Berlin – „Politics on Stage“ – Fotografien von den Mächtigen der Welt in der Galerie CameraWork

Große Namen auf beiden Seiten, renommierte Fotografen zeigen Politiker, die Weltgeschichte machen. 50 Fotografien wurden für „Politics on Stage“, bunt durcheinander gemischt, Jousuf Karshs nachdenklicher Adenauer, Thomas Billhardts  fröhlicher Jassier Arafat. Mit Jürgen Schattenbergs „Nelson Mandela in der Gefängniszelle“ und Thomas Billhardts "Breschnew zum 25-jährigen Jubiläum in der DDR" und  sind Ikonen der politischen Fotografie zu sehen. Dem Arbeitsumfeld der Fotografen ist es geschuldet, dass vorwiegend amerikanische und deutsche Politiker, v. a. Angela Merkel zu sehen sind …

©Thomas Billhardt 

Im letzten Jahr ihrer Kanzlertätigkeit nützt die Galerie CameraWork die Gelegenheit Angela Merkel ins Zentrum zu stellen und an ihrer Persönlichkeit die unterschiedlichen Arten des Fotografierens im Vergleich deutlich zu machen. Ihr ist die ganze obere Etage gewidmet. Leger, fröhlich wirkt sie im Berliner Stadion mit Wowereit und Co in einer spontanen Schwarz-Weiß-Aufnahme Jim Raketes. Daniel Biskup verwandelt sie in seinem Farbporträt gepflegt, perfekt gestylt zur repräsentativen sympathischen Staatsfrau. Martin Schöller fokussiert 2009 auf ihre heruntergezogenen Mundwinkel. Pete Souza gelingt ein Schnappschuss mit Obama beim Gipfeltreffen 2015. 

Große Namen auf beiden Seiten, renommierte Fotografen zeigen Politiker, die Weltgeschichte machen. 50 Fotografien wurden für „Politics on Stage“, bunt durcheinander gemischt, Jousuf Karshs nachdenklicher Adenauer, Thomas Billhardts  fröhlicher Jassier Arafat. Mit Jürgen Schattenbergs „Nelson Mandela in der Gefängniszelle“ und Thomas Billhardts "Breschnew zum 25-jährigen Jubiläum in der DDR" und  sind Ikonen der politischen Fotografie zu sehen. Dem Arbeitsumfeld der Fotografen ist es geschuldet, dass vorwiegend amerikanische und deutsche Politiker, v. a. Angela Merkel zu sehen sind …

©Michaela Schabel

Der Fokus von „Politics on Stage“ liegt nicht auf dem dokumentarischen Reportagebild, sondern auf dem stilisierten Porträt, das Politiker bestmöglich in Szene setzt oder ganz neue Aspekte eröffnet, wie Martin Schoeller mit seinem Karree US-amerikanischer Präsidenten. Er zeigt Bill Clinton (2000), Donald Trump (2015), Joe Biden, 2012 weit vor seiner Amtszeit, so, dass ihre Charakterzüge aufleuchten, und hellt Barak Obama (2008) ein Jahr vor seinem hohen Amt ungewöhnlich auf, womit Schoeller über künstlerische Eingriffe politische, aber auch individuelle Veränderungen assoziieren lässt.

Große Namen auf beiden Seiten, renommierte Fotografen zeigen Politiker, die Weltgeschichte machen. 50 Fotografien wurden für „Politics on Stage“, bunt durcheinander gemischt, Jousuf Karshs nachdenklicher Adenauer, Thomas Billhardts  fröhlicher Jassier Arafat. Mit Jürgen Schattenbergs „Nelson Mandela in der Gefängniszelle“ und Thomas Billhardts "Breschnew zum 25-jährigen Jubiläum in der DDR" und  sind Ikonen der politischen Fotografie zu sehen. Dem Arbeitsumfeld der Fotografen ist es geschuldet, dass vorwiegend amerikanische und deutsche Politiker, v. a. Angela Merkel zu sehen sind …

©Martin Schoeller, Michaela Schabel

Die meisten Porträts sind vor neutralem Hintergrund, konzentrieren sich stark auf das Strahlen der Augen- und Kinnpartie. Diesbezüglich ein Meister ist Albert Watson. Er lässt die Augen von Bill und Hillary Clinton euphorisch leuchten. Die verkniffenen Kinnpartien zeigen Entschlossenheit, was die positive Ausstrahlung der Augen deutlich abdämpft. 

Nur Jim Rakete bezieht das Umfeld atmosphärisch mit ein, Joschka Fischer 2000 vor einem mächtigen Baum, Helmut Schmidt 2005 beim Rauchen, 

Pete Souzas Bilder bestechen durch sein Gespür für Schnappschüsse. Man erlebt mit Barak Obama, wie er hoch konzentriert und sehr betroffen mit seinen engsten Mitarbeitern die Mission gegen Osama bin Laden auf dem Bildschirm beobachtet.

Große Namen auf beiden Seiten, renommierte Fotografen zeigen Politiker, die Weltgeschichte machen. 50 Fotografien wurden für „Politics on Stage“, bunt durcheinander gemischt, Jousuf Karshs nachdenklicher Adenauer, Thomas Billhardts  fröhlicher Jassier Arafat. Mit Jürgen Schattenbergs „Nelson Mandela in der Gefängniszelle“ und Thomas Billhardts "Breschnew zum 25-jährigen Jubiläum in der DDR" und  sind Ikonen der politischen Fotografie zu sehen. Dem Arbeitsumfeld der Fotografen ist es geschuldet, dass vorwiegend amerikanische und deutsche Politiker, v. a. Angela Merkel zu sehen sind …

©Pete Souza

Man schmunzelt über „Hair Like Mine“, ein Foto, bei dem ein kleiner Junge eines Mitarbeiters dem gebückten Präsidenten in die Haare greift.

Alison Jacksons „Queen Loo“ dagegen, eine Collage aus Kontaktabzügen, auf denen eine Doppelgängerin der Queen mit einem Magazin und heruntergezogenen Höschen auf dem WC zu sehen ist, wirkt in diesem Kontext völlig deplaziert. Wenn man schon hinter die Kulissen bei Politikern schaut, wäre Trump ein wesentlich besseres Beispiel und Alison Jackson hätte dazu aussagekräftige Bilder. Zumindest decouvriert Eugenio Recuenco, Trumps Büste zwischen zwei Glitzergirlys, diesen selbsternannten Superpolitiker, der einzige, der in dieser Runde parodiert wird. 

Zu sehen sind Bilder von Bryan Adams, Thomas Billhardt, Daniel Biskup, Edward Clark, Elliott Erwitt, Thomas Hoepker, Alison Jackson, Nadav Kander, Yousuf Karsh, Robert Lebeck, Will McBride, Jim Rakete, Eugenio Recuenco, Herb Ritts, Jürgen Schadeberg, Martin Schoeller, Pete Souza, Albert Watson

Die Ausstellung „Politics on Stage“ ist noch bis 9. September in der Berliner Galerie CameraWork zu sehen.