C/O Berlin – „Nicholas Nixon – Live Work“

über Fotoausstellung Berlin Nicolas Nixon berichtet schabel-kultur-blog

Nicholas Nixon, 1947 in Detroit geboren, fotografiert seit den 1970er Jahren mit einer Großbildkamera, konsequent in schwarz-weiß und in Serien. Das C/O Berlin, Zentrum zeitgenössischer Fotografie, zeigt sein Lebenswerk beginnend mit Fotografien von Bauten und städtischer Architektur  und den Milieustudien der Schwarzen in ihren Vierteln.

Ein ganz großen Stellenwert hat für Nicholas Nixen der Bilderzyklus der „Brown Sisters“. Ernst, geradeaus blicken sie  den Betrachter an. Von 1975 – 2017 einmal pro Jahr fotografiere Nicholas Nixon seine Frau und ihre drei Schwestern jedes Mal ein bisschen älter, vom Leben geprägter. In den Mimikfalten, der Mundstellung, vor allem aber im Blick offerieren sich die Erfahrungen und Traurigkeiten des Lebens zu einer Chronologie minimalistischer Veränderungen. Die Vergänglichkeit ist für Nicholas Nixon die einzige Konstante im Leben und das Hauptmotiv seiner Fotografien.

Interessanter sind seine Fotoserien über alte, kranke Menschen, über Aids-Patienten  kurz vor dem Tod.

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©Nicolas Nixon

Auch diese Menschen fotografiert Nicholas Nixon ganz nah, ohne Schminke, aber mit sehr viel Würde, von berührender Tragik, ganz nach Nicholas Nixons Leitsatz „ein gutes Bild ist dramatisch“.

Michaela Schabel