Kochel – „Franz Marc. Die Skulpturen“ im Franz Marc Museum 

"Franz Marc.Skulpturen" präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

©collecto.art

Marcs Skulpturen spiegeln die wechselnden Interessen und Themen des Künstlers, inspiriert von seiner jeweiligen Lebenssituation. Als er die Sommermonate auf einer Alm verbrachte, modellierte Marc seine große Schafsplastik und einzelne Schafe  (1906 – 1908). Nach dem Umzug von München nach Sindelsdorf  animierten ihn die Katzen im Umfeld  zu einer Plastik in Stein.  „Zwei Bären“  und der „Der Panther“ entstanden im Rückblick nach Skizzen im Berliner Zoo. 

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Seine bekannteste Plastik  „Zwei Pferde“ (1909) entstand, als er  für die Buchpublikation „Das Tier in der Kunst“ ein Essay „Über das Tiermotiv in der Kunst“ schrieb. Ganz deutlich formulierte er seine persönliche künstlerische Haltung in Bezug auf die Darstellung von Tieren. „Ich sehe kein glücklicheres Mittel zur Animalisierung der Kunst …als das Tierbild“.

In seiner Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Skulptur wird in Marcs Arbeiten, vor allem bei den menschlichen Figuren der Einfluss Rodins deutlich sichtbar.

Anfang 1909 ließ Marc zwei Güsse dieser Skulptur anfertigen und 1910 wurden „Zwei Pferde“ in dem von Reinhard Piper herausgegebenen Buch „Das Tier in der Kunst“ abgebildet. Franz Marc schrieb einen Essay für diese Publikation, seinen ersten theoretischen Text, in dem er seine zentrale künstlerische Intention formulierte: „Ich sehe kein glücklicheres Mittel zur Animalisierung der Kunst ...als das Tierbild.

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In der Darstellung der Tiere setzte er dagegen ganz neue Akzente, weg ihrer naturalistischen Darstellung hin zum  größeren expressiven Schwung der Bewegung und Position im Gesamtgefüge der Natur durch  kubistische Intensivierung animalischer Energie.   

Mit dieser einzigartigen Ausstellung ermöglicht das Franz Marc Museum erstmals eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Franz Marcs Skulpturen im Rahmen eines Studientages.

Zu sehen bis 31. Januar 2021,  April-Oktober 10-18 Uhr, November-März 10-17 Uhr