Landshut – „passage“ – Holzarbeiten von Heiko Börner im Kunstverein

Heiko Börners Holzskulpturen präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

©Heiko Börner

Als Einzelausstellung, großzügig vor weißem Hintergrund  gehängt und gestellt kommen die hellen Holzarbeiten sehr gut zur Wirkung.

Durch eine weiße Lasur, wodurch Astlöcher, Rindeneinschüsse in ihrer optischen Wirkung reduziert, die Arbeiten ästhetisch aufgehellt werden, und die gleichzeitig als klimatischer Schutz für Standorte im Freien fungiert, wirken die Arbeiten sehr leicht und bilden einen interessanten  Kontrast zu den schweren dunklen Holzbalken des Galerieraums.

Die Holzart ist für Heiko Börner Nebensache. „Hauptsache es ist gewachsenes Holzstück.“ Linde und Fichte haben den Vorteil, dass die Maserung nicht so stark ausgeprägt ist wie bei anderen Holzarten und damit die gesägten Strukturen und das Spiel mit den perspektivischen Illusionen stärker in den Vordergrund treten.

Heiko Börners Holzskulpturen präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

©Heiko Börner

Dieses Interesse für unterschiedliche Perspektiven, woraus ganz unterschiedliche Dynamiken ergeben, zeigt Heiko Börner auch in seinen Kohlezeichnungen, die nicht als Skizzen für die Skulpturen dienen, sondern als eigenständige Arbeiten anfertigt. Parallele Motive, in Schrägung, Neigungswinkel, Form der Teilkörper, Einfärbung  nur wenig voneinander abweichend, ergeben bereits neue Dynamiken und Einsichten.

Zum Künstler wurde Heiko Börner nach seiner holzbildhauerischen handwerklichen  Ausbildung an der Akademie der Künste in Wien. Seit 2012 lebt und arbeitet  Heiko Börner in München. Zu sehen ist die Ausstellung im Kunstverein bis zum 22.12., Do. bis So. 14 – 17 Uhr; Sa. 11-17 Uhr