Schriftzüge weitere Einsichten bringt. Rundherum wird Macht in Form von bösen Kriegern und fiktiven Monstern in Szene gesetzt.

Ausstellung "Die Irrfahrten des Meeses" präsentiert schabel-kultur-blog.de

©Michaela Schabel

Er selbst präsentiert sich  in seiner Lieblingsrolle als „Kunstbengel“ und „Fräulein Meese“ ist  alles andere als „shy“ und „lovely“ eine  Symbiose „Vampirella“ und „Barbarella“.

Im Video gibt es dokumentiertes Happening von einst. Während im Hintergrund „All you need love“ läuft, wirft Messe die intellektuellen Texte einstiger Dichter und die Denker zornig zu Boden und tanzt sich in Ekstase.

Auf zwei Spieltischen im Ausstellungsraum parodiert er mit Trash die Konsumkultur. Das passt alles gut zusammen, provoziert zuweilen ein Schmunzeln oder langweilt durch Banalität.

Bis 3. März 2019 in der Pinakothek der Moderne in München sehen

Michaela Schabel