Berlin – „Wim Wenders. Sofort Bilder“ -Ausstellung im C/O

schabel-kultur-blog berichte über Wim Wenders

In den stark abgedunkelten Räumen kommen die Polaroids auf hellen Passepartouts gut zur Wirkung. Die Vielfalt von autobiografischen Situationen, Reisesequenzen, Filmsets Künstlerporträts werden durch konzeptionelle Texte thematisch gruppiert, durch Vergrößerungen atmosphärisch aufgepeppt.

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©Wim Wenders – Selfie mit Polaroid

Aber erst durch die Ausschnitte aus dem Film „Alice in den Städten“ (1973) wird die Bedeutung der Polaroids für Wim Wenders deutlich.

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©Wim Wenders – Sequenz aus seinem Roadmovie „Alice in den Städten“

Er wertet die Polaroids als “ Zwischenreich“ von analoger zur digitaler Fotografie auf. Er sah die Polaroids als Verlängerung seiner Blickachsen, als sein Gedächtnis und als Beweis der eigenen Identität.  Sie dokumentierten sofort, ohne Manipulationsmöglichkeiten an einem Ort gewesen zu sein. Es sind eingefangene Momente, allesamt Unikate, unwiederholbar, ohne Abzüge, ohne Manipulationen. Die Begegnung mit dem Lebensgefühl der 60er Jahre hat durchaus seinen Reiz, und wenn es nur die alten Kinos sind.

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©Wim Wenders

Zu sehen ist die Ausstellung „Wim Wenders. Sofort Bilder“  noch bis  23. September im  C/O Berlin, Hardenbergstraße 22-24, Di-So 11-20 Uhr, Do 11-19 Uhr

Michaela Schabel