München – Ausstellung „Lebensmenschen Jawlensky und Werefkin“ in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und im Kunstbau

Ausstellung "Lebensmenschen Jawlensky und Werefkin" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

©Michaela Schabel

30 Jahre waren Jawlensky und Werefkin privat und künstlerisch eng miteinander verbunden. 1896 emigrierten  sie von Sankt Petersburg nach München. Van Gogh als Vorbild begann Jawlensky mit Stilleben. In Murnau entwickelten beide unter dem Einfluss von Wassily  Kandinsky und Gabriele Münter expressive, sehr farbintensive Landschaftsbilder. 1909 waren beide Mitbegründer der Neuen Künstlervereinigung München, aus der sich der Blaue Reiter entwickelte.

Jawlensky wandte sich immer mehr der Porträtmalerei zu, deren expressive Dynamik  er im Laufe der Jahre radikal reduzierte und schließlich, auf grafische Linien und Farbflächen beschränkt, zu meditativen Ikonen der Moderne stilisierte.

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©Michaela Schabel

Das Panorama von Jawlenskys „Köpfen“ ist das Herzstück der Ausstellung, trotz wiederholter Ausstellungen immer noch berührende Expression mitten ins Herz. Ob mandelförmige dunkle Augen oder abstrahiert Linien,  Jawlenkys Bilder vergisst man nicht.

Weitgehend unbekannt überraschen die narrativen  Bilder Werefkins, die eine andere Handschrift zeigen als die ihres Lebensmenschen.

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©Michaela Schabel

Sie malte märchenhaft surreale Landschaften, die Bilderbuchillustrationen sein könnten, wären sie  durch  schwarze Menschengruppen en miniature surreal derart verfremdet, dass sich die Bilder in Metaphern menschlicher Unterdrückung und Ausbeutung verwandeln.

Ausführliche Informationstafeln stellen die biografischen Bezüge her.

Bis 16. Februar 2020