Baden-Baden – Ausstellung „Die Bilder der Brüder. Eine Sammlungsgeschichte der Familie Burda“ im Museum Frieder Burda

"Die Bilder der Brüder" im Museum Frieder Burda präsentiert von www.schabel-kultur-blog.de

„Die Friesendörfer“ Emil Nolde (1936) ©Nolde Stiftung Seebüll

Frieder Burda, lebenslanger Sammler, und Carl Ostendarp (*1961), zeitgenössischer US-Künstler und Gestalter der Ausstellung, wollen so die Besucher in ein neues Farb-Bild-Erlebnis eintauchen lassen.

Der Ursprung der Ausstellung liegt in der Familiengeschichte. Die Eltern Aenne und Franz Burda sammelten leidenschaftlich Kunst. Ihre Begeisterung für den deutschen Expressionismus von Max Beckmann über Ernst Ludwig Kirchner und Karl Schmidt-Rottluff bis zu Gabriele Münter übertrug sich früh auf die drei Söhne Franz, Frieder und Hubert. Hubert Burda studierte Kunstgeschichte. Frieder Burda  erweiterte die Sammlung um Werke von Richter, Polke, Baselitz, Rainer, Polloch, de Kooning und Rothko. Nach seinem Tod im vergangenen Jahr hinterließ er eine bedeutsame Sammlung zeitgenössischer Kunst und das Museum Frieder Burda. 

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„Nächtlicher Park in Baden-Baden“ Max Beckstein (1941) ©VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Die Ausstellung „Die Bilder der Brüder“ konzipierte Frieder Burda noch zu seinen Lebzeiten. Sie spiegelt seinen großen persönlichen Wunsch, die Kunst der drei Geschwister einmal in seinem Museum zu vereinen. Deshalb bildet den Auftakt der Ausstellung das bekannte Gruppenporträt „The Three Gentlemen“, in dem Andy Warhol in seiner Pop-Art-Optik die drei Burda-Brüder verewigte.

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„The Three Gentlemen“ Andy Warhol (1982) © 2020, The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc./Licensed by Artists Rights Society (ARS), New York

Durch Carl Ostendarps intensive Farbgestaltung, die er aus den Farben der Exponate generierte, wirken die expressionistischen Bilder aus den 20er, 30er und 40er Jahren viel frischer und zeitgenössischer. Gleichzeitig wird dadurch der Bogen von den Anfängen des Expressionismus bis zu Carl Ostendarps zeitgenössischer Popart über 100 Jahre  Kunstgeschichte gespannt. 

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„Giebel“ Gabriele Münter (1934) ©VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Zu sehen bis 30. August 2020