Berlin – Fotoausstellung „Eislandschaften“ von Sebastian Copeland 

Ausstellung von Bernhard Copeland präsentiert schabel-kultur-blog.de

Mit seiner Kamera hat Sebastian Copeland  sie eingefangen. Die Fotografien präsentieren gigantische Landschaften. Gleichzeitig dokumentieren sie, wie der Klimawandel das Leben verändert. Auf Augenhöhe mit einem Eisbären, drängt sich die Frage auf, wie lange dieser dort noch so leben wird. Ein Polarhund treibt einsam auf einer Eisscholle. Der Untergang ist nicht mehr weit. Deshalb  engagiert sich Sebastian Copeland seit 2000 intensiv als Umweltaktivist mit Fokus auf Eiswüsten.

Ausstellung von Bernhard Copeland präsentiert schabel-kultur-blog.de

©Sebastian Copeland

Dreißig seiner Eislandschaften sind in der Berliner Galerie „Camerawork“ ausgestellt. Die Eisberge verwandeln sich unter seinem Blick in wuchtige Architekturen, mythische Orte, riesige Sarkophage. In Schwarz-Weiß wandeln Eisfelder ihre Materialität, wirken mitunter wie Sanddünen oder Lavafelder.

Und  trotz ihrer immensen Ausmaße und trotzigen Wucht sind diese Landschaften zart, zerbrechlich, vergänglich und spiegeln gerade darin die menschliche Existenz.

Als Eisfläche linear vom Horizont getrennt lösen sich in monochromer Abstraktion auf. Das ist große Fotografierkunst mit fließenden Grenzen zur Malerei.

Michaela Schabel